Frauen, Geschichte und der Dom: Stadtmuseum zeigt besondere Einblicke

Führung zu Frauen in der Stadtgeschichte
Nanda Herbermann © Stadtmuseum Münster (Ernst Hase, 1928)

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Münster. Das Stadtmuseum Münster widmet sich in seinem aktuellen Programm zwei unterschiedlichen Kapiteln der Stadtgeschichte. Bei einer Führung am Samstag, 10. Oktober 2026, stehen die Lebensbedingungen und Handlungsmöglichkeiten von Frauen in früheren Jahrhunderten im Mittelpunkt. Gleichzeitig erinnert eine historische Fotografie im Schaufenster des Museums an den Wiederaufbau des St.-Paulus-Doms nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Aufnahme zeigt die Domfestwoche von 1956, die sich in diesem Oktober zum 70. Mal jährt.

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Stadtmuseum Münster beleuchtet die Geschichte der Frauen

Unter dem Titel „Frauengeschichte(n)“ hat das Stadtmuseum für Samstag, 10. Oktober, um 16 Uhr eine öffentliche Führung angekündigt. Der etwa einstündige Rundgang beschäftigt sich mit dem Leben von Frauen im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit. Dabei geht es insbesondere darum, welche gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen gestellt wurden und welche Möglichkeiten sie hatten, ihr eigenes Leben zu gestalten.

Die Führung zeigt unterschiedliche Lebensentwürfe und verdeutlicht, wie stark die Handlungsspielräume von Frauen durch die gesellschaftlichen Verhältnisse ihrer jeweiligen Epoche geprägt waren. Anhand ausgewählter Exponate erfahren die Teilnehmer, welche Aufgaben und Rollen Frauen übernehmen konnten und wo ihnen Grenzen gesetzt wurden.

Zu den gezeigten Werken gehört ein Porträt der Schriftstellerin Nanda Herbermann, das der Künstler Ernst Hase 1928 geschaffen hat. Das Gemälde zeigt Herbermann in einem roten Kleid, rauchend und lesend. Es ist dauerhaft im Kabinett 33 des Stadtmuseums ausgestellt und dient bei der Führung als Beispiel für die Darstellung von Frauen in der Stadtgeschichte.

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Für die Teilnahme waren fünf Euro beziehungsweise ermäßigt drei Euro vorgesehen. Treffpunkt war das Museumsfoyer. Die Zahl der Plätze war begrenzt.

Historisches Foto erinnert an die Domfestwoche von 1956

Ein zweiter Schwerpunkt des aktuellen Museumsprogramms ist der Wiederaufbau des St.-Paulus-Doms. Vor 70 Jahren wurde die Kathedrale nach den schweren Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und mehr als zehnjährigen Wiederaufbauarbeiten wieder ihrer kirchlichen Bestimmung übergeben.

Vom 13. bis 21. Oktober 1956 feierte Münster die Wiederherstellung mit einer großen Domfestwoche. Das Programm umfasste religiöse und kulturelle Veranstaltungen, bei denen zahlreiche Menschen die wiedererrichtete Kathedrale besuchten. Die Festwoche markierte einen wichtigen Abschnitt im Wiederaufbau der Stadt nach dem Krieg.

An dieses Ereignis erinnert das Stadtmuseum mit einer historischen Fotografie aus der Sammlung Hänscheid. Seit Freitag, 9. Oktober, ist die Aufnahme im Großformat im Schaufenster „Stadtgeschichte“ an der Salzstraße zu sehen. Sie vermittelt einen Eindruck von den Feierlichkeiten, mit denen Münster die Wiederherstellung seines Doms vor sieben Jahrzehnten beging.

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