Münster und Umland rücken bei Verkehr, Schulen und Wohnen enger zusammen

Wegen Sperrungen an der Haltestelle Neutor/Schlossplatz Nord gilt ein neuer Plan für die Herbstsend Münster Anreise – alle Buslinien und Alternativen im Überblick.
Foto: David Olef

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Münster und seine Nachbarkommunen wollen zentrale Zukunftsfragen stärker gemeinsam angehen. Beim vierten Rätetreffen der Stadtregion Münster kamen am Mittwoch, 10. Juni 2026, rund 200 Ratsmitglieder, Verwaltungsmitarbeiter und Unterstützer des Kommunalverbundes im LWL-Museum für Kunst und Kultur zusammen. Im Mittelpunkt standen bessere Stadt-Umland-Verbindungen, klimafreundliche Mobilität, Schulentwicklung und bezahlbares Wohnen.

Zur Stadtregion Münster gehören neben Münster die Kommunen Altenberge, Ascheberg, Drensteinfurt, Everswinkel, Greven, Havixbeck, Nottuln, Ostbevern, Senden, Sendenhorst und Telgte. In dem Verbund leben rund eine halbe Million Menschen. Viele Wege führen täglich nach Münster: Rund 30.000 Menschen pendeln aus den Nachbarkommunen in die Stadt, etwa zur Arbeit oder zur Schule.

Katrin Reuscher übernimmt den Vorsitz

Beim Treffen wurde auch die Spitze des Kommunalverbundes neu besetzt. Havixbecks Bürgermeister Jörn Möltgen gab den Vorsitz an Katrin Reuscher, Bürgermeisterin von Sendenhorst, ab. Sie vertritt die Stadtregion Münster künftig nach außen. Ihr Stellvertreter wird Sebastian Täger, Bürgermeister der Gemeinde Senden.

Münsters Oberbürgermeister Tilman Fuchs betonte laut Stadt die Bedeutung des regelmäßigen Austauschs zwischen den Kommunen. Gerade bei wachsenden Herausforderungen brauche es abgestimmtes Handeln über Stadt- und Gemeindegrenzen hinweg.

Bessere Verbindungen zwischen Münster und dem Umland

Ein Schwerpunkt war die Mobilität. Mit dem neuen Handlungsfeld Nahverkehrsplanung soll die Zusammenarbeit beim ÖPNV vertieft werden. Der derzeit entstehende vierte Nahverkehrsplan der Stadt Münster soll dabei auch mit den Planungen der umliegenden Kreise verknüpft werden.

Auch der Radverkehr bleibt ein wichtiges Thema. Die Velorouteninitiative besteht seit zehn Jahren. Ihre 14 Radvorrangrouten verbinden Münster mit den Umlandkommunen und sollen klimafreundliche Alltagsmobilität erleichtern. Zum Jubiläum wurde die überarbeitete Plattform veloregion.de vorgestellt.

Schulen und Wohnen werden gemeinsam gedacht

Neu in der Zusammenarbeit ist die Schulentwicklungsplanung. Die Kommunen wollen sich früher über Schülerzahlen, Schulangebote und mögliche Veränderungen austauschen. Grundlage dafür ist eine erste gemeinsame Schulstatistik der Stadtregion.

Auch bezahlbares Wohnen bleibt eine zentrale Aufgabe. Neue Prognosen zum Wohnraumbedarf sollen den Kommunen Orientierung für ihre Baulandpolitik geben. Ein Teil der Städte und Gemeinden will zudem ab diesem Sommer in der interkommunalen Genossenschaft Münsterland WohnWert zusammenarbeiten, um Flächen zu entwickeln und Planungsprozesse effizienter zu gestalten.

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