
Der deutsche Hemden- und Blusenhersteller Eterna steht vor dem endgültigen Aus. Das Unternehmen aus Passau wird seinen Geschäftsbetrieb im Sommer 2026 einstellen. Hintergrund ist das laufende Insolvenzverfahren, in dem trotz intensiver Suche kein Investor gefunden werden konnte, der den Betrieb als Ganzes übernimmt.
Damit endet für den traditionsreichen Modehersteller eine mehr als 160-jährige Unternehmensgeschichte. Die Marke Eterna soll zwar verkauft werden, der bisherige Geschäftsbetrieb am Standort Passau wird jedoch nicht fortgeführt.
Das Insolvenzverfahren über die Eterna Mode GmbH wurde Anfang März 2026 vom Amtsgericht Passau eröffnet. Das Unternehmen befindet sich dabei weiterhin in Eigenverwaltung. Als Sachwalter begleitet der Sanierungsexperte Lucas Flöther das Verfahren und überwacht die Interessen der Gläubiger.
Im Zuge des Insolvenzverfahrens wurde versucht, einen strategischen Investor zu finden. Nach übereinstimmenden Medienberichten gab es zwar zahlreiche Interessenten, jedoch kein Angebot für die Übernahme des gesamten Unternehmens. Ohne eine solche Lösung gilt eine Fortführung des operativen Geschäfts als wirtschaftlich nicht mehr möglich.
Die Gläubiger müssen ihre Forderungen nun bis Ende April beim Insolvenzgericht anmelden.
Bereits während des vorläufigen Insolvenzverfahrens hatte das Unternehmen einen strukturierten Investorenprozess gestartet. Ziel war es, einen Käufer zu finden, der Produktion, Vertrieb und Marke gemeinsam weiterführt.
Dem Vernehmen nach meldeten sich mehr als 20 potenzielle Interessenten. Keiner davon legte jedoch ein Angebot für eine vollständige Übernahme des Unternehmens vor. Damit blieb letztlich nur die Möglichkeit, den Geschäftsbetrieb schrittweise einzustellen.
Geplant ist, dass der operative Betrieb im Laufe des Sommers 2026 ausläuft. Parallel dazu soll die bekannte Marke Eterna separat veräußert werden.
Vom Ende des Geschäftsbetriebs sind vor allem die Beschäftigten am Unternehmenssitz in Passau betroffen. Dort arbeiten nach aktuellen Berichten rund 400 Menschen für den Hersteller.
In früheren Unternehmensangaben war von deutlich mehr Beschäftigten im gesamten Konzernumfeld die Rede. Eterna betrieb eigene Filialen und belieferte zudem tausende Einzelhändler weltweit.
Mit dem Ende des operativen Geschäfts fällt nun ein bedeutender Arbeitgeber in der Region Niederbayern weg.
Eterna gehört zu den bekanntesten deutschen Herstellern von Herrenhemden und Blusen. Das Unternehmen wurde bereits 1863 gegründet und verlegte seinen Sitz 1927 nach Passau.
Über Jahrzehnte entwickelte sich Eterna zu einer international vertriebenen Marke im Bereich Businessmode. Hemden und Blusen des Unternehmens wurden über eigene Läden, den Fachhandel sowie Onlinekanäle verkauft.
Nach früheren Unternehmensangaben lag der jährliche Absatz bei mehreren Millionen Hemden und Blusen.
Die Insolvenz kam für Branchenbeobachter nicht völlig überraschend. Bereits im Dezember 2025 hatte Eterna einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt.
Damals verwies das Unternehmen auf wirtschaftliche Schwierigkeiten sowie Konflikte mit Gläubigern im Zusammenhang mit Finanzierungsfragen. Gleichzeitig litt die gesamte Bekleidungsbranche unter schwacher Konsumnachfrage, steigenden Kosten und strukturellen Veränderungen im Einzelhandel.
Hinzu kam, dass Eterna bereits einige Jahre zuvor ein Sanierungsverfahren durchlaufen hatte. Die erneuten wirtschaftlichen Probleme konnten trotz Restrukturierungsmaßnahmen nicht dauerhaft gelöst werden.
Auch wenn der Geschäftsbetrieb endet, ist ein vollständiges Verschwinden des Namens Eterna nicht zwingend. Im Insolvenzverfahren soll die Marke separat verkauft werden.
Sollte ein Käufer gefunden werden, könnten Hemden und Blusen künftig unter dem bekannten Markennamen weiter vertrieben werden. Mit dem bisherigen Unternehmen in Passau hätte eine solche Nutzung jedoch nichts mehr zu tun.
Für das Traditionsunternehmen selbst bedeutet die Entscheidung damit das endgültige Ende einer mehr als anderthalb Jahrhunderte langen Firmengeschichte.
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