
Münster. Der Glasfaserausbau in Münster kommt weiter voran. Mehr als die Hälfte der Haushalte und Unternehmen im Stadtgebiet kann inzwischen einen Glasfaseranschluss nutzen. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Stadt hervor, der am 20. Mai im Rat vorgestellt wurde. Ziel bleibt eine nahezu flächendeckende Versorgung mit Glasfaser bis 2030. Auch beim Mobilfunk sieht die Stadt deutliche Fortschritte: Fast im gesamten Stadtgebiet ist mobiles Internet mit LTE und 5G verfügbar.
Die flächendeckende Versorgung mit leistungsfähigem Internet ist ein zentraler Bestandteil der Digitalisierungsstrategie der Stadt Münster. Nach Angaben der Stadt haben inzwischen mehr als 50 Prozent der Haushalte und Unternehmen die Möglichkeit, über Glasfaser Zugang zu schnellem Internet zu erhalten.
In den vergangenen Jahren wurden durch Förderprojekte von Bund und Land Nordrhein-Westfalen rund 70 Millionen Euro in den Glasfaserausbau im Stadtgebiet investiert. Der Eigenanteil der Stadt Münster liegt bei rund acht Millionen Euro.
Besonders im Fokus standen zuletzt Gebiete, die bislang mit Glasfaser unterversorgt waren. In diesen sogenannten weißen Flecken konnten im vergangenen Jahr rund 2.200 betroffene Haushalte und Unternehmen an das Glasfasernetz angeschlossen werden.
Mehr als 85 Prozent der betroffenen Eigentümerinnen, Eigentümer, Haushalte und Unternehmen nutzten nach Angaben der Stadt die Möglichkeit, sich einen geförderten Glasfaseranschluss bis ins Gebäude legen zu lassen. Die Stadt bewertet diese Quote im interkommunalen Vergleich als hoch.
Neben den weißen Flecken nimmt Münster nun auch sogenannte graue Flecken stärker in den Blick. Dabei handelt es sich um Gebiete, in denen bisher keine perspektivische Gigabitversorgung besteht. Nach einer Ausschreibung durch die Stadt übernimmt das Unternehmen epcan GmbH den Ausbau dieser Bereiche.
Betroffen sind rund 1.300 Adressen. Die Bauarbeiten sollen im Sommer beginnen. Parallel treiben die Stadtwerke Münster den eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau weiter voran. Gemeinsam mit der Telekom Deutschland sollen bis 2030 rund 160.000 Häuser und Wohnungen mit Glasfaser erschlossen werden.
Auch beim Mobilfunk wurde die Infrastruktur in Münster weiter ausgebaut. Nach Schätzungen der Bundesnetzagentur liegt die Versorgung mit 5G im Stadtgebiet bei 99,98 Prozent. Damit ist schnelles mobiles Internet rechnerisch nahezu überall verfügbar.
Trotzdem sieht die Stadt vor allem in den Außenbereichen weiteren Handlungsbedarf. Dort geht es weniger um die grundsätzliche Verfügbarkeit, sondern um zusätzliche Kapazitäten und standortbezogene Verbesserungen.
Die Zahl der Mobilfunkstandorte in Münster ist weiter gewachsen. Nach Angaben der Stadt stieg sie von 203 Standorten im Jahr 2024 auf 224 Standorte im Jahr 2025. Das entspricht einem Plus von rund zehn Prozent.
Die Mobilfunkkoordination der Stadt arbeitet weiter an Lösungen, die sich am jeweiligen Bedarf und an geeigneten Standorten orientieren. Auch die Mobilfunkanbieter investieren fortlaufend in Netzabdeckung und Kapazitäten.
Wer prüfen möchte, ob Glasfaser an der eigenen Adresse verfügbar ist, kann sich über das städtische Informationsangebot informieren. Hinweise zu Anbietern und zur Verfügbarkeit gibt es unter glasfaser-muenster.de. Weitere Informationen zum Glasfaser- und Mobilfunkausbau stellt die Stadt außerdem über citeq.de/internetversorgung-in-muenster bereit.
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