
Münster. Der USC Münster steht vor dem dritten Spiel innerhalb einer Woche. Am Sonntag, 18. Oktober 2026, empfangen die Münsteraner Volleyballerinnen um 16 Uhr die Roten Raben Vilsbiburg. Nach zwei Siegen zum Saisonauftakt will das Team von Trainer Matthias Pack seine Erfolgsserie fortsetzen. Dabei trifft der USC auf einen Bundesliga-Rückkehrer, mit dem der Verein ein besonderes Kapitel seiner Geschichte verbindet.
Der USC Münster hat einen erfolgreichen Start in die neue Volleyball-Saison hingelegt. Auf einen 3:1-Heimerfolg gegen den VC Wiesbaden folgte ein 3:0-Sieg in Borken. Nun wartet mit den Roten Raben Vilsbiburg die nächste Aufgabe. „Aus den zwei Siegen können wir auf jeden Fall Selbstvertrauen ziehen. Wir hatten viele positive Aktionen. Unser Potenzial hat man schon gesehen, auch wenn es noch vieles gibt, was wir verbessern können“, sagt USC-Zuspielerin Emilia Jordan. Mit Blick auf den kommenden Gegner ergänzt sie: „Vilsbiburg wird uns nichts schenken. Aber ich geh da zuversichtlich dran.“ Auch Kapitänin Esther Spöler formuliert das Ziel deutlich: „Wir wollen uns weiter steigern, unser Potenzial mehr und mehr ausschöpfen und mit viel Energie und Disziplin die nächsten Punkte holen.“
Vilsbiburg kehrt nach dem freiwilligen Rückzug aus der höchsten Spielklasse im Jahr 2024 in die Volleyball-Bundesliga zurück. In der vergangenen Saison gewannen die Niederbayerinnen die Meisterschaft in der 2. Bundesliga Pro mit nur einer Niederlage aus 27 Spielen. Eine wichtige Rolle spielte dabei Zuspielerin Pia Fernau, die zuvor für den USC Münster auf dem Feld gestanden hatte. Auch in der neuen Saison gehört sie zum Kader der Roten Raben. USC-Trainer Matthias Pack erwartet einen anspruchsvollen Gegner: „Die Roten Raben haben den Kader aufgestockt und ein gutes Team. Sie spielen ein paar schnelle Sequenzen, auch mit den Mittelblockerinnen. Das müssen wir konzentriert und mit hoher Qualität angehen.“
Nach den beiden jüngsten Partien muss Münster allerdings auch auf die körperliche Belastung achten. Trainer Pack gewährte seiner Mannschaft deshalb unter der Woche zwei freie Tage. Gegen Vilsbiburg plant er erneut Wechsel innerhalb des Teams, um die Einsatzzeiten besser zu verteilen. „Wir versuchen, die Belastung zu managen und hier und da ein paar Wechsel vorzunehmen. Wir haben eine breite Bank. Das ist sehr hilfreich“, erklärt der USC-Trainer. Gleichzeitig soll die Mannschaft ihre bisherige Entwicklung fortsetzen und möglichst den dritten Sieg im dritten Saisonspiel holen.
Die Begegnung zwischen Münster und Vilsbiburg hat eine besondere sportliche Vergangenheit. Am 15. Mai 2005 sicherte sich der USC Münster in der Sporthalle Berg Fidel seinen neunten und bislang letzten deutschen Meistertitel. Mehr als 4.500 Zuschauer verfolgten damals das entscheidende Saisonspiel gegen die Roten Raben. Münster gewann die Partie mit 3:0 und krönte sich zum Deutschen Meister. Die Saison war so eng verlaufen, dass die damaligen Trainer Axel Büring und Mike Schöps nach der Siegerehrung ihre Medaillen zersägten und jeweils eine Hälfte miteinander tauschten.
Mehr als 21 Jahre später treffen beide Vereine nun unter anderen Voraussetzungen aufeinander. Während Münster seinen erfolgreichen Saisonbeginn bestätigen möchte, will sich Vilsbiburg nach dem Wiederaufstieg in der Bundesliga etablieren. Für die Gastgeberinnen ist das Duell zugleich eine Gelegenheit, vor heimischem Publikum den dritten Sieg innerhalb von sieben Tagen einzufahren. USC-Zuspielerin Emilia Jordan warnt allerdings davor, den Aufsteiger zu unterschätzen: „Wir sollten uns auf einen harten Fight einstellen. Wir dürfen Vilsbiburg auf keinen Fall unterschätzen!“
Das Heimspiel des USC Münster gegen die Roten Raben Vilsbiburg beginnt am Sonntag, 18. Oktober 2026, um 16 Uhr.
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