
Ein bereits laufender Rückruf von Sushi-Reis bei der Supermarktkette Go Asia ist erheblich ausgeweitet worden. Betroffen ist der „Shinode Original Premium Sushi Rice“ in der Ein-Kilogramm-Packung. Während sich die Warnung zunächst auf bestimmte Ware bezog, umfasst sie inzwischen sämtliche Chargennummern und sämtliche Mindesthaltbarkeitsdaten des Produkts. Grund sind beanstandete Mineralölbestandteile im Reis. Kundinnen und Kunden sollen betroffene Packungen nicht mehr verwenden und können sie in Go-Asia-Filialen zurückgeben.
Der Rückruf von Sushi-Reis bei Go Asia betrifft den „Shinode Original Premium Sushi Rice“ mit einem Packungsgewicht von einem Kilogramm. Entscheidend ist die inzwischen erfolgte Erweiterung: Verbraucher müssen nicht mehr nach einer bestimmten Charge oder einem bestimmten Mindesthaltbarkeitsdatum suchen. Der Rückruf gilt für alle Chargennummern und alle Mindesthaltbarkeitsdaten dieses Produkts.
Importiert wird der Reis von der Asia Express Food B.V. mit Sitz im niederländischen Kampen. Als Inverkehrbringer in Deutschland werden die Go Asia GmbH und die Orient Master GmbH in Berlin genannt. Verkauft wurde das Produkt über Filialen der asiatischen Supermarktkette Go Asia.
Der Rückruf ist allerdings nicht erst am 26. August 2026 angelaufen. Die ursprüngliche Warnung wurde bereits am 27. April veröffentlicht. Damals war unter anderem Ware mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 4. April 2027 erfasst. Die entscheidende Aktualisierung erfolgte am 13. August. Seit dieser Erweiterung sind sämtliche Chargen und Mindesthaltbarkeitsdaten betroffen.
Als Grund für die Maßnahme wird eine Überschreitung der für Mineralölbestandteile herangezogenen Werte genannt. In Zusammenhang mit dem Rückruf werden die Stoffgruppen MOSH und MOAH aufgeführt. Dabei handelt es sich um gesättigte beziehungsweise aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung unterscheidet bei der gesundheitlichen Bewertung deutlich zwischen beiden Stoffgruppen. MOSH können vom menschlichen Körper aufgenommen werden und sich in bestimmten Geweben und Organen anreichern. Nach der Bewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit stellen die derzeitigen Aufnahmemengen von MOSH über Lebensmittel insgesamt keinen Anlass zur gesundheitlichen Besorgnis dar. Die Datenlage zu langfristigen Auswirkungen ist allerdings nicht vollständig.
Bei MOAH ist die Bewertung strenger. Bestimmte Verbindungen innerhalb dieser Stoffgruppe können erbgutverändernde und krebserzeugende Eigenschaften haben. Deshalb sollen entsprechende Einträge in Lebensmittel nach Auffassung der zuständigen Fachbehörden möglichst vermieden beziehungsweise minimiert werden.
Wichtig ist dabei eine weitere Differenzierung: Das BfR weist darauf hin, dass es für Mineralölbestandteile in Lebensmitteln nicht pauschal einen einzigen gesetzlichen Grenzwert gibt. Für MOAH bestehen jedoch auf europäischer Ebene festgelegte Bestimmungsgrenzen, bei deren Überschreitung Lebensmittel vom Markt genommen und gegebenenfalls zurückgerufen werden sollen.
Nach den veröffentlichten Angaben wurde der Reis in Go-Asia-Filialen in 14 Bundesländern angeboten. Betroffen sind Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern werden in der aktuellen Vertriebsübersicht nicht genannt.
Damit betrifft die Warnung weite Teile Deutschlands. Entscheidend ist für Verbraucher jedoch nicht allein das Bundesland. Wer eine Ein-Kilogramm-Packung „Shinode Original Premium Sushi Rice“ bei Go Asia gekauft hat, sollte das Produkt aufgrund der Ausweitung unabhängig vom aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatum und der Charge als vom Rückruf betroffen behandeln.
Verbraucherinnen und Verbraucher sollen den zurückgerufenen Reis nicht weiter verwenden. Bereits gekaufte Packungen können nach Angaben zur Rückrufaktion in allen Go-Asia-Filialen zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird erstattet. In veröffentlichten Verbraucherinformationen wird zudem darauf hingewiesen, dass die Rückgabe auch ohne Kassenbon möglich ist.
Wer das Produkt noch zu Hause hat, muss aufgrund der Erweiterung nicht mehr prüfen, ob eine einzelne Charge oder ein bestimmtes Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung steht. Der Rückruf erfasst inzwischen die gesamte Ein-Kilogramm-Variante des genannten Shinode Sushi-Reises.
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