RWE verspielt 2:0-Führung und geht in Saarbrücken 2:5 unter

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Rot-Weiss Essen hat einen möglichen Traumstart in die neue Drittliga-Saison aus der Hand gegeben. Beim 1. FC Saarbrücken führte RWE nach einer halben Stunde bereits mit 2:0, verlor anschließend aber komplett den Zugriff auf die Partie und musste sich am Ende mit 2:5 geschlagen geben. Besonders bitter aus Essener Sicht: Noch vor der Pause war der komfortable Vorsprung bereits vollständig aufgebraucht.

Hüning und Telalovic bringen RWE früh auf Kurs

Dabei begann der Nachmittag für Essen nahezu ideal. Nach zehn Minuten köpfte Ben Hüning die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat nach einer Ecke von Lucas Brumme mit 1:0 in Führung. RWE blieb gefährlich und legte in der 30. Minute nach: Semir Telalovic traf bei seinem Einstand zum 2:0. Zu diesem Zeitpunkt hatte Essen die Partie scheinbar unter Kontrolle und sich eine starke Ausgangslage erarbeitet.
Doch Saarbrücken antwortete sofort. Nur drei Minuten nach dem zweiten Essener Treffer verkürzte Mladen Cvjetinovic auf 1:2. Danach kippte die Partie zunehmend. RWE kam kaum noch zu längeren Ballbesitzphasen, während der FCS immer mehr Druck entwickelte. Kurz vor der Pause folgte der nächste Rückschlag: Christian Kühlwetter traf nach Vorarbeit von Florian Pick zum 2:2. Aus einer 2:0-Führung war innerhalb von 15 Minuten wieder ein völlig offenes Spiel geworden.

Nach der Pause verliert Essen den Zugriff

Auch nach dem Seitenwechsel fand RWE nicht dauerhaft zurück zu seinem Spiel. Saarbrücken übernahm mehr und mehr die Kontrolle, während Essen offensiv nur noch selten für Entlastung sorgte. Trainer Uwe Koschinat reagierte mit mehreren Wechseln, doch die Gastgeber blieben das gefährlichere Team. In der 74. Minute fiel schließlich das 3:2: Nach einem Schuss von Florian Pick sprang der Ball vom Pfosten direkt vor die Füße von Kai Brünker, der zur ersten Saarbrücker Führung einschob.

RWE versuchte in der Schlussphase noch einmal zu reagieren, konnte Saarbrückens Defensive aber kaum ernsthaft unter Druck setzen. Stattdessen machte der FCS die Partie endgültig zu. Siemen Voet erhöhte in der 89. Minute nach einem Freistoß von Pick auf 4:2, in der Nachspielzeit setzte Kelsey Owusu mit dem fünften Saarbrücker Treffer den Schlusspunkt.

RWE zahlt für den Kontrollverlust einen hohen Preis

Aus Essener Sicht dürfte vor allem die Art der Niederlage ärgern. RWE hatte sich mit der frühen 2:0-Führung eine hervorragende Position erarbeitet, gab diese aber noch vor dem Seitenwechsel vollständig aus der Hand. Saarbrücken gewann danach zunehmend die entscheidenden Duelle, während Essen defensiv immer stärker unter Druck geriet und offensiv kaum noch für längere Entlastungsphasen sorgte.

Das 2:5 wirkt am Ende deutlich, obwohl RWE über weite Strecken der ersten Halbzeit gut im Spiel war. Gerade deshalb fällt der Fehlstart schmerzhaft aus: Statt mit einem Auswärtssieg in die Saison zu starten, steht Essen nach einem Spiel ohne Punkt da – und muss vor allem aufarbeiten, warum eine Zwei-Tore-Führung innerhalb weniger Minuten verloren ging.

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