
Der Markt rund um Videospiele endet längst nicht mehr beim Spielen selbst. Auch Bücher und Comics, die auf bekannten Games basieren oder deren Geschichten vertiefen, erreichen in Deutschland ein großes Publikum. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass Millionen Menschen solche Literatur lesen, um mehr über Figuren, Welten und Hintergründe aus ihren Lieblingsspielen zu erfahren.
Romane, Kurzgeschichten und Comics rund um Videospiele haben sich in Deutschland zu einem eigenen Markt entwickelt. Laut einer repräsentativen Umfrage hat rund ein Viertel der Deutschen ab 16 Jahren bereits mindestens einmal ein Buch oder einen Comic gelesen, der mit Computer oder Videospielen verbunden ist. Das entspricht etwa 17 Millionen Menschen.
Besonders verbreitet ist dieses Interesse bei jüngeren Altersgruppen. Unter den 16 bis 44-Jährigen geben rund 39 Prozent an, entsprechende Literatur gelesen zu haben. Damit ist Games-Literatur gerade bei Menschen, die mit digitalen Spielen aufgewachsen sind, deutlich stärker verbreitet.
Der Austausch zwischen Spielen und Literatur funktioniert dabei in beide Richtungen. Einige bekannte Games basieren auf Romanvorlagen und machen literarische Geschichten in digitaler Form erlebbar. Gleichzeitig erscheinen zu beliebten Spielreihen Bücher oder Comics, die zusätzliche Handlungsstränge erzählen oder bekannte Figuren näher beleuchten.
Nach Angaben des Branchenverbandes der deutschen Games-Industrie zeigt sich daran, dass Spielewelten längst nicht mehr auf das eigentliche Spielerlebnis beschränkt bleiben. Stattdessen entstehen rund um erfolgreiche Titel ganze Erzähluniversen, die sich über unterschiedliche Medien hinweg entfalten.
Die Studie zeigt auch deutlich, warum Bücher und Comics zu Videospielen so viele Menschen interessieren. Für die meisten Leser steht der Wunsch im Vordergrund, mehr über die Hintergründe der Spielgeschichten zu erfahren. Rund 88 Prozent der Interessierten geben an, dass sie sich durch solche Bücher zusätzliche Informationen über Handlung und Welt der Spiele erhoffen.
Auch die Entwicklung der Figuren spielt eine wichtige Rolle. Etwa 87 Prozent der Befragten möchten verfolgen, wie sich bekannte Charaktere außerhalb des eigentlichen Spiels weiterentwickeln. Bücher und Comics bieten dafür mehr Raum, weil sie zusätzliche Szenen oder Vorgeschichten erzählen können.
Darüber hinaus sehen viele Leser in solchen Veröffentlichungen eine Möglichkeit, bekannte Spielwelten aus neuen Perspektiven zu erleben. Rund 86 Prozent finden gerade diesen Blickwinkel spannend, weil Literatur andere Blickrichtungen oder zusätzliche Ereignisse beschreiben kann.
Für etwa 85 Prozent der Befragten erweitert Literatur zu Games außerdem das Spielerlebnis insgesamt. Wer ein Spiel bereits kennt, kann durch Bücher oder Comics länger in der Geschichte bleiben und neue Details entdecken.
Die Daten stammen aus einer Online-Umfrage des Marktforschungsunternehmens YouGov im Auftrag des Branchenverbandes game. Befragt wurden Anfang November 2025 insgesamt 2047 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren. Die Ergebnisse wurden gewichtet und gelten als repräsentativ für die Bevölkerung.
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