
Münster. Für Preußen Münster wird der 21. Spieltag der 2. Bundesliga zu einem echten Gradmesser. Am Freitagabend um 18:30 Uhr empfängt der SCP den VfL Bochum im LVM-Preußenstadion. Nach zuletzt sechs sieglosen Ligaspielen steht das Team von Alexander Ende unter Zugzwang – auch weil der Blick auf die Tabelle kaum Spielraum für weitere Rückschläge lässt.
Vor dem Spieltag liegen die Adlerträger mit 21 Zählern auf Platz 15. Fünf Punkte trennt das Team damit vom VFL Bochum, der nach einem miserablen Saisonstart mittlerweile auf Platz acht steht. Für Münster bedeutet das: Ein Heimsieg würde den Abstand spürbar verkleinern, eine Niederlage könnte den Abstand ins Mittelfeld weiter anwachsen lassen – und den Blick nach unten verschärfen.
Die jüngste Form spricht klar für die Gäste. Münster wartet seit sechs Ligaspielen auf einen Sieg. Drei Unentschieden und drei Niederlagen haben das Team zwar noch nicht in die Abstiegsränge abstürzen lassen, aber auch keinen Befreiungsschlag gebracht. Auch das erste Heimspiel 2026 ging mit 0:2 gegen Karlsruhe verloren.
Bochum reist dagegen mit einer Serie von sechs Spielen ohne Niederlage an. Zwar gewann die Mannschaft von Uwe Rösler nur zweimal, holten dafür aber beständig Punkte. Das 2:0 gegen Tabellenführer-Schalke zuletzt unterstrich, wie stabil die Mannschaft aktuell auftritt.
Ein Faktor spricht dennoch für Münster: das eigene Stadion. Im LVM-Preußenstadion holte das Team bislang 14 Punkte und verlor nur zwei Heimspiele. Die Defensive zeigte sich dort meist stabil, die Gegentore hielten sich in Grenzen. Bochum wiederum ist auswärts anfällig: Zwei Siege aus zehn Spielen zeigen, dass der VfL in der Fremde nicht konstant punktet.
Das Hinspiel ist den Preußen-Fans dagegen bestens in Erinnerung. Ende August gewann Münster überraschend mit 2:1 gegen den Bundesligaabsteiger in Bochum. Joshua Mees traf doppelt, es war der erste Ligasieg gegen Bochum seit 56 Jahren und zugleich das erste Ligaduell der beiden Klubs seit 1970. Der Erfolg gilt bis heute als einer der emotionalen Höhepunkte der Saison.
Ausgerechnet dieser Spieler fehlt nun. Mees fällt mit einer Oberschenkelzerrung aus. Damit verliert Münster nicht nur einen torgefährlichen Offensivmann, sondern auch den Matchwinner aus dem Hinspiel.
Trainer Ende muss erneut mit einem stark ausgedünnten Kader planen. Neben Mees fehlen Batmaz und Scherder langfristig, Tikvic befindet sich noch im Aufbautraining. Bouchama ist gesperrt, Heuer fehlt gelbgesperrt, auch Lokotsch und Vilhelmsson stehen nicht zur Verfügung. Zusätzlich ist Max Schulz mit vier Gelben Karten vorbelastet.
Neue Optionen hat das Trainerteam dagegen durch die Neuzugänge von Raschl, Rondic und Yamada, die als Soforthilfe im Abstiegskampf eingeplant sind.
Beim VfL Bochum fehlen Bero, Vogt und Sissoko, insgesamt verfügt Trainer Rösler aber über deutlich mehr Alternativen. Auffällig ist die Kartenlage: Mehrere Stammkräfte wie Hofmann, Wittek oder Strompf stehen bei vier Gelben Karten und müssen aufpassen, um keine Sperre zu kassieren.
Für Preußen Münster geht es an diesem Freitag um mehr als drei Punkte. Nach Wochen ohne Sieg und mit vielen personellen Rückschlägen braucht das Team ein Erfolgserlebnis im eigenen Stadion. Bochum kommt stabil, aber keineswegs übermächtig. Das Hinspiel hat gezeigt, dass Münster den VfL schlagen kann. Ob diesmal erneut eine Überraschung gelingt, wird auch davon abhängen, wer Verantwortung übernimmt, wenn die Partie eng wird.
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