Dresden prüft möglichen Bombenfund nahe der Carolabrücke

Im ersten Halbjahr 2025 wurden in NRW 94 Weltkriegsbomben entschärft. Auch Münster war mehrfach betroffen.
Symbolbild Blindgänger: p.schmelzle, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons

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Rund um die Carolabrücke in Dresden werden am 10. März mögliche Weltkriegsbomben untersucht. Nach übereinstimmenden Medienberichten wurden bei Bodenuntersuchungen mehrere Auffälligkeiten entdeckt. Zwei dieser Stellen stehen unter Bombenverdacht. Fachleute sollen die Bereiche öffnen, um zu klären, ob es sich tatsächlich um Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handelt.

Insgesamt hatte eine Fachfirma im Umfeld der Brücke 31 sogenannte Störstellen im Boden festgestellt. Zwei davon gelten als mögliche Kampfmittel. Die betroffenen Punkte befinden sich auf der Neustädter Seite der Elbe. Erst nach dem Freilegen der Stellen können Experten beurteilen, ob eine Entschärfung notwendig wird.

Sperrkreis und erste Sicherheitsmaßnahmen geplant

Für die Untersuchung der möglichen Weltkriegsbomben richtet die Stadt Dresden am 10. März einen Sperrkreis ein. Ab 16 Uhr soll rund um die Fundstellen ein Sicherheitsbereich mit einem Radius von etwa 150 Metern gelten. In diesem Bereich werden mehrere Einschränkungen umgesetzt.

Die Elbe wird während der Arbeiten in diesem Abschnitt für den Schiffsverkehr gesperrt. Zudem gilt ein Drohnenflugverbot im Umfeld der Fundstelle. Auch mehrere Behörden reagieren auf die geplanten Maßnahmen. Die Staatskanzlei sowie das Kultus- und das Finanzministerium schließen an diesem Tag bereits um 15 Uhr.

Sobald die beiden Verdachtsstellen geöffnet sind, prüfen Fachleute des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, ob tatsächlich Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden liegen. Ein Ergebnis wird nach derzeitiger Planung am frühen Abend erwartet. Sollte sich der Verdacht nicht bestätigen, sind keine weiteren Maßnahmen notwendig.

Evakuierungskonzept für den Ernstfall vorbereitet

Bestätigt sich der Bombenverdacht nahe der Carolabrücke, kann ein vorbereitetes Evakuierungskonzept umgesetzt werden. In diesem Fall entscheidet der Kampfmittelbeseitigungsdienst, wann eine mögliche Räumung des Gebietes erfolgen muss. Das könnte noch am Abend des 10. März oder erst am darauffolgenden Tag geschehen.

Der geplante Evakuierungsradius würde sich auf etwa 1.000 Meter rund um die Fundstellen erstrecken. Die Bevölkerung soll nach Abschluss der Untersuchungen noch am selben Abend über das Ergebnis informiert werden. Dafür nutzt die Stadt Dresden unter anderem ihre Internetseite, Social-Media-Kanäle sowie Warn-Apps, die an das bundesweite Warnsystem MoWaS angeschlossen sind.

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Sollte eine kurzfristige Evakuierung notwendig werden, soll zusätzlich das Sirenenwarnsystem der Stadt eingesetzt werden. Außerdem wird eine Bürgerhotline eingerichtet, über die Informationen zur Lage und zu möglichen Maßnahmen bereitgestellt werden.

Notunterkunft und Transport zur Messe Dresden

Für den Fall einer Evakuierung stellt die Stadt Dresden eine Notunterkunft in der Messe Dresden bereit. Menschen, die nicht bei Angehörigen oder Freunden unterkommen können, sollen dort vorübergehend aufgenommen werden.

Um den Transport zur Messe zu erleichtern, planen die Dresdner Verkehrsbetriebe zusätzliche Verbindungen. Busse sollen mehrere zentrale Haltestellen anfahren und die Menschen zur Notunterkunft bringen. Zusätzlich ist vorgesehen, Straßenbahnen in einem regelmäßigen Takt einzusetzen.

Ob tatsächlich Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden liegen und ob eine Evakuierung notwendig wird, entscheidet sich erst nach der Untersuchung der Verdachtsstellen am 10. März.

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