ver.di kündigt Warnstreiks an Unikliniken an: Einschränkungen ab Dienstag

ver.di ruft zu Warnstreiks an Unikliniken in NRW auf. Köln, Bonn und Essen betroffen, Münster nicht. Einschränkungen bei OPs möglich.
Foto: fernando zhiminaicela

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An mehreren Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen müssen sich Patientinnen und Patienten Mitte Januar auf spürbare Einschränkungen einstellen. Die Gewerkschaft ver.di hat im Zuge der laufenden Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder zu Warnstreiks aufgerufen. Betroffen sind mehrere große Klinikstandorte – das Universitätsklinikum Münster gehört nach aktuellem Stand jedoch nicht dazu.

Zweitägige Streiks in Köln, Bonn und Essen

Nach der Ankündigung von ver.di sollen die Warnstreiks am Dienstag und Mittwoch, 13. und 14. Januar 2026, stattfinden. An den Universitätskliniken in Köln, Bonn und Essen sind jeweils zweitägige Arbeitsniederlegungen geplant.

Für Düsseldorf ist ein eintägiger Warnstreik am Dienstag vorgesehen. Die Kliniken bereiten sich darauf vor, den Betrieb während dieser Zeit deutlich herunterzufahren.

Auswirkungen auf OPs und Behandlungen

Die betroffenen Häuser rechnen mit erheblichen Folgen für den Klinikalltag. Zwar sollen Notfälle über Notdienstvereinbarungen weiterhin versorgt werden, planbare Eingriffe und Behandlungen könnten jedoch verschoben oder ganz abgesagt werden.

Aus einzelnen Standorten gibt es Hinweise darauf, dass vor allem der OP-Bereich stark betroffen sein dürfte. In Köln rechnet die Gewerkschaft regional damit, dass am Dienstag ein großer Teil der geplanten Operationen nicht stattfinden kann. Auch für Bonn werden Ausfälle erwartet.

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Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder

Hintergrund der Warnstreiks ist die aktuelle Tarifrunde für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L). Die zweite Verhandlungsrunde ist für den 15. und 16. Januar 2026 in Potsdam angesetzt, eine weitere Runde soll am 11. und 12. Februar folgen.

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ver.di fordert unter anderem sieben Prozent mehr Entgelt, mindestens jedoch 300 Euro monatlich. Für Nachwuchskräfte verlangt die Gewerkschaft zusätzlich 200 Euro mehr im Monat. Weitere Forderungen betreffen Übernahmeregelungen sowie die Situation studentischer Beschäftigter.

Weitere Warnstreiks in NRW möglich

Neben den Universitätskliniken kündigt ver.di für dieselbe Woche weitere Arbeitsniederlegungen in Nordrhein-Westfalen an. Demnach könnten auch Hochschulen, Universitäten, Teile der Landesverwaltung und die Justiz von Warnstreiks betroffen sein. Ziel ist es, den Druck vor der nächsten Verhandlungsrunde zu erhöhen.

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