
Westbevern. Nach dem tödlichen Vorfall in einer Windkraftanlage bei Westbevern richtet sich der Fokus nun auf die laufenden Untersuchungen. Zwar ist die Obduktion des 26 Jahre alten Technikers aus Leipzig inzwischen abgeschlossen. Doch die entscheidende Frage, woran der Mann in rund 70 Metern Höhe starb, bleibt weiterhin offen.
Der Servicetechniker war am 4. Februar 2026 im Inneren einer Windkraftanlage an der L 811 zwischen Ostbevern-Brock und Westbevern entdeckt worden. Ein Kollege hatte gegen 17.33 Uhr den Notruf abgesetzt, nachdem er den Mann in seinem Sicherungsgurt in einer hilflosen Lage vorgefunden hatte. Spezialkräfte der Höhenrettung bargen ihn aus dem Turm, ein Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod feststellen.
Die rechtsmedizinische Untersuchung ergab bislang keine Hinweise auf Fremdverschulden. Auch Anzeichen äußerer Gewalteinwirkung wurden nicht festgestellt. Dennoch konnte im Rahmen der Obduktion keine eindeutige Todesursache bestimmt werden.
Im Mittelpunkt steht nun die sogenannte feingewebliche, also histologische Untersuchung. Dabei werden entnommene Gewebeproben unter dem Mikroskop analysiert. Diese Methode kann Hinweise auf innere Erkrankungen, akute Organveränderungen oder andere medizinische Ursachen liefern, die makroskopisch nicht eindeutig erkennbar sind.
Solche Untersuchungen gelten als Standard, wenn eine Obduktion keine klare Todesursache ergibt. Wie lange die Auswertung dauert, hängt vom Umfang der Analysen und möglichen Zusatzuntersuchungen ab. Ein konkreter Zeitpunkt für Ergebnisse ist derzeit nicht absehbar.
Parallel zu den medizinischen Untersuchungen führt die Polizei ein Todesermittlungsverfahren. Auch das Dezernat für Arbeitsschutz der Bezirksregierung Münster ist eingebunden. In solchen Fällen wird geprüft, ob arbeitsrechtliche oder sicherheitstechnische Aspekte eine Rolle gespielt haben könnten.
Die Ermittler rekonstruieren daher weiterhin den Ablauf im Turm der Windkraftanlage, prüfen technische Rahmenbedingungen sowie mögliche gesundheitliche Faktoren.
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