Schuko schließt Werk in Trebbin: Traditionsstandort steht vor dem Aus

Ein multikulturelles Restaurant an der Wolbecker Straße in Münster schließt nach acht Jahren. Warum das Konzept endet – und wie es am Standort weitergeht.
Symbolbild: Evan Wise

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Nach mehr als drei Jahrzehnten endet für den Anlagenbauer Schuko der Betrieb in Trebbin. Das Unternehmen hat angekündigt, den Standort zum 30. April 2026 zu schließen. Betroffen sind nach Angaben der Märkischen Allgemeinen 20 Beschäftigte. Ihnen soll ein Wechsel an den Hauptstandort im niedersächsischen Bad Laer angeboten werden. Für Trebbin bedeutet die Entscheidung den Verlust eines langjährigen Industriestandorts, für die Belegschaft beginnt eine Phase großer Unsicherheit.

Produktion in Trebbin endet Ende April

Der Schritt kommt kurzfristig und mit klarer zeitlicher Ansage. Schuko will den Betrieb in Trebbin ab dem 30. April 2026 einstellen. Damit endet die Produktion an einem Standort, der über viele Jahre zur wirtschaftlichen Struktur vor Ort gehörte. In der aktuellen Berichterstattung ist von einem Werk die Rede, das seit 34 Jahren in Trebbin besteht. Auch die Unternehmensseite verweist auf eine lange Standortgeschichte und nennt für Trebbin eine Gründung in den 1990er-Jahren.

Schuko verweist auf schwierige Wirtschaftslage

Als Grund für die Schließung nennt das Unternehmen wirtschaftlichen Druck. Nach Angaben aus der aktuellen Berichterstattung spricht Geschäftsführer André Schulte-Südhoff von einem unumgänglichen Schritt. Ausschlaggebend seien eine anhaltend schwierige Wirtschaftslage, eine schwache Baukonjunktur sowie schwankende und teils deutlich gestiegene Preise für Energie und Rohmaterialien. Damit reiht sich der Fall in eine Entwicklung ein, die derzeit viele industrielle und mittelständische Betriebe in Deutschland belastet.

20 Beschäftigte sollen nach Bad Laer wechseln können

Für die Mitarbeitenden ist die Lage besonders einschneidend. Nach dem derzeit bekannten Stand sind 20 Beschäftigte betroffen. Ihnen wird laut Bericht angeboten, an den Hauptstandort im niedersächsischen Bad Laer zu wechseln. Ob und wie viele Beschäftigte dieses Angebot tatsächlich annehmen können, dürfte auch von persönlichen Lebensumständen, Pendelzeiten und familiären Bindungen abhängen. Fest steht bisher vor allem: Ein Fortbestand des Standorts in Trebbin ist nicht vorgesehen.

Werksschließung trifft einen langjährigen Standort

Die Entscheidung hat auch über das Unternehmen hinaus Gewicht. Wenn ein Betrieb nach mehr als drei Jahrzehnten einen Standort aufgibt, ist das für eine Stadt wie Trebbin mehr als eine reine Unternehmensmeldung. Es geht auch um wirtschaftliche Kontinuität, Arbeitsplätze und die Frage, wie stabil industrielle Strukturen in der Region noch sind. Besonders bemerkenswert ist dabei, dass Schuko noch vor kurzem selbst auf das 30-jährige Jubiläum des Standorts Trebbin hingewiesen hatte. Umso härter wirkt nun der angekündigte Rückzug.

Schuko bleibt als Unternehmensgruppe bestehen

Die Schließung in Trebbin bedeutet nach jetzigem Stand nicht das Ende des gesamten Unternehmens. Schuko beschreibt sich selbst als Unternehmensgruppe mit mehreren Standorten in Deutschland sowie einem Standort in Polen und rund 200 Mitarbeitenden. Die jetzige Maßnahme deutet daher auf eine stärkere Bündelung von Strukturen hin, nicht auf eine komplette Aufgabe des Geschäftsbetriebs. Für Trebbin ändert das allerdings wenig: Vor Ort verschwindet ein Traditionsstandort, der über Jahre zum industriellen Bild der Stadt gehörte.

 

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