Großbrand in Seester: Reetdachhaus zerstört, Pferdeklinik gerettet

Großbrand in Seester: Reetdachhaus zerstört, Pferdeklinik gerettet
Symbolfoto. Foto: Alexas Fotos

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Ein Brand in Seester hat am Samstagmittag ein Reetdachhaus vollständig zerstört und einen Großeinsatz ausgelöst. Gegen 11.43 Uhr wurde das Feuer an der Straße Kurzenmoor gemeldet. Die Lage wurde als Einsatz mit Menschenleben in Gefahr eingestuft. Mehr als 150 Einsatzkräfte aus zahlreichen Feuerwehren der Umgebung rückten an.

Von Beginn an konzentrierten sich die Maßnahmen darauf, ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude zu verhindern. Besonders im Fokus stand eine Pferdeklinik in unmittelbarer Nähe, deren Dach ebenfalls mit Reet gedeckt ist.

Bewohner rechtzeitig in Sicherheit gebracht

Zum Zeitpunkt des Brandes befanden sich mehrere Personen im Gebäude. Zwei Menschen wurden von der Feuerwehr aus dem Haus gebracht, zwei weitere konnten sich selbst in Sicherheit bringen. Alle vier wurden vom Rettungsdienst untersucht und blieben unverletzt.

Ein Innenangriff war nur zu Beginn möglich. Nachdem die Bewohner gerettet waren, wurde dieser wegen der hohen Gefährdungslage abgebrochen. Die Einsatzkräfte arbeiteten anschließend ausschließlich von außen weiter.

Wasserversorgung wird zur größten Herausforderung

Während des Einsatzes stellte die Löschwasserversorgung die größte Herausforderung dar. In unmittelbarer Nähe stand nur ein Hydrant zur Verfügung, der für die Brandbekämpfung nicht ausreichte.

Zur Versorgung wurden zusätzlich mehrere Hydranten sowie zwei Bohrbrunnen genutzt. Insgesamt verlegten die Einsatzkräfte rund 3300 Meter Schlauchleitungen, um ausreichend Wasser zur Einsatzstelle zu bringen. Unterstützt wurden sie dabei von spezialisierten Fahrzeugen und Einheiten, darunter auch Kräfte des Katastrophenschutzes.

Feuerwehr verhindert Ausbreitung auf Pferdeklinik

Um die benachbarte Pferdeklinik zu schützen, wurde deren Reetdach kontinuierlich mit Wasser benetzt. Diese Maßnahme erwies sich als entscheidend, um das Gebäude vor Funkenflug und extremer Hitze zu bewahren.

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Das betroffene Wohnhaus konnte nicht mehr gerettet werden. Das Reetdach brannte über die gesamte Fläche, der Dachstuhl stürzte im Verlauf des Einsatzes nach etwa eineinhalb Stunden ein. Zur Brandbekämpfung wurden zahlreiche Strahlrohre sowie ein Wasserwerfer über eine Drehleiter eingesetzt.

Warnmeldung wegen Rauchentwicklung

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde eine Warnmeldung für die umliegenden Gemeinden herausgegeben. Betroffen waren unter anderem Seester, Seestermühe und Raa-Besenbek. Die Warnung wurde am Nachmittag wieder aufgehoben.

Nachlöscharbeiten dauern weiterhin an

Im weiteren Verlauf kamen auch schwere Geräte zum Einsatz, um Glutnester freizulegen. Ein Bagger sowie ein Telelader unterstützten die Einsatzkräfte dabei, das Gebäude auseinanderzuziehen.

Die Nachlöscharbeiten dauern weiterhin an. Angaben zur Brandursache und zur Höhe des Schadens liegen derzeit noch nicht vor.

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