Französischer Urlauber stirbt nach Notlage im Death Valley

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Ein französischer Urlauber ist im Death-Valley-Nationalpark in Kalifornien gestorben, nachdem er gemeinsam mit einem Begleiter in eine Notlage geraten war. Nach Angaben des US-National Park Service ereignete sich der Vorfall bereits am Montag, 17. August 2026. Die Parkverwaltung machte den Todesfall am Freitag öffentlich.

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Der französische Urlauber im Death Valley war mit seinem Begleiter auf der abgelegenen West Side Road unterwegs. Das Fahrzeug der beiden blieb nach Angaben der Parkverwaltung in schlammigem Untergrund nahe der Queen of Sheba Mine Road stecken. Weil sich keine anderen Fahrzeuge in der Umgebung befanden, machten sich die beiden zu Fuß auf den Weg über die Salzflächen in Richtung Badwater Road, um Hilfe zu holen.

An diesem Tag wurden im Nationalpark Temperaturen von 116 Grad Fahrenheit gemessen, was knapp 47 Grad Celsius entspricht. Nach rund 1,3 Meilen, gut zwei Kilometern, konnte der Urlauber den Weg nicht fortsetzen. Sein Begleiter ging allein weiter und erreichte schließlich eine Straße, wo ihm ein vorbeifahrender Autofahrer half.

Suchaktion beginnt am Nachmittag

Der Begleiter meldete den Vorfall kurz nach 14 Uhr im Besucherzentrum von Furnace Creek. Ranger des National Park Service und ein Mitarbeiter des Inyo County leiteten daraufhin gegen 14.13 Uhr eine Such- und Rettungsaktion ein.

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An der Suche beteiligte sich auch ein Hubschrauber der California Highway Patrol. Die Besatzung entdeckte den vermissten Urlauber später am Nachmittag rund 1,5 Meilen von der Badwater Road entfernt. Er wurde am Fundort für tot erklärt.

Die genaue Todesursache stand zunächst nicht fest. Der National Park Service verwies darauf, dass der Gerichtsmediziner des Inyo County Ursache und Todesart bestimmen werde. Damit ist bislang nicht amtlich bestätigt, dass die extreme Hitze unmittelbar zum Tod führte. Offiziell bestätigt war zunächst nur, dass der Mann während der Notlage bei Temperaturen von 116 Grad Fahrenheit unterwegs war.

Death Valley gehört zu den heißesten Orten der Erde

Der Todesfall ereignete sich in einer Region, die für außergewöhnlich hohe Sommertemperaturen bekannt ist. Der National Park Service führt Death Valley als heißesten Ort der Erde. In Furnace Creek wurde am 10. Juli 1913 eine Lufttemperatur von 134 Grad Fahrenheit gemessen, rund 56,7 Grad Celsius. Dieser Wert gilt nach Angaben der Parkverwaltung weiterhin als Weltrekord.

Auch jüngere Messreihen zeigen die außergewöhnliche Hitze. Im Juli 2024 verzeichnete Death Valley nach Angaben des National Park Service den heißesten Monat seit Beginn der dortigen Aufzeichnungen. Die mittlere Temperatur über jeweils 24 Stunden lag bei 108,5 Grad Fahrenheit. Die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur erreichte 121,9 Grad Fahrenheit. An neun Tagen wurden mindestens 125 Grad Fahrenheit gemessen.

Die Nächte bringen im Hochsommer häufig nur geringe Abkühlung. Nach Angaben der Parkverwaltung liegen die Temperaturen selbst um Mitternacht zeitweise noch zwischen 100 und 110 Grad Fahrenheit.

Immer wieder Todesfälle bei extremer Hitze

Schwere gesundheitliche Zwischenfälle gehören im Sommer zu den wiederkehrenden Einsatzgründen für die Ranger. Nach Angaben des National Park Service stirbt im Durchschnitt etwa alle zwei Jahre ein Mensch im Park an einer mutmaßlich hitzebedingten Erkrankung.

Im Sommer 2024 wurden zwei Todesfälle offiziell mit extremer Hitze in Verbindung gebracht. Anfang Juli starb ein Besucher nahe dem Badwater Basin bei Temperaturen von bis zu 128 Grad Fahrenheit. Anfang August stellte der Gerichtsmediziner des Inyo County bei einem weiteren Todesfall Hyperthermie als Ursache fest. Damals wurden am Nachmittag 119 Grad Fahrenheit gemessen.

Auch im Juli 2023 hatte die Parkverwaltung mehrere Todesfälle während extremer Hitze untersucht. In mindestens einem Fall ging sie zunächst davon aus, dass Hitze eine Rolle gespielt haben könnte. Solche Fälle werden jedoch jeweils von den zuständigen Behörden untersucht, bevor eine Todesursache abschließend feststeht.

Parkverwaltung warnt vor abgelegenen Straßen

Der National Park Service weist Besucher regelmäßig auf die besonderen Risiken des weitläufigen Wüstengebiets hin. Mobilfunkempfang sei in vielen Teilen des Parks eingeschränkt oder gar nicht vorhanden. Hilfe könne deshalb insbesondere auf abgelegenen Straßen erst nach längerer Zeit eintreffen.

Besucher sollen ihre Route vorab planen, aktuelle Straßen- und Wetterbedingungen prüfen und andere Personen darüber informieren, wohin sie fahren und wann sie zurückkehren wollen. Die Parkverwaltung empfiehlt mindestens eine Gallone Wasser pro Person und Tag, also knapp vier Liter, sowie zusätzliche Vorräte für mögliche Fahrzeugprobleme.

Für abgelegene Strecken wird außerdem geraten, ein für die jeweilige Straße geeignetes Fahrzeug zu verwenden. Viele Pisten erfordern nach Angaben des Parks eine erhöhte Bodenfreiheit oder Allradantrieb. Satellitenkommunikatoren oder Notfallsender können dort hilfreich sein, wo kein Mobilfunknetz verfügbar ist.

Wenn ein Fahrzeug liegen bleibt, ist es nach Angaben des National Park Service häufig sicherer, beim Wagen zu bleiben. Ein Fahrzeug bietet Schatten und ist für Suchmannschaften aus der Luft leichter zu erkennen als eine einzelne Person in offenem Gelände. Während extremer Hitze rät die Parkverwaltung zudem dazu, asphaltierte Straßen nicht zu verlassen und Wanderungen in tief gelegenen Bereichen zu vermeiden.

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