Schornstein des Kraftwerks Ibbenbüren wird gesprengt: großräumige Sperrungen und Evakuierungen

Die Sprengung Kraftwerk Ibbenbüren am 6. April bringt umfassende Evakuierungen, Sperrungen und Sicherheitsmaßnahmen mit sich – hier erfährst du alles Wichtige.
Foto: Denny Franzkowiak

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Ibbenbüren. Ibbenbüren erlebt am Sonntag einen markanten Einschnitt in seiner Stadtgeschichte. Am 22. Februar 2026 soll gegen 11 Uhr der 275 Meter hohe Schornstein des ehemaligen Steinkohlekraftwerks kontrolliert gesprengt werden. Mit dem Fall des weithin sichtbaren Bauwerks verschwindet eines der letzten prägenden Elemente des einstigen Kraftwerksstandorts.

Das 1985 in Betrieb genommene Kraftwerk prägte über Jahrzehnte die Silhouette der Stadt. Nach der Stilllegung im Jahr 2021 begann schrittweise der Rückbau der Anlage. Bereits im Frühjahr 2025 waren Kühlturm und Kesselhaus gesprengt worden. Nun folgt mit dem Schornstein der letzte große Hochbau.

Sicherheitsbereich ab den Morgenstunden

Für die Sprengung richtet die Stadt Ibbenbüren einen weiträumigen Sperrbereich ein. Dieser gilt ab 8 Uhr morgens. Anwohnerinnen und Anwohner innerhalb des definierten Bereichs müssen ihre Häuser bis zu diesem Zeitpunkt verlassen haben. Betroffen sind mehrere Straßen rund um das ehemalige Kraftwerksgelände am Schwarzen Weg.

Polizei und Ordnungsamt kontrollieren die Räumung. Nach Angaben der Stadt wird der Aufenthalt im Sperrgebiet bis zur Freigabe untersagt. Zudem gelten Sicherheitsauflagen wie das Schließen von Fenstern und das Abschalten von Lüftungsanlagen. Auch Drohnenflüge sind im Umfeld der Industrieanlage untersagt.

Medien berichten, dass mehrere hundert Menschen von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen sind. Für Bewohner einer benachbarten Unterkunft werden Ersatzunterkünfte organisiert.

Präzise Vorbereitung der Sprengung

Die technische Umsetzung erfolgt durch ein spezialisiertes Abbruchunternehmen. Für den kontrollierten Einsturz wurden zahlreiche Bohrlöcher in den Betonschaft eingebracht und mit Sprengladungen versehen. Ziel ist es, den Schornstein kontrolliert in sich zusammenfallen zu lassen, um Schäden in der Umgebung zu vermeiden.

Staubschutzmaßnahmen und Sicherungswälle sollen zusätzlich verhindern, dass Trümmer oder Material unkontrolliert verteilt werden. Der eigentliche Einsturz dauert nur wenige Sekunden – die Vorbereitungen jedoch liefen über Monate.

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Vom Kohlekraftwerk zur Energiewende

Der Rückbau des Kraftwerks ist Teil eines größeren Strukturwandels. Auf dem Gelände plant der Übertragungsnetzbetreiber Amprion den Bau einer Konverterstation im Zusammenhang mit dem Offshore-Netzanbindungssystem BalWin2. Künftig soll hier Strom aus Nordsee-Windparks in das deutsche Übertragungsnetz eingespeist werden.

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