
Die Joko und Klaas Ukraine Doku „#dontlookaway“ hat am Donnerstagabend den Alltag von Menschen an der Kriegsfront in der Ost-Ukraine gezeigt. Joko Winterscheidt, Klaas Heufer-Umlauf und ProSieben nutzten dafür eine erspielte Prime-Time-Sendezeit, die sonst meist auf 15 Minuten begrenzt ist. Diesmal wurde daraus eine mehrstündige, werbefreie Dokumentation. Im Mittelpunkt standen sechs Perspektiven aus der Ukraine. Der Film zeigte Menschen, die selbst festlegten, was sie über ihren Alltag erzählen und was sie aus ihrem Leben im Krieg sichtbar machen wollten.
Ausgangspunkt der Ausstrahlung war ein Sieg von Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf in der Sendung „Alle von ProSieben gegen Joko & Klaas“. Dadurch gewannen sie Sendezeit am Donnerstag zur Prime Time. Normalerweise gehört ihnen bei „Joko & Klaas LIVE“ ein 15-minütiger Programmplatz, dessen Inhalt vorab nicht bekannt ist. Für „#dontlookaway“ wurde diese Sendezeit deutlich ausgeweitet. ProSieben änderte das Abendprogramm und zeigte ab 20.15 Uhr eine mehrstündige Dokumentation ohne Werbung. Der Film ist anschließend kostenlos auf Joyn und YouTube verfügbar.
Für die Dokumentation wurden Kameras in die Ukraine geschickt. Die Beteiligten wurden gefragt, was sie über ihren Alltag erzählen und was andere sehen sollten. Zu den Protagonisten gehören Andriy, Chirurg einer unabhängigen Luftlandebrigade, Bogdan aus einem Freiwilligenverband in Kramatorsk, Gennadiy von der Evakuierungseinheit „Weißer Engel“ und Polizeioberstleutnant im Gebiet Donezk, Olha von „Parks of Kherson“ des Stadtrats von Kherson sowie Dmytro, Drohnenpilot eines Aufklärungsbataillons der ukrainischen Luftangriffstruppen. Kontaktperson Vadim lebt ebenfalls in der Ukraine, führte Interviews und begleitete die Erzählung.
Nach Angaben von ProSieben verfolgten im Schnitt 9,7 Prozent der 14- bis 49-jährigen Zuschauerinnen und Zuschauer die besondere Dokumentation am Donnerstagabend. Über den gesamten Abend hinweg schalteten demnach 2,88 Millionen Menschen ab drei Jahren linear ein. Die Zahlen zeigen, dass die ungewöhnliche Programmänderung ein großes Publikum erreichte. Inhaltlich setzte die Joko und Klaas Ukraine Doku nicht auf eine klassische Studioaktion, sondern auf direkte Einblicke aus einem Land, in dem der Krieg den Alltag vieler Menschen weiterhin bestimmt.
Über der gesamten Dokumentation steht der Appell „#dontlookaway“. Der Film zeigt keine abstrakte Lagebeschreibung, sondern Perspektiven einzelner Menschen, die in der Ost-Ukraine leben oder arbeiten. Sie dokumentieren einen Tag aus ihrem Leben an der Kriegsfront. Dadurch entsteht ein Blick auf medizinische Versorgung, Evakuierungen, freiwillige Hilfe, Drohneneinsätze und das Leben in Regionen, die unmittelbar vom Krieg betroffen sind. ProSieben beschreibt die Produktion als das, was die Beteiligten selbst zeigen wollten.
„Joko & Klaas LIVE“ wurde in der Vergangenheit immer wieder für gesellschaftliche Themen genutzt. Auch diesmal stand keine Unterhaltung im Mittelpunkt, sondern eine dokumentarische Sonderausstrahlung. Joko, Klaas und ProSieben verlängerten die übliche Viertelstunde und räumten dafür mehrere Stunden im Hauptabendprogramm frei. Produziert wurde „#dontlookaway“ von Florida Entertainment. Die nächste reguläre Ausgabe von „Joko & Klaas gegen ProSieben“ läuft nach Senderangaben am Mittwoch, 10. Juni 2026, um 20.15 Uhr auf ProSieben und bei Joyn.
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