
Warendorf. Nach mehreren Auseinandersetzungen beim Schützenfest in Beckum-Roland hat die Polizei acht Ermittlungsverfahren eingeleitet. In der Nacht zu Sonntag, 16. August 2026, wurden zunächst zwei Männer verletzt. Später eskalierte ein Streit innerhalb einer größeren Personengruppe. Dabei wurden nach Angaben der Polizei auch Einsatzkräfte beleidigt, behindert und körperlich angegangen.
Die Polizei Warendorf sucht nun Zeugen, die Angaben zu den Vorfällen oder zu bislang unbekannten Beteiligten machen können.
Der erste Vorfall ereignete sich nach Angaben der Polizei gegen 2.30 Uhr an der Augustastraße in Beckum-Roland. Im Umfeld des dortigen Schützenfestes kam es demnach zu zwei Körperverletzungen. Ein 27 Jahre alter Mann aus Kamen und ein 26-jähriger Beckumer wurden von bislang unbekannten Personen mit Gläsern im Gesicht verletzt.
Beide Männer erlitten nach Polizeiangaben leichte Verletzungen. Rettungskräfte brachten sie zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser. Wer für die beiden Körperverletzungen verantwortlich ist, war zunächst nicht geklärt.
Etwa eine halbe Stunde später kam es zu einem weiteren größeren Polizeieinsatz. Gegen 3.05 Uhr geriet eine Gruppe von rund 30 Personen in Streit. Als Polizeibeamte eintrafen und Maßnahmen einleiteten, wurden sie laut Mitteilung von mehreren Beteiligten beleidigt und behindert.
Die Situation verschärfte sich weiter. Nach Darstellung der Polizei wurden Einsatzkräfte geschubst. Zudem soll eine junge Frau versucht haben, einen Polizisten gegen den Kopf zu treten. Erst mit Unterstützung einer größeren Zahl weiterer Einsatzkräfte gelang es, die Lage zu beruhigen.
Im Zuge des Einsatzes wurde eine 14-jährige Beckumerin ebenso wie ein 16-jähriger Beckumer an die jeweiligen Eltern übergeben. Einen 20 Jahre alten Mann aus Beckum nahmen die Beamten in Gewahrsam und brachten ihn zur Polizeiwache nach Ahlen.
Insgesamt leitete die Polizei nach den Ereignissen acht Ermittlungsverfahren ein. Welche konkreten Straftatbestände in den einzelnen Verfahren geprüft werden, teilte die Polizei zunächst nicht im Detail mit. In mehreren Fällen sind die Tatverdächtigen bislang noch nicht bekannt.
Die Ermittler bitten deshalb Personen, die die Auseinandersetzungen während des Schützenfestes beobachtet haben oder Hinweise zu beteiligten Personen geben können, sich bei der Polizei zu melden.
Hinweise nimmt die Polizei Beckum unter der Telefonnummer 02521/911-0 oder per E-Mail an [email protected] entgegen.
Die Stadtverwaltung und die Polizei werden die Entwicklung am Servatiiplatz eng begleiten und, wenn nötig, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten eingreifen. Die Stadt wird immer dann als Ordnungsbehörde tätig, wenn geltende Regeln verletzt und die öffentliche Sicherheit durch konkrete Verhaltensweisen von Personen gefährdet wird.
Am Servatiiplatz kommt es immer wieder zu Zwischenfällen. Erst kürzlich gerieten dort zwei Männer in einen Streit, der in einer körperlichen Auseinandersetzung endete. Die Polizei konnte die Kontrahenten trennen und hat ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den 17-jährigen Tatverdächtigen eingeleitet.
Eine spezielle Ermittlungskommission der Polizei kümmert sich um den Servatiiplatz. In den vergangenen acht Wochen hat diese bereits 25 Strafverfahren eingeleitet. Zudem wurde ein 22-jähriger Tatverdächtiger festgenommen, der im Verdacht steht, über einen längeren Zeitraum am Servatiiplatz mit Marihuana und Kokain gehandelt zu haben
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