
Münster. Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ hat für Freitag, 24. Juli 2026, eine Mahnwache vor dem Amtsgericht Münster angekündigt. Die Versammlung beginnt um 12 Uhr, zwei Stunden vor dem geplanten Beginn einer Gerichtsverhandlung gegen den Niederländer Stefan Wijkamp. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe müssen nun vor Gericht geklärt werden.
Wijkamp, der unter dem Namen „Holland-Hitler“ bekannt geworden ist, muss sich ab 14 Uhr vor dem Amtsgericht verantworten. Ihm werden Volksverhetzung und die Verherrlichung des Nationalsozialismus vorgeworfen. Anlass sollen Äußerungen bei einem rechtsextremen Aufmarsch in Münster gewesen sein.
Im vergangenen Jahr hatte die Partei „Die Heimat“, früher NPD und zeitweise unter anderem Namen aktiv, mehrere Aufmärsche in Münster organisiert. Ob sich der Angeklagte strafbar gemacht hat, ist Gegenstand der Verhandlung. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt die Unschuldsvermutung.
Mit der Mahnwache möchte das Bündnis ein Zeichen gegen Rechtsextremismus setzen und verhindern, dass sich Unterstützer des Angeklagten vor dem Gerichtsgebäude versammeln. „Wir sind vor Ort und präsent, wenn Nazis in die Stadt kommen“, erklärt Bündnissprecher Carsten Peters.
Die Mahnwache beginnt nach Angaben der Organisatoren um 12 Uhr vor dem Amtsgericht. „Um 14 Uhr beginnt die Verhandlung drinnen“, so Peters. Angaben zur erwarteten Teilnehmerzahl liegen bislang nicht vor.
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