
Münster. Ab Freitag, 28. August, können Münsteraner und Besucher drei Tage lang kostenlos mit Bus und Bahn durch Münster fahren. Zum NRW-Tag 2026 benötigen Fahrgäste bis einschließlich Sonntag innerhalb des Stadtgebiets kein Ticket. Gleichzeitig weiten die Stadtwerke Münster den Busverkehr deutlich aus. Viele Linien fahren häufiger und länger als an einem normalen Wochenende. Wer zum Landesfest in die Innenstadt möchte, soll damit möglichst ohne Auto unterwegs sein.
Die wichtigste Regel ist unkompliziert: Vom 28. bis 30. August 2026 sind Bus und Bahn in Münster kostenlos. Das gilt für Stadtbusse, Regional- und Schnellbusse sowie Nahverkehrszüge, sofern die Fahrt innerhalb des Münsteraner Stadtgebiets stattfindet. Ein Ticket muss nicht gekauft oder in einer App aktiviert werden – Fahrgäste können einfach einsteigen und mitfahren.
Die Regelung gilt damit nicht nur für Münsteraner, sondern auch für Besucher, die während des NRW-Tages innerhalb der Stadt unterwegs sind. Das kostenlose Angebot soll zugleich dabei helfen, den Autoverkehr rund um die großflächig gesperrte Innenstadt zu reduzieren.
Eine Besonderheit gibt es für Gäste aus anderen Teilen Nordrhein-Westfalens. Auch die An- und Abreise nach Münster kann vom 28. bis 30. August kostenlos sein. Dafür muss der elektronische Tarif eezy.nrw über eine an der Aktion teilnehmende App genutzt werden, beispielsweise über die App mobil.nrw. Außerdem muss die Fahrt in Münster beginnen oder enden.
Die Aktion gilt nach Angaben der Stadtwerke für Nahverkehrszüge in der 2. Klasse sowie für Schnell- und Regionalbusse. Wichtig ist damit die Unterscheidung: Wer sich nur innerhalb Münsters bewegt, braucht überhaupt kein Ticket. Wer aus dem übrigen NRW kostenlos nach Münster fahren möchte, muss die Fahrt über eezy.nrw abwickeln.
Neben den kostenlosen Fahrten wird zum NRW-Tag auch das Busangebot erheblich ausgeweitet. Am Freitag gilt zunächst der Ferienfahrplan. Das Tagesnetz wird jedoch bis etwa 22 Uhr verlängert. Anschließend fahren die Nachtbusse zwischen 22.25 Uhr und 1.05 Uhr im 20-Minuten-Takt. Die Nachtbuslinie N81 wird stündlich bis Sprakel verlängert, die N82 stündlich bis Gelmer.
Damit sollen Besucher auch nach den Veranstaltungen am Freitagabend ohne Auto nach Hause kommen. Der NRW-Tag beginnt am Freitag und dauert bis Sonntag. Gefeiert wird der 80. Geburtstag des Landes Nordrhein-Westfalen mit Veranstaltungen, Bühnen und insgesamt elf Themenmeilen in der Innenstadt.
Besonders umfangreich ist das Angebot am Samstag. Das Tagesnetz wird erneut bis etwa 22 Uhr verlängert. Zwischen 8 und 22 Uhr fahren fast alle Stadtbuslinien im 20-Minuten-Takt. Ausnahmen sind die Linie 17, die alle 30 Minuten fährt, und die Linie 19 mit einem stündlichen Angebot. Zusätzlich sind am Samstag die Linien 13 und 22 unterwegs.
Ab 22.25 Uhr übernehmen erneut die Nachtbusse. Bis 1.05 Uhr fahren sie im 20-Minuten-Takt. Auch dann werden die N81 stündlich nach Sprakel und die N82 nach Gelmer verlängert.
Am Sonntag gilt zunächst bis 8 Uhr der übliche Sonntagsfahrplan im Nachtnetz. Danach startet wieder das verlängerte Tagesnetz wie am Samstag. Ab 22.35 Uhr geht der Verkehr schließlich in das reguläre Nachtnetz über. Die Linie 22 fährt am Sonntag nicht.
Wer während des gesamten NRW-Tag-Wochenendes unterwegs ist, sollte dennoch vor Fahrtbeginn die elektronische Fahrplanauskunft prüfen. Wegen der zahlreichen Straßensperrungen werden mehrere Linien bereits seit dem 24. August umgeleitet. Die Änderungen dauern teilweise bis zum 1. September.
Trotz der Sperrungen bleibt der Hauptbahnhof mit allen Linien erreichbar. Für die Anreise in Richtung Innenstadt empfehlen die Stadtwerke außerdem die Haltestellen Servatiiplatz, Eisenbahnstraße, Altstadt/Bült und Ludgeriplatz.
Wer Veranstaltungen am Schlossplatz besuchen möchte, kann unter anderem an den Haltestellen Neutor/Schlossplatz Nord oder Münzstraße aussteigen. Für den Aasee eignen sich St.-Antonius-Kirche, Bismarckallee und Scharnhorststraße. Vom Hauptbahnhof aus sind außerdem viele Bereiche des Festgeländes zu Fuß erreichbar.
Einige Haltestellen mitten im Veranstaltungsbereich werden dagegen während der großflächigen Sperrung nicht angefahren. Dazu gehören unter anderem Domplatz, Prinzipalmarkt, Klemensstraße, Schlossplatz und Aegidiimarkt/LWL-Museum.
Die kostenlosen Fahrten bedeuten nicht, dass die Busse ihre normalen Strecken fahren. Von Montag, 24. August, bis einschließlich Dienstag, 1. September, werden zahlreiche Linien in der Innenstadt umgeleitet. Besonders umfangreich sind die Änderungen zwischen dem 26. und 31. August. Betroffen sind unter anderem die Linien 2, 4, 10, 11, 12, 13, 14 und 22 sowie Nacht-, Taxi- und Regionalbusse.
Die Stadtwerke weisen darauf hin, dass sich durch die Umleitungen auch Abfahrtszeiten außerhalb der Innenstadt verschieben können. Aushangfahrpläne an den Haltestellen müssen deshalb nicht in jedem Fall den während des NRW-Tages gültigen Zeiten entsprechen. Für aktuelle Verbindungen empfiehlt sich die elektronische Fahrplanauskunft.
Wer dennoch mit dem Auto nach Münster kommt, kann auf Park-and-Ride-Angebote außerhalb der Innenstadt ausweichen und von dort mit dem kostenlosen Nahverkehr weiterfahren. Zu den größeren Standorten zählen etwa der P+R-Platz am Preußenstadion mit 270 Stellplätzen und der P+R-Platz an der Weseler Straße mit 175 Stellplätzen. Beide sind grundsätzlich kostenlos. Das Parkhaus am Coesfelder Kreuz bietet 1.000 Stellplätze, ist allerdings kostenpflichtig und regulär samstags geöffnet.
Die Nutzung von Bus und Bahn dürfte zum NRW-Tag besonders attraktiv sein, da große Teile der Innenstadt für den normalen Autoverkehr gesperrt sind. Auch das Parken innerhalb des Veranstaltungsbereichs ist aus Sicherheitsgründen stark eingeschränkt.
Für Besucher des NRW-Tages ist die Regel damit einfach: Von Freitag bis Sonntag sind Fahrten mit Bus und Bahn innerhalb Münsters kostenlos – ohne Ticket und ohne vorherige Anmeldung. Gleichzeitig fahren deutlich mehr Busse als an einem normalen Wochenende.
Wer aus anderen Teilen Nordrhein-Westfalens anreist, kann ebenfalls kostenlos unterwegs sein, muss dafür jedoch eezy.nrw über eine teilnehmende App nutzen. Wegen der umfangreichen Umleitungen sollten Fahrgäste außerdem vor der Abfahrt prüfen, welche Haltestelle und Verbindung für ihr Ziel am besten geeignet ist.
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