
Im Nachmittagsprogramm des Ersten entsteht im Sommer 2026 eine ungewöhnlich lange Serienlücke. Die ARD-Telenovelas „Rote Rosen“ und „Sturm der Liebe“ gehen nach den Ausstrahlungen am Freitag, 12. Juni, in eine zehnwöchige Sommerpause. Neue Folgen sollen nach derzeitigem Stand erst am Montag, 24. August, wieder laufen. Damit fällt die Unterbrechung länger aus als im vergangenen Jahr.
Für das Stammpublikum betrifft die Änderung gleich zwei feste Sendeplätze im Ersten. „Rote Rosen“ läuft regulär am frühen Nachmittag, „Sturm der Liebe“ direkt im Anschluss. In den aktuellen Programmdaten ist „Rote Rosen“ am 12. Juni mit Folge 4360 gelistet, „Sturm der Liebe“ am selben Tag mit Folge 4390. Ab 13. Juni sind für beide Sendeplätze keine neuen Episoden mehr eingetragen.
Ein wesentlicher Grund für die lange Sommerpause ist die Fußball-Weltmeisterschaft 2026, die ab Mitte Juni das ARD-Programm prägt. Der Sender setzt in dieser Zeit auf Sport- und Sonderberichterstattung statt auf den gewohnten Serien-Nachmittag. Hinzu kommt ein struktureller Faktor: Bei beiden Produktionen entstehen inzwischen weniger Folgen pro Jahr als früher. Statt etwa 220 Episoden jährlich sind es mittlerweile rund 180 Folgen. Dadurch lassen sich die Serien nicht mehr ohne längere Unterbrechungen über das gesamte Jahr hinweg im gleichen Umfang ausstrahlen.
Für Das Erste ist die Sommerpause deshalb mehr als eine reine Programmlücke. Sie hilft, die verfügbaren neuen Folgen über das Jahr zu verteilen. Gleichzeitig kann der Sender in einer Phase mit Sportübertragungen und verändertem Fernsehverhalten andere Inhalte auf die Nachmittagsplätze setzen.
Nach derzeitigem Stand sollen beide Telenovelas am 24. August mit neuen Folgen zurückkehren. Damit endet die Pause kurz vor dem Übergang in das reguläre Herbstprogramm. Für Fans ist vor allem dieser Termin entscheidend, weil die Unterbrechung fast den gesamten Hochsommer umfasst.
Die lange Pause dürfte dennoch nicht als Zeichen für ein unmittelbares Ende der Serien verstanden werden. Zuletzt wurden die Formate zwar immer wieder im Zusammenhang mit Kosten und Produktionsumfang diskutiert. Zugleich wurden aber auch Weichen für eine weitere Fortsetzung gestellt. Der NDR-Rundfunkrat hat einer Verlängerung der Produktionen zugestimmt, weitere formale Schritte blieben dabei zunächst noch zu berücksichtigen.
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