
Nur einen Monat nach seiner festen Verpflichtung könnte sich die Zukunft von Daisuke Yokota bei Hannover 96 erneut zum Transferthema entwickeln. Nach Informationen von Sky soll der japanische Offensivspieler einen Wechselwunsch hinterlegt haben. Eine Bestätigung des Vereins gibt es bislang nicht.
Nach Angaben von Sky soll Yokota den Verantwortlichen von Hannover 96 mitgeteilt haben, dass er den Verein in diesem Sommer verlassen möchte. Als Ziel strebe der 26-Jährige demnach einen Wechsel in die Bundesliga an. Berichten zufolge sollen ihm bereits mehrere Angebote vorliegen.
Konkrete Interessenten wurden allerdings nicht genannt. Auch die angeblichen Angebote sind bislang nicht von den beteiligten Vereinen bestätigt worden. Hannover 96 soll weiterhin mit Yokota planen und derzeit nicht an einem Verkauf interessiert sein. Der Wechselwunsch und die Haltung des Vereins beruhen damit ausschließlich auf Medienberichten.
Hannover 96 hatte Yokota in der vergangenen Saison zunächst von KAA Gent ausgeliehen. Am 16. Juni teilte der Zweitligist offiziell mit, dass die vereinbarte Kaufoption gezogen und der Japaner fest verpflichtet wurde. Sein Vertrag bei den Niedersachsen läuft bis zum 30. Juni 2029.
Zur Höhe der Ablöse machte Hannover keine Angaben. In den Medien werden unterschiedliche Summen genannt. Die Neue Presse berichtete von rund 1,5 Millionen Euro, während Sky und ntv von zwei Millionen Euro ausgingen. Eine konkrete Ablösesumme lässt sich deshalb derzeit nicht als gesicherte Tatsache nennen.
Yokota kam in der Zweitligasaison 2025/26 auf 30 Einsätze. Dabei erzielte er fünf Tore und bereitete vier weitere Treffer vor. Mit seinen fünf Toren war er Hannovers zweitbester Torschütze. Der Linksfuß kann sowohl auf dem rechten Flügel als auch im offensiven Zentrum eingesetzt werden.
Seine neun direkten Torbeteiligungen waren ein wesentlicher Grund dafür, dass Hannover die Kaufoption nutzte. Der Verein hatte Yokota ausdrücklich als Spieler eingeplant, der auch in der neuen Saison eine wichtige Rolle in der Offensive übernehmen sollte. Die mögliche Abgabe würde deshalb nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine sportliche Lücke verursachen.
Durch den Vertrag bis 2029 befindet sich Hannover 96 in einer starken Verhandlungsposition. Ein Wechselwunsch allein verpflichtet den Klub nicht zu einem Verkauf. Ohne eine Einigung über die Ablöse müsste Yokota seinen Vertrag bei den Niedersachsen erfüllen.
Da Hannover den Spieler erst vor wenigen Wochen fest verpflichtet hat, dürfte ein Interessent ein Angebot vorlegen müssen, das den sportlichen Verlust und die vorherige Investition aus Sicht des Zweitligisten rechtfertigt. Solange weder ein konkreter Verein noch ein bestätigtes Angebot bekannt ist, bleibt offen, ob aus dem berichteten Wechselwunsch tatsächlich ein Transfer entsteht.
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