
Münster. Mitten in Münsters Innenstadt entsteht rund um die Hauptstelle der Volksbank im Münsterland ein neues Stadtquartier. Unter dem Namen Mercatus Quartier sollen zwischen Neubrückenstraße, Roggenmarkt und Voßgasse künftig Gastronomie, Büros, Co-Working, Handel und öffentliche Aufenthaltsbereiche zusammenkommen. Die Volksbank hat die Pläne am Donnerstag, 20. August 2026, vorgestellt. Der Umbau der Hauptstelle läuft bereits seit rund zwei Jahren.
Ausgangspunkt des Projekts ist die Sanierung und Erweiterung der Volksbank-Hauptstelle an der Neubrückenstraße 66. Durch den Erwerb angrenzender Grundstücke wurde das Vorhaben nach Angaben der Bank zu einer größeren Quartiersentwicklung erweitert.
Geplant sind mehrere miteinander verbundene Gebäude, öffentliche Passagen und neue Aufenthaltsflächen. Damit soll der bislang vor allem als Bankstandort wahrgenommene Bereich stärker für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Das Projekt soll sich zugleich mit der geplanten Aufwertung rund um die Apostelkirche und den künftigen Apostelgärten verbinden. Neue Wege sollen die umliegenden Bereiche der Innenstadt besser miteinander verknüpfen.
Der Name „Mercatus“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „Markt“ beziehungsweise „Handel“. Die Volksbank nimmt damit Bezug auf die historische Lage zwischen Roggenmarkt, Prinzipalmarkt, Drubbel und Altem Fischmarkt.
Ein wichtiger Bestandteil des Mercatus Quartiers soll die offene Struktur sein. Vorgesehen sind Gastronomieangebote mit mehr als 100 Plätzen, Büro- und Gewerbeflächen sowie Co-Working-Möglichkeiten. Auch Flächen für Start-ups, Begegnungen und Veranstaltungen sind geplant.
In der Volksbank selbst soll eine neue Kundenhalle mit integriertem Work Café entstehen. Zusätzlich sind Räume für Workshops, Projektarbeit und Veranstaltungen mit bis zu rund 200 Personen vorgesehen. Die Werte-Bank-Münsterland, die bislang am Aasee sitzt, soll perspektivisch ebenfalls in das Quartier umziehen.
Die Architektur soll sich nach Angaben der Projektverantwortlichen an der Münsteraner Altstadt orientieren. Vorgesehen sind unter anderem Naturstein, hochwertige Oberflächen und Fassaden, die sich in Proportion und Materialwahl an der Umgebung ausrichten.
Die Volksbank bezeichnet das Konzept hinter dem Quartier als „Markt der Ideen“. Der historische Gedanke eines Marktplatzes als Ort des Handels und der Begegnung soll dabei auf moderne Nutzungen übertragen werden. Statt ausschließlich Bankgeschäften sollen künftig auch Austausch, Zusammenarbeit und Veranstaltungen eine größere Rolle spielen.
Stadtbaurat Robin Denstorff begrüßt das Vorhaben. Nach Angaben der Stadt sei die Entwicklung eng mit den zuständigen Behörden und Gremien abgestimmt. Das Quartier könne dazu beitragen, die Neubrückenstraße aufzuwerten und neue öffentlich zugängliche Räume zu schaffen.
Noch bevor das gesamte Quartier fertiggestellt ist, können sich Besucherinnen und Besucher Ende August einen Eindruck von den Plänen verschaffen. Beim NRW-Tag vom 28. bis 30. August präsentiert die Volksbank das Mercatus Quartier an ihrem Stand an der Ecke Roggenmarkt und Neubrückenstraße.
Dort soll unter anderem ein maßstabsgetreues Modell zeigen, wie der Bereich künftig aussehen könnte. Wann sämtliche Teile des Quartiers fertiggestellt und eröffnet werden, geht aus der aktuellen Vorstellung noch nicht hervor.
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