Schwerer Lkw-Unfall bei Stuhr legt A1 stundenlang lahm

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Am Autobahndreieck Stuhr südlich von Bremen hat ein schwerer Lastwagenunfall am Donnerstag für stundenlange Verkehrsbehinderungen gesorgt. Zwei Lkw-Fahrer wurden verletzt, einer von ihnen schwer. Die Autobahn 1 in Fahrtrichtung Osnabrück musste vollständig gesperrt werden. Ein bei der Kollision abgerissener Anhänger lag quer über der Fahrbahn, zudem verteilte sich Ladung auf den Fahrstreifen. Erst am Abend konnte die Strecke wieder freigegeben werden.

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Der Lkw-Unfall auf der A1 bei Stuhr ereignete sich nach Angaben der Autobahnpolizei Ahlhorn gegen 12.55 Uhr zwischen der Anschlussstelle Bremen Brinkum und dem Autobahndreieck Stuhr. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Verkehr auf der Autobahn aufgrund eines vorausliegenden Staus erheblich verlangsamt.

Sattelzug soll auf langsam fahrenden Lastzug aufgefahren sein

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand der Polizei soll der Fahrer eines Sattelzuges den vor ihm verkehrsbedingt nur noch sehr langsam fahrenden Lastzug nicht rechtzeitig erkannt haben. Der Sattelzug soll nahezu ungebremst auf das vorausfahrende Gespann aufgefahren sein. Weshalb es zu der Kollision kam, war zunächst nicht geklärt. Die Autobahnpolizei nahm Ermittlungen zu den genauen Umständen auf.

Durch den Zusammenstoß wurde nach Polizeiangaben der Anhänger des vorausfahrenden Lastzuges abgerissen. Er kippte um und kam quer über den Fahrstreifen zum Liegen. Teile der Ladung, darunter zahlreiche Kartons, verteilten sich über die Autobahn. Damit waren sämtliche Fahrstreifen in Richtung Osnabrück blockiert.

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Beide Fahrer konnten ihre Fahrzeuge nach Angaben der Einsatzkräfte selbstständig verlassen. Die Feuerwehr musste somit niemanden aus einem Führerhaus befreien.

Ein Fahrer schwer verletzt, ein weiterer leicht

Nach Angaben der Autobahnpolizei vom Freitagmorgen wurden bei dem Unfall zwei Menschen verletzt. Ein Fahrer erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des zweiten Lastwagens wurde leicht verletzt und ebenfalls medizinisch versorgt.

Die Gemeindefeuerwehr Stuhr wurde nach eigenen Angaben um 12.59 Uhr alarmiert. Im Einsatz waren unter anderem Kräfte der Ortsfeuerwehren Brinkum und Groß Mackenstedt sowie der Einsatzleitwagen aus Fahrenhorst. Die Feuerwehr unterstützte zunächst bei der Versorgung der Verletzten.

Anschließend sicherten die Einsatzkräfte die Unfallstelle. Ausgelaufene Betriebsstoffe wurden aufgenommen beziehungsweise abgestreut, an den beschädigten Fahrzeugen wurden die Batterien gesichert und der Brandschutz wurde gewährleistet. Außerdem räumten Feuerwehrleute Trümmerteile von der Fahrbahn. Der Feuerwehreinsatz war nach etwa eineinhalb Stunden beendet.

Vollsperrung Richtung Osnabrück bis zum Abend

Deutlich länger dauerten die Bergungsarbeiten. Der umgestürzte Anhänger musste von der Fahrbahn entfernt und die verstreute Ladung eingesammelt werden. Beide beteiligten Lastwagen waren nach Polizeiangaben nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden. Danach waren umfangreiche Reinigungsarbeiten notwendig.

Die Vollsperrung Richtung Osnabrück bestand deshalb über mehrere Stunden. Auch die Verbindung von der A28 auf die A1 in Richtung Osnabrück war zeitweise nicht nutzbar. Nach den Angaben der Polizei waren die Bergungs- und Reinigungsarbeiten gegen 21 Uhr abgeschlossen. Damit dauerte die Sperrung vom Unfall am frühen Nachmittag bis zum Abend rund acht Stunden.

Der Lkw-Unfall bei Bremen hatte damit erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr im südlichen Bremer Umland. Die A1 ist in diesem Bereich eine der wichtigsten Nord Süd Verbindungen und nimmt am Autobahndreieck Stuhr zusätzlich Verkehr von der A28 aus Richtung Oldenburg auf.

Rückstau erreichte zeitweise rund neun Kilometer

Während der Sperrung bildete sich ein langer Rückstau. Nach Angaben der niedersächsischen Verkehrsmanagementzentrale erreichte dieser zeitweise eine Länge von rund neun Kilometern. Der Stau erstreckte sich in Richtung Bremen zurück. Auch auf den zuführenden Straßen und Autobahnverbindungen kam es zu erheblichen Behinderungen.

Eine exakte maximale Staulänge für den gesamten Zeitraum wurde von der Polizei nicht mitgeteilt. Belastbar dokumentiert ist jedoch, dass die Sperrung mehrere Stunden dauerte und sowohl die A1 als auch die Zufahrt aus Richtung A28 betraf.

Polizei schätzt Schaden auf rund 85.000 Euro

Auch an den beiden Lastwagen entstanden erhebliche Schäden. Nach Angaben der Autobahnpolizei wird der Sachschaden an den beteiligten Fahrzeugen auf insgesamt rund 85.000 Euro geschätzt. Beide Fahrzeuge mussten geborgen und abgeschleppt werden.

Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang dauern an. Nach Angaben der Polizei soll der vorausfahrende Lastzug wegen des stockenden Verkehrs nur noch mit geringer Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein. Weshalb der nachfolgende Sattelzug nicht rechtzeitig abbremsen konnte, war zunächst nicht geklärt. Gesicherte Angaben zu einer darüber hinausgehenden Unfallursache lagen zunächst nicht vor.

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