Öffentliche Haushalte geben über 10.000 Euro pro Schüler aus

Die Finanzierung öffentlicher Schulen in Deutschland ist weiter gestiegen. Im Jahr 2024 haben Bund, Länder und Kommunen durchschnittlich rund 10.500 Euro für die Ausbildung einer Schülerin oder eines Schülers ausgegeben. Damit lagen die Ausgaben etwa sieben Prozent höher als im Jahr zuvor. Die Zahlen gehen aus vorläufigen Berechnungen des Statistisches Bundesamt hervor. Der Anstieg gilt als der stärkste seit mehreren Jahren. Nach Angaben der Statistikbehörde hängt die Entwicklung vor allem mit höheren Personalkosten im Bildungsbereich zusammen. Lehrkräfte, pädagogisches Personal und weitere Beschäftigte an Schulen verursachen den größten Teil der laufenden Ausgaben. Für Länder wie Nordrhein-Westfalen ist diese Entwicklung besonders relevant, weil hier große Schülerzahlen und umfangreiche Schulnetze bestehen. Städte wie Münster tragen über kommunale Aufgaben ebenfalls zur Finanzierung von Schulgebäuden, Ausstattung oder Investitionen bei. Personalkosten treiben Bildungsausgaben deutlich nach oben Ein Großteil der Mittel fließt in Personal. Nach den vorläufigen Zahlen entfielen rund drei Viertel der gesamten Pro-Kopf-Ausgaben auf Gehälter und weitere personalbezogene Kosten. Durchschnittlich etwa 7.900 Euro pro Schülerin oder Schüler wurden 2024 in diesem Bereich eingesetzt. Daneben spielten auch Sachkosten und Investitionen eine Rolle. Rund 1.500 Euro pro Kopf wurden für laufenden Sachaufwand ausgegeben, etwa für Unterrichtsmaterialien, Energie, IT oder Gebäudebetrieb. Weitere etwa 1.100 Euro flossen in Investitionen, beispielsweise in Schulgebäude, Modernisierung oder technische Ausstattung. Die Entwicklung zeigt, dass steigende Personalkosten das Bildungssystem finanziell zunehmend prägen. Gleichzeitig investieren viele Bundesländer weiter in Infrastruktur und Digitalisierung, weil Schulen modernisiert und erweitert werden müssen. Besonders in bevölkerungsreichen Regionen wie Nordrhein-Westfalen bleibt der Investitionsbedarf hoch, da dort viele Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden und zahlreiche Gebäude saniert oder neu gebaut werden müssen. Deutliche Unterschiede zwischen den Schularten Die Ausgaben pro Schülerin und Schüler unterscheiden sich je nach Schulform teilweise deutlich. An allgemeinbildenden Schulen lagen sie im Jahr 2024 im Durchschnitt bei rund 11.300 Euro pro Person. Damit stiegen sie ebenfalls um etwa sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Innerhalb dieser Schularten zeigen sich jedoch Unterschiede. Für Grundschulen wurden durchschnittlich rund 9.000 Euro pro Kind aufgewendet. Deutlich höher lagen die Werte bei integrierten Gesamtschulen mit etwa 12.500 Euro pro Schülerin oder Schüler. Auch Gymnasien lagen mit durchschnittlich rund 11.700 Euro pro Kopf über dem allgemeinen Durchschnitt. Ein wichtiger Grund für diese Unterschiede sind verschiedene Unterrichtsstrukturen. Schulen mit umfangreichen Kursangeboten, differenzierten Klassen oder höheren Anforderungen an Personal und Ausstattung verursachen meist höhere Kosten. Auch Ganztagsangebote, zusätzliche Förderprogramme oder spezielle pädagogische Konzepte können die Ausgaben beeinflussen. Gerade in Nordrhein-Westfalen wird die Schulstruktur regelmäßig diskutiert, weil Städte und Gemeinden ihre Schulstandorte an demografische Entwicklungen anpassen müssen. Für Kommunen wie Münster bedeutet dies, dass langfristige Investitionsentscheidungen in Schulgebäude und Infrastruktur eine wichtige Rolle spielen. Bundesländer investieren unterschiedlich viel in ihre Schulen Die Höhe der Ausgaben pro Schülerin oder Schüler variiert auch zwischen den Bundesländern. Im Jahr 2024 lagen die Werte in einigen Stadtstaaten besonders hoch. Berlin verzeichnete durchschnittlich etwa 13.700 Euro pro Kopf, Hamburg rund 13.200 Euro und Bayern etwa 11.900 Euro. Deutlich niedriger lagen die Ausgaben dagegen in Sachsen-Anhalt. Dort betrugen sie rund 9.100 Euro pro Schülerin oder Schüler. Gleichzeitig meldeten alle Bundesländer steigende Pro-Kopf-Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr. Am stärksten wuchsen die Ausgaben in Bremen, Brandenburg und Hessen. In diesen Ländern stiegen sie jeweils um etwa elf Prozent. Solche Unterschiede entstehen unter anderem durch verschiedene Schulstrukturen, unterschiedliche Lehrer-Schüler-Verhältnisse oder durch Investitionsprogramme in Schulgebäude.
Grafik: Statistisches Bundesamt (Destatis), 2026

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Speyer. Ein Brand in einer freistehenden Scheune hat in der Nacht zum Donnerstag einen größeren Feuerwehreinsatz in Speyer ausgelöst. Das Gebäude im Bereich Am Rübsamenwühl stand beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits vollständig in Flammen.

Nach Angaben des Brand- und Katastrophenschutzes der Stadt Speyer war in der Scheune Stroh gelagert. Die Feuerwehr konzentrierte sich zunächst darauf, ein Übergreifen der Flammen auf die Umgebung zu verhindern.

Feuerwehr Speyer schützt Umgebung und angrenzenden Betrieb

Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatte sich das Feuer bereits stark ausgebreitet. Die Scheune brannte vollständig, weshalb zunächst der Schutz der umliegenden Flächen im Mittelpunkt stand. Funkenflug hatte sich zwischenzeitlich auf angrenzende Vegetation sowie auf einen benachbarten Gärtnereibetrieb ausgebreitet.

Die Feuerwehr konnte jedoch verhindern, dass dort größerer Schaden entsteht. Die Einsatzkräfte kümmerten sich deshalb parallel um das Ablöschen der brennenden Scheune und um die Sicherung der Umgebung. Dadurch sollte verhindert werden, dass sich der Brand weiter ausdehnt.

Zur Unterstützung der Löscharbeiten wurde auch ein Radlader des Technischen Hilfswerks eingesetzt. Damit konnten Teile des Brandmaterials bewegt werden, wodurch die Feuerwehr Glutnester gezielter bekämpfen konnte. Wie der Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Speyer mitteilt, waren in der Anfangsphase des Einsatzes insgesamt 14 Fahrzeuge und rund 40 Kräfte vor Ort.

Der Einsatz wurde außerdem medizinisch abgesichert. Eine Schnelleinsatzgruppe war vor Ort, um bei Bedarf schnell helfen zu können. Verletzte gab es nach den bisherigen Informationen jedoch nicht.

Rauch zieht Richtung Rhein, Warnmeldung für Speyer angekündigt

Während der Löscharbeiten breitete sich Rauch über die offenen Felder in Richtung Rhein aus. Da sich die Rauchentwicklung mit dem Tagesanbruch deutlicher ausbreiten könnte, plant die Stadt nach Angaben des Brand- und Katastrophenschutzes eine Information über WarnApps für das Stadtgebiet.

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Die Warnung soll vor allem dazu dienen, die Bevölkerung über die Situation zu informieren. Eine konkrete Gefahr für Menschen besteht nach Angaben der Einsatzkräfte jedoch nicht.

Die Löscharbeiten dauern nach Angaben der Feuerwehr weiterhin an. Brandursache und Schadenshöhe sind bislang noch nicht bekannt. Weitere Informationen könnten folgen, sobald die Ermittlungen zum Geschehen abgeschlossen sind.

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