
Münster. Eine der wichtigsten Baustellen in Münster steht kurz vor dem Abschluss. An der sogenannten „Spinne“ an der B51 in Münster sollen die neuen Brücken noch im August vollständig für den Verkehr freigegeben werden. Nach dem derzeit vorliegenden Stand ist die Freigabe für Mittwoch, 26. August 2026, vorgesehen. Damit würde nach rund zweieinhalb Jahren eine entscheidende Phase der Arbeiten an dem stark belasteten Verkehrsknoten enden. Betroffen ist der Bereich, in dem die B51 beziehungsweise die Umgehungsstraße auf die Weseler Straße und die Verbindung zum Autobahnkreuz Münster-Süd trifft.
Auf den beiden neuen Brücken rollt der Verkehr bereits, teilweise allerdings noch einspurig. Nach Angaben von Straßen.NRW sind dafür Restarbeiten und der Rückbau provisorischer Verkehrsführungen verantwortlich. Die offizielle Projektplanung sieht vor, beide Brücken im August 2026 zweistreifig freizugeben. Nach einem aktuellen Bericht soll dies am 26. August geschehen. Zu dem Termin wird demnach auch NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer in Münster erwartet. Der konkrete Termin und seine Teilnahme waren in den bislang veröffentlichten Projektinformationen von Straßen.NRW jedoch noch nicht gesondert bestätigt.
Straßen.NRW hat an der „Spinne“ zwei ältere Brückenbauwerke der B51 vollständig ersetzt. Sie verbinden die A43 beziehungsweise das Autobahnkreuz Münster-Süd mit der Umgehungsstraße. Die alten Bauwerke mussten wegen ihres Alters und ihrer eingeschränkten Belastbarkeit erneuert werden. Zunächst entstand eine neue Rampenbrücke zur Umgehungsstraße, anschließend folgte die deutlich größere Verbindung in Richtung Autobahn. Die alte große Brücke war rund 210 Meter lang und wurde Anfang Oktober 2024 innerhalb von nur vier Tagen abgebrochen.
Die Vorarbeiten hatten bereits im Januar 2024 begonnen. Während der Sommerferien 2024 wurde die kleinere Brücke ersetzt und Ende August wieder freigegeben. Danach sorgte eine Behelfsbrücke dafür, dass die Verbindung zur Autobahn während des Neubaus möglichst erhalten blieb. Seit dem 19. Juni 2026 läuft der Verkehr bereits über die neue große Brücke.
Ursprünglich hatte Straßen.NRW mit etwa viereinhalb Jahren Bauzeit gerechnet. Durch eine beschleunigte Planung und den Einsatz vorgefertigter Brückenelemente konnte die Dauer auf ungefähr zweieinhalb Jahre reduziert werden. Beim ersten Bauwerk lagen zwischen Abbruch und dem Auflegen der neuen Brückenlängsträger nach Angaben des beteiligten Bauunternehmens lediglich 24 Tage. Nach rund sieben Wochen war die Brücke fertig.
Straßen.NRW sieht das Projekt als Beispiel dafür, wie sich größere Brückenneubauten künftig beschleunigen lassen. Nach Darstellung des Landesbetriebs wurden in Nordrhein-Westfalen bisher keine zwei Brücken dieser Größenordnung innerhalb eines vergleichbaren Verkehrsknotens in ähnlich kurzer Zeit ersetzt.
Straßen.NRW nennt für die beiden Ersatzneubauten Kosten von rund 37 Millionen Euro. Kostenträger ist die Bundesrepublik Deutschland, da die B51 eine Bundesstraße ist. In anderen veröffentlichten Angaben war zuletzt auch von 38,5 Millionen Euro die Rede. Der offizielle Projektwert von Straßen.NRW liegt derzeit bei rund 37 Millionen Euro.
Auch nach der vollständigen Verkehrsfreigabe sind noch einzelne Arbeiten vorgesehen. Dazu zählen unter anderem Rückbau-, Lärmschutz- und Restarbeiten, die teilweise bis in den Herbst 2026 reichen können. Für Autofahrer wäre die zweistreifige Öffnung dennoch der entscheidende Schritt: Eines der größten Nadelöhre auf der Verbindung zwischen Münsters Umgehungsstraße und der A43 würde damit weitgehend verschwinden.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu