
Die HBO-Serie Euphoria wird nicht mit einer vierten Staffel fortgesetzt. Nach dem Finale der dritten Staffel gilt die Geschichte um Rue Bennett und die Figuren aus ihrem Umfeld als abgeschlossen. Serienschöpfer Sam Levinson hat das Ende der Produktion bestätigt, HBO bestätigte die Entscheidung ebenfalls gegenüber US-Branchenmedien. Damit endet eine der meistdiskutierten Serien der vergangenen Jahre nach drei regulären Staffeln und zwei Sonderfolgen. Die dritte Staffel war am 12. April 2026 bei HBO gestartet und umfasste acht Episoden. Mit dem Ende von Euphoria verliert HBO eine seiner international erfolgreichsten Serien der vergangenen Jahre.
Serienschöpfer Sam Levinson begründete das Ende damit, dass die Geschichte, die Euphoria erzählen sollte, jetzt vollständig erzählt sei. Euphoria hatte Sucht und ihre Folgen seit der ersten Staffel offen thematisiert. Mit dem Abschluss der dritten Staffel sei die dramaturgische Entwicklung der zentralen Figur Rue Bennett, gespielt von Zendaya, zu einem Ende gekommen. Levinson äußerte sich zu dem Beschluss in Interviews mit den US-Branchenmedien Variety und The Hollywood Reporter. HBO bestätigte die Entscheidung offiziell. Die Entscheidung, keine vierte Staffel zu produzieren, hatte sich in jüngster Zeit angedeutet, da Levinson sich in Interviews zurückhaltend geäußert hatte. Nunmehr ist das Ende definitiv.
Angus Cloud, der in Euphoria die Figur Fez spielte, war im Juli 2023 an einer versehentlichen Überdosis gestorben. Sein Tod gehörte zu den Ereignissen, die den Abschluss der Serie beeinflussten. Im Finale der dritten Staffel taucht seine Figur Fez in Rückblenden auf. Levinson erklärte, er habe Clouds Figur in der Serie am Leben halten wollen. Er sagte, Angus Cloud habe mehr Zeit, ein längeres, volleres Leben verdient. Die Entscheidung, den verstorbenen Schauspieler durch vorhandenes Material in das Finale einzubauen, beschreibt keine neue Handlung, sondern den Versuch, die Figur respektvoll zu verabschieden.
Zwischen der zweiten und der dritten Staffel lagen mehrere Jahre. Die Verzögerungen hatten nach übereinstimmenden Medienberichten verschiedene Ursachen. Dazu gehörten Produktionsverschiebungen, die Hollywood-Streiks im Jahr 2023, umfangreiche Überarbeitungen an den Drehbüchern und die Terminlage eines inzwischen sehr gefragten Ensembles. Zendaya, Sydney Sweeney und Jacob Elordi haben sich in der Zwischenzeit zu internationalen Stars entwickelt, die durch andere Verpflichtungen schwierig zu koordinieren waren. Auch der Tod von Angus Cloud und Produzent Kevin Turen im Jahr 2023 hatte Auswirkungen auf die Produktion.
Euphoria startete 2019 bei HBO und entwickelte sich rasch zu einem international beachteten Serienphänomen. Die Serie thematisierte Sucht, Identität, Sexualität und psychische Gesundheit junger Menschen auf eine Weise, die breite gesellschaftliche Diskussionen auslöste. Zendaya wurde für ihre Hauptrolle mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Emmy Award. Mit dem Ende nach Staffel 3 schliesst sich ein Kapitel der Fernsehgeschichte, das weit über sein unmittelbares Publikum hinaus Einfluss auf Popkultur, Mode und öffentliche Debatten hatte. Der Stil der Serie, ihre Ästhetik und ihre Darstellung schwieriger Themen prägten eine Ära des Streaming-Fernsehens. Für Fans und die Popkulturwelt markiert das Ende ein Ereignis, das über das reine Ausbleiben einer neuen Staffel hinausgeht. Euphoria bleibt als kulturelles Phänomen der frühen 2020er Jahre in Erinnerung, auch wenn keine weiteren Folgen mehr kommen werden.
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