Ver.di-Streik bei DHL in Greven legt Teile der Zustellung lahm

Ver.di-Streik bei DHL in Greven legt Teile der Zustellung lahm
Foto: Claudio Schwarz / unsplash

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Greven. Bei der DHL Home Delivery GmbH in Greven haben Beschäftigte am Donnerstag (6. November) ihre Arbeit niedergelegt. Hintergrund ist ein Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft ver.di aufgerufen hat. Betroffen ist neben Greven auch der Standort Langenfeld. Gemeinsam beschäftigen die beiden Standorte mehr als 1.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Nach Angaben der Gewerkschaft wurde der bisherige Tarifvertrag Ende Oktober gekündigt.

Die Streikenden wollen den Druck auf den Arbeitgeber erhöhen, nachdem die zweite Tarifrunde am 4. und 5. November in Bielefeld ohne Ergebnis geblieben war. Ver.di hatte bereits im Vorfeld gewarnt, dass ohne Fortschritte bei den Verhandlungen mit Ausständen gerechnet werden müsse. Wie die Gewerkschaft mitteilt, werden die Arbeitsniederlegungen voraussichtlich dazu führen, dass ein erheblicher Teil der Paketsendungen in den betroffenen Regionen liegen bleibt.

Forderungen nach mehr Lohn und kürzerer Arbeitszeit

Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten eine Entgelterhöhung um acht Prozent – diese soll auch für Auszubildende gelten. Zudem verlangt ver.di eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von derzeit 39,5 auf 38,5 Stunden. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll auf zwölf Monate begrenzt werden.

Ver.di begründet die Forderungen mit den gestiegenen Lebenshaltungskosten und der hohen Arbeitsbelastung in der Logistikbranche. Beschäftigte in der Paketzustellung und -verarbeitung seien in den vergangenen Jahren zunehmend unter Druck geraten, während das Paketaufkommen kontinuierlich steige. Die Gewerkschaft verweist auf die Notwendigkeit, die Attraktivität des Berufs zu erhalten und Fachkräfte langfristig zu binden.

Auswirkungen auf den Paketverkehr im Münsterland

Nach Einschätzung von ver.di wird der Streik spürbare Auswirkungen auf die Zustellung und Bearbeitung von Sendungen im Münsterland haben. Insbesondere in Greven und Langenfeld könnten deutlich mehr als die Hälfte der Pakete liegen bleiben. Die Arbeitsniederlegung betrifft vor allem die Sortierung und Weiterleitung von Sendungen im innerbetrieblichen Ablauf, was auch Verzögerungen in umliegenden Regionen zur Folge haben kann.

Die Gewerkschaft betont, dass die Warnstreiks ein klares Signal an die Arbeitgeberseite seien. Sollte es in den kommenden Wochen keine Einigung geben, sind weitere Aktionen nicht ausgeschlossen. Die nächste Verhandlungsrunde ist bislang noch nicht terminiert.

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