
Christopher Nolans „Die Odyssee“ hat einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht. Rund einen Monat nach dem deutschen Kinostart hat das Action-Epos die Marke von drei Millionen Besucherinnen und Besuchern überschritten. Damit erhält der Film die Goldene Leinwand des deutschen Kinoverbands HDF KINO. International fällt der Erfolg noch größer aus: Gemessen am weltweiten, nicht inflationsbereinigten Einspielergebnis ist „Die Odyssee“ inzwischen der umsatzstärkste Film in Nolans bisheriger Regiekarriere.
Der HDF KINO bestätigte die Überschreitung der Drei-Millionen-Marke am Dienstag, 18. August 2026. Die Goldene Leinwand wird an Filme vergeben, die innerhalb von 18 Monaten nach ihrem Kinostart mindestens drei Millionen Besucherinnen und Besucher in Deutschland erreichen. „Die Odyssee“ benötigte dafür nur rund einen Monat.
Für Christopher Nolan ist es bereits die vierte Goldene Leinwand. Zuvor erreichten „Inception“ aus dem Jahr 2010, „The Dark Knight Rises“ von 2012 und „Oppenheimer“ aus dem Jahr 2023 die dafür erforderliche Besucherzahl in deutschen Kinos. Damit gehört auch Nolans jüngster Film zu seinen größten Publikumserfolgen auf dem deutschen Markt.
Der Erfolg setzte sich zuletzt trotz neuer Konkurrenz im Kinoprogramm fort. Noch Mitte vergangener Woche lag der Film bei rund 2,66 Millionen verkauften Tickets. Nach dem folgenden Wochenende fehlte nur noch ein vergleichsweise kleiner Abstand zur Drei-Millionen-Marke, die nun offiziell überschritten ist.
International hatte „Die Odyssee“ bereits vor dem deutschen Meilenstein einen Rekord erreicht. Anfang August stieg das weltweite Einspielergebnis auf 1,104 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf der Film „The Dark Knight Rises“, der seit 2012 mit rund 1,085 Milliarden Dollar Nolans umsatzstärkste Regiearbeit gewesen war. Die Werte beziehen sich auf die nominalen Kinoeinnahmen und sind nicht um die Inflation bereinigt.
Seitdem sind die Einnahmen weiter gestiegen. Nach den Rentrak-Zahlen für das Wochenende vom 14. bis 16. August lag „Die Odyssee“ weltweit bei mehr als 1,29 Milliarden Dollar. Allein in den USA und Kanada hatte der Film zu diesem Zeitpunkt rund 504,7 Millionen Dollar eingespielt. Damit hat sich der Abstand zum bisherigen Nolan-Rekord deutlich vergrößert.
Auch fünf Wochen nach dem nordamerikanischen Kinostart hielt sich der Film dort auf Platz zwei der Wochenendcharts. Am Wochenende vom 14. bis 16. August kamen in den USA und Kanada weitere rund 23,2 Millionen Dollar hinzu. International wurden für denselben Zeitraum rund 98 Millionen Dollar gemeldet.
Der kommerzielle Erfolg hatte sich bereits am ersten Wochenende abgezeichnet. Universal Pictures meldete für den weltweiten Start Einnahmen von 264,1 Millionen Dollar. Davon entfielen 124,5 Millionen Dollar auf die USA und Kanada und 139,6 Millionen Dollar auf die übrigen internationalen Märkte.
Eine wichtige Rolle spielen dabei hochwertige Kinoformate. Bereits zum Start entschied sich in den USA und Kanada nach Angaben von Universal etwa die Hälfte des Publikums für ein Premiumformat, 23 Prozent der Besucher wählten IMAX. Der Film wurde vollständig mit IMAX-Filmkameras gedreht. Mitte August hatte „Die Odyssee“ nach Rentrak-Zahlen weltweit bereits mehr als 300 Millionen Dollar allein über IMAX-Vorführungen umgesetzt.
Auch der HDF verweist beim deutschen Erfolg auf die Nachfrage nach IMAX, Premiumkinos und 70-Millimeter-Vorführungen. Der Film profitiert damit nicht nur von einer hohen Gesamtzahl verkaufter Tickets, sondern auch von Vorstellungen in besonders hochwertigen und entsprechend höherpreisigen Formaten.
Nolan schrieb und inszenierte die Adaption des Homer zugeschriebenen antiken Epos selbst und produzierte sie gemeinsam mit Emma Thomas. Im Mittelpunkt steht Odysseus, gespielt von Matt Damon, der nach dem Trojanischen Krieg versucht, in seine Heimat Ithaka zurückzukehren. Zur Besetzung gehören außerdem Tom Holland, Anne Hathaway, Robert Pattinson, Zendaya, Lupita Nyong’o und Charlize Theron.
Die Produktion gehört zugleich zu den teuersten Projekten in Nolans Karriere. Das Produktionsbudget wurde mit rund 250 Millionen Dollar angegeben, Marketingausgaben nicht eingeschlossen. Bereits das weltweite Startwochenende übertraf diese Summe beim Kinoeinspiel.
Mit mehr als drei Millionen Kinobesuchern in Deutschland und inzwischen mehr als 1,29 Milliarden Dollar weltweitem Einspielergebnis hat „Die Odyssee“ gut einen Monat nach dem Start zwei unterschiedliche Marken erreicht. Auf dem deutschen Markt gehört der Film nun offiziell zu den mit der Goldenen Leinwand ausgezeichneten Publikumserfolgen. International hat er „The Dark Knight Rises“ als Nolans umsatzstärksten Film ohne Inflationsbereinigung abgelöst.
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