Kodi-Aus in Hiltrup: So trifft die Insolvenz Münster und das Münsterland

Kodi Münster-Hiltrup: Filiale muss schließen
Symbolbild mit KI erstellt

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Münster/NRW. Die Sanierung des insolventen Haushaltswaren-Discounters Kodi hat direkte Folgen für Münster und das Münsterland. Kodi Münster-Hiltrup an der Bergiusstraße 3 gehört zu den 43 Filialen, die geschlossen werden. Auch der Standort in Ahaus steht auf der Schließungsliste. Für andere Geschäfte in der Region gibt es dagegen eine Perspektive: Die Kodi-Filialen in Bocholt und Gronau gehören zu den 100 Standorten, deren Vermögenswerte von der neu gegründeten Kodi Retail GmbH übernommen werden.

Kodi Filiale Münster-Hiltrup muss schließen

Für die Kodi Filiale Münster-Hiltrup gibt es keine Fortführungslösung. Der Standort an der Bergiusstraße 3 wird in der am 1. Oktober veröffentlichten Liste der Geschäfte geführt, die im Zuge des Insolvenzverfahrens aufgegeben werden. Einen konkreten Termin für die endgültige Schließung nennt die Mitteilung nicht. Nach Angaben der mit der Sanierung befassten Kanzlei wurde an den betroffenen Standorten bereits vorhandene Ware abverkauft. Insgesamt schließen 43 der zuletzt 144 Kodi-Filialen. 41 der betroffenen Geschäfte befinden sich nach Angaben des WDR in Nordrhein-Westfalen.

Kodi Münsterland: Ahaus schließt, Bocholt und Gronau bleiben

Auch im Münsterland fällt die Bilanz unterschiedlich aus. Neben Kodi Münster-Hiltrup soll die Filiale in Ahaus geschlossen werden. Anders sieht es in Bocholt und Gronau aus. Beide Standorte stehen auf der offiziellen Liste der 100 Filialen, deren Einrichtungen und Warenbestände von der neuen Kodi Retail GmbH übernommen werden. Damit bleibt die Marke Kodi zumindest an diesen beiden Standorten im westlichen Münsterland präsent. Die neue Gesellschaft wird nach Angaben aus dem Sanierungsverfahren von Rüdiger Grommes und Frank Tepaß geführt. Hinter ihr steht eine internationale Investorengruppe.

Deutlich mehr Kodi Filialschließungen als zunächst bekannt

Das Ausmaß der Einschnitte ist größer als noch vor wenigen Wochen absehbar. Am 11. September war zunächst bekannt geworden, dass Kodi 19 Geschäfte schließen will. Für weitere 56 Standorte war die Zukunft zu diesem Zeitpunkt noch offen, 69 Filialen sollten erhalten bleiben. ms-aktuell hatte über diesen Zwischenstand der Kodi-Sanierung berichtet. Mit der jetzt gefundenen Investorenlösung steht fest, dass 100 Standorte übernommen werden und 43 schließen. Für eine der ursprünglich 144 Filialen war zum Zeitpunkt der Mitteilung noch keine Entscheidung getroffen worden.

Rund 265 Beschäftigte verlieren ihren Arbeitsplatz

Die Neuordnung betrifft auch die Belegschaft. Nach Angaben der Sanierungsberatung haben rund 265 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der zu schließenden Filialen und der Zentrale Kündigungen erhalten. Kodi beschäftigte zuletzt bundesweit knapp 1.200 Menschen. Auch die bisherige Unternehmenszentrale in Oberhausen wird aufgegeben. Das Amtsgericht Halle (Saale) eröffnete am 1. Oktober das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Die Kodi Handels GmbH hatte den entsprechenden Antrag bereits im Juli gestellt. Als Gründe für die wirtschaftlichen Probleme nennt das Unternehmen unter anderem die schwache Konsumstimmung, hohen Wettbewerbsdruck sowie gestiegene Energie-, Personal- und Mietkosten.

Marke Kodi bleibt mit 100 Standorten erhalten

Das Insolvenzverfahren bedeutet nicht das Ende von Kodi. Die Kodi Retail GmbH hat wesentliche Vermögenswerte der bisherigen Gesellschaft übernommen, darunter die Einrichtungen und Warenbestände der 100 weitergeführten Geschäfte. Über den Kaufpreis und weitere Vertragsdetails wurde Stillschweigen vereinbart. Die Marke Kodi soll bestehen bleiben. Für Münster bedeutet die Neuordnung dennoch einen vollständigen Rückzug: Da Kodi Münster-Hiltrup auf der Schließungsliste steht und kein weiterer Münsteraner Standort auf der Übernahmeliste genannt wird, wird Kodi nach aktuellem Stand keine Filiale mehr im Stadtgebiet betreiben.

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