
Feuerwehr Dresden erlebt einsatzreiche Nacht mit mehreren Bränden
Die Feuerwehr Dresden Einsätze der vergangenen 24 Stunden zeigen eine außergewöhnlich hohe Belastung für Rettungsdienst und Feuerwehr. Nach Angaben der Feuerwehr wurde der Rettungsdienst 257-mal alarmiert. In 67 Fällen musste ein Notarzt eingesetzt werden. Dazu kamen 51 qualifizierte Krankentransporte und fünf Alarmierungen für den Rettungshubschrauber im Leitstellenbereich. Auch die Feuerwehr war stark gefordert. Sie rückte zu 12 Brandeinsätzen, 20 Hilfeleistungen und einem Fehlalarm durch eine automatische Brandmeldeanlage aus.
Besonders in der Nacht zum Sonntag mussten die Einsatzkräfte nach Angaben der Feuerwehr nahezu pausenlos von einer Einsatzstelle zur nächsten fahren. Neben mehreren Bränden in der Äußeren Neustadt beschäftigten auch ein Feuer auf einer Baustelle, ein stark verrauchte Wohnung und weitere kleinere Brandstellen die Feuerwehr. Die Zahl der Brandeinsätze blieb damit auf einem hohen Niveau.
Auch tagsüber waren die Einsatzkräfte bereits mehrfach gefordert. Neben technischen Hilfeleistungen und Bränden kam es unter anderem zu einer Tierrettung an einem Kirchengebäude in der Albertstadt. Dort musste ein Turmfalke aus einer misslichen Lage am Dach befreit werden.
Am Samstagvormittag wurde die Feuerwehr zur St.-Martins-Kirche an der Stauffenbergallee in der Albertstadt alarmiert. Passanten hatten einen offenbar hilflosen Turmfalken an dem Kirchengebäude bemerkt. Der Vogel befand sich nach Feuerwehrangaben in einer Dachkehle auf der Nordseite des Kirchendaches in etwa 15 Metern Höhe.
Bei der Erkundung stellte sich heraus, dass der Turmfalke mit einem Bein zwischen einem Blitzableiter und dem Dachblech eingeklemmt war. Ein Mitarbeiter des Gerätewagens Tierrettung wurde mit Absturzsicherung ausgerüstet und gelangte mit der Drehleiter zur Einsatzstelle. Der Greifvogel konnte schonend befreit und anschließend in eine Wildvogelauffangstation gebracht werden. Augenscheinlich blieb er unverletzt.
Am Samstagnachmittag wurde die Feuerwehr zum Wiener Platz in der Seevorstadt gerufen. Ein 62-jähriger blinder Mann benötigte Hilfe, weil ein Teil seines Blindenstocks in einen Lichtschacht vor einem Hotel gefallen war. Der Stock lag rund zwei Meter tief und war für den Mann nicht erreichbar.
Die Einsatzkräfte entfernten die Abdeckung des Lichtschachtes und bargen den Blindenstock mithilfe eines Steckleiterteils. Anschließend konnte der Stock dem Besitzer zurückgegeben werden. Im Einsatz waren sechs Kräfte der Feuer- und Rettungswache Altstadt.
Am frühen Samstagabend rückte die Feuerwehr zunächst zum Diebweg in Trachenberge aus. Gemeldet worden war ein Vegetationsbrand im Bereich der Großenhainer Straße. Vor Ort fanden die Einsatzkräfte jedoch brennenden Unrat auf einer alten Betonbrücke. Mehrere Lkw-Reifen, Äste und Hanfseile standen in Vollbrand. Da die Stelle für Fahrzeuge schlecht erreichbar war, erfolgte die Brandbekämpfung zu Fuß mit Kleinlöschgeräten.
Kurz darauf brannte in der Weidentalstraße in Cotta eine etwa zwei Meter hohe Koniferenhecke auf einer Länge von rund 15 bis 20 Metern. Das Feuer befand sich unmittelbar neben einem Wohnhaus und einem abgestellten Fahrzeug. Ein zufällig vorbeifahrendes Notarzteinsatzfahrzeug leitete erste Löschmaßnahmen mit einem Pulverlöscher ein. Die Feuerwehr löschte anschließend mehrere Brandstellen. Verletzt wurde niemand.
In der Nacht zum Sonntag wurden im Bereich des Alaunparks mehrere brennende Mülltonnen gemeldet. Die erste Alarmierung ging um 00.04 Uhr ein. Während die Einsatzkräfte am Bischofsweg bereits löschten, wurde gegen 00.26 Uhr ein weiterer Brand nur wenige Häuser entfernt gemeldet. Später kam um 01.08 Uhr ein weiterer brennender Müllbehälter auf dem Alaunplatz hinzu.
Die Feuerwehr konnte alle Brände schnell löschen und eine Ausbreitung auf benachbarte Gebäude verhindern. Personen wurden nicht verletzt. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Insgesamt waren 12 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache Albertstadt im Einsatz.
Fast zeitgleich zu den Bränden in der Neustadt wurde die Feuerwehr zu einem Mehrfamilienhaus an der Georg-Palitzsch-Straße in Prohlis alarmiert. Aus einer Wohnung im dritten Obergeschoss drang dichter Rauch aus einem Fenster. Außerdem war ein Rauchwarnmelder zu hören.
Die zuerst eingetroffenen Polizeikräfte verschafften sich Zugang zur Wohnung und brachten einen schlafenden 35-jährigen Bewohner ins Freie. Ein Trupp der Feuerwehr ging unter Atemschutz in die Wohnung vor. Als Ursache stellte sich ein stark verschmorter Braten in einem eingeschalteten Backofen heraus. Die Feuerwehr nahm den Backofen außer Betrieb und belüftete die Wohnung. Der Bewohner konnte später zurückkehren.
Gegen 2.07 Uhr wurde die Feuerwehr zu einer Baustelle an der Radeberger Straße in der Radeberger Vorstadt alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war ein Feuerschein sichtbar. Vor Ort brannte ein rund 2,7 Tonnen schwerer Minibagger in voller Ausdehnung. Das Feuer hatte zudem auf einen daneben abgestellten Zweiachsanhänger übergegriffen.
Weil die Einsatzstelle in der Nähe eines Waldgebietes lag, konnte eine Ausbreitung auf die Vegetation zunächst nicht ausgeschlossen werden. Ein Trupp unter Atemschutz bekämpfte das Feuer mit einem Strahlrohr. Wegen austretender Betriebsstoffe, insbesondere Hydraulikflüssigkeit, setzte die Feuerwehr zusätzlich Schwerschaum ein. Verletzt wurde niemand. Mit Tagesanbruch übernahm die Kriminaltechnik die Brandursachenermittlung.
Nach dem Baggerbrand wurden Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache Albertstadt erneut alarmiert. In der Tannenstraße in der Äußeren Neustadt brannte Unrat direkt an einer Gebäudefassade. Die Flammen hatten bereits auf mehrere Hausanschlusskästen eingewirkt.
Aus Sicherheitsgründen löschte die Feuerwehr zunächst aus Entfernung mit einem C-Rohr. Anschließend kontrollierten die Einsatzkräfte die betroffenen Bereiche mit einer Wärmebildkamera. Während der laufenden Maßnahmen meldeten Passanten außerdem Rauch aus einem öffentlichen Abfallbehälter am Eingang des Alaunparks im Bereich Tannenstraße und Hans-Oster-Straße. Auch dieser Schwelbrand wurde gelöscht. Die Einsatzstelle wurde an die Polizei übergeben.
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