A40 bei Mülheim zweimal komplett gesperrt

Münster sperrt Kanalpromenade an der Warendorfer Straße
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Auf der A40 im westlichen Ruhrgebiet stehen im Oktober 2026 zwei weitere Vollsperrungen bevor. Die Autobahn GmbH, Niederlassung Rheinland, sperrt die Strecke zwischen den Anschlussstellen Mülheim-Winkhausen und Mülheim-Heißen an zwei Wochenenden vollständig in beiden Fahrtrichtungen. Grund sind Arbeiten am Neubau der Hardenbergbrücke. Die A40-Sperrung bei Mülheim beginnt erstmals am Freitag, 9. Oktober, um 21 Uhr.

Die erste Vollsperrung dauert bis Montag, 12. Oktober, um 5 Uhr. Eine Woche später wird derselbe Abschnitt erneut gesperrt. Das zweite Zeitfenster beginnt am Freitag, 16. Oktober, um 21 Uhr und endet am Montag, 19. Oktober, um 5 Uhr. In beiden Fällen sind sowohl die Fahrtrichtung Essen als auch die Gegenrichtung betroffen.

Fertigteile für die Hardenbergbrücke werden aufgelegt

Während der beiden Sperrungen legt die Autobahn GmbH Fertigteile für den Neubau der Hardenbergbrücke auf. Das Bauwerk führt die A40 über Gleise der Deutschen Bahn und gehört zu einem größeren Ausbauabschnitt zwischen Mülheim-Dümpten und Mülheim-Heißen. Neben der Hardenbergbrücke sollen dort auch weitere Brücken erneuert werden.

Die Hardenbergbrücke und die Brücke über die Geitlingstraße werden wegen ihres baulichen Zustands vorgezogen erneuert. Nach Angaben der Autobahn GmbH sollen die neuen Bauwerke bereits die für einen späteren sechsstreifigen Ausbau benötigte Breite erhalten. Der betreffende A40-Korridor zwischen Duisburg-Kaiserberg und Essen-Frohnhausen gehört mit rund 80.000 bis 90.000 Fahrzeugen täglich zu den stark belasteten Autobahnabschnitten im Ruhrgebiet.

Bereits vom 25. bis 28. September war die A40 an dieser Stelle vollständig gesperrt worden. Damals wurde ebenfalls ein Teil der Hardenbergbrücke mit einem Kran eingehoben.

Umleitung führt auch durch Essen

Für den lokalen Verkehr ist während der Oktober-Sperrungen eine Umleitung durch das Essener Stadtgebiet vorgesehen. Sie wird mit roten Punkten ausgeschildert. Welche einzelnen Straßen diese Umleitung im Oktober umfasst, nennt die aktuelle Mitteilung der Autobahn GmbH vom 1. Oktober nicht.

Der Fernverkehr soll dagegen großräumig ausweichen. Die offizielle Umleitung führt über die A52, die A524 und die A59. Autofahrer müssen damit insbesondere zwischen Essen, Mülheim und Duisburg mit zusätzlichen Fahrzeiten rechnen. Der WDR weist ebenfalls darauf hin, dass Verkehrsteilnehmer möglichst großräumig ausweichen sollten.

Eine frühere Sperrung desselben A40-Abschnitts im Juni hatte ebenfalls zu innerstädtischen Umleitungen durch Essen geführt. Diese damaligen Straßenführungen können jedoch nicht ohne Weiteres auf die beiden Oktober-Wochenenden übertragen werden. Für Oktober veröffentlicht die Autobahn GmbH bislang lediglich die Ausschilderung mit roten Punkten.

Gleichzeitig zweite A40-Sperrung bei Bochum

Bei der Maßnahme in Mülheim handelt es sich nicht um die bereits angekündigte A40-Sperrung bei Bochum. Dort ist eine andere Niederlassung der Autobahn GmbH zuständig. Die Niederlassung Westfalen sperrt von Freitag, 9. Oktober, 21 Uhr, bis Montag, 12. Oktober, 5 Uhr, die A40 in Fahrtrichtung Essen zwischen dem Kreuz Bochum und Bochum-Zentrum beziehungsweise im Bereich des Autobahndreiecks Bochum-West. Hintergrund ist der Umbau der Anschlussstelle Bochum-Zentrum zur Entlastung der Brücke über die Hofsteder Straße.

Damit bestehen am ersten Oktober-Wochenende zeitgleich zwei voneinander unabhängige A40-Baustellen. Bei Mülheim ist die Autobahn in beiden Richtungen gesperrt, bei Bochum betrifft die Vollsperrung die Fahrtrichtung Essen. Auch der WDR weist ausdrücklich auf diese Überschneidung hin.

Zweites Wochenende mit zusätzlichen Autobahnsperrungen

Noch komplizierter wird die Verkehrslage vom 16. bis 19. Oktober. Parallel zur erneuten A40-Vollsperrung bei Mülheim ist die A3 zwischen dem Kreuz Breitscheid und dem Kreuz Oberhausen-West in beiden Richtungen komplett gesperrt. Zusätzlich wird die A516 in Fahrtrichtung Oberhausen zwischen dem Autobahnkreuz Oberhausen und Oberhausen-Sterkrade gesperrt.

Damit steht ausgerechnet ein Teil des Autobahnnetzes nicht zur Verfügung, der für Ausweichverkehre im westlichen Ruhrgebiet eine wichtige Rolle spielt. Die Autobahn GmbH weist ausdrücklich auf diese zeitgleiche Sperrsituation hin.

Auch Bahnverkehr im Ruhrgebiet betroffen

Die Arbeiten an der Hardenbergbrücke sind mit Sperrpausen auf der darunterliegenden Bahnstrecke abgestimmt. Die Autobahn GmbH erklärt, dass die Arbeiten an die Sperrpause der Bahn gebunden seien und deshalb nicht verschoben werden könnten.

Parallel laufen umfangreiche Bauarbeiten der DB InfraGO im Ruhrgebiet. Von Freitag, 9. Oktober, 21 Uhr, bis Freitag, 30. Oktober, 21 Uhr, sind unter anderem die Linien RE 1, RE 2, RE 3, RE 5, RE 6, RE 11, RE 19, RE 42, RE 44, RB 32, RB 33, RB 35 und S 1 von Umleitungen oder abschnittsweisen Ausfällen betroffen. Zwischen Essen Hauptbahnhof und Duisburg Hauptbahnhof sollen tagsüber Schnellbusse im Fünf-Minuten-Takt mit Halt in Mülheim Hauptbahnhof fahren. Weitere Ersatzbusse sind unter anderem zwischen Oberhausen und Duisburg sowie zwischen Mülheim-Styrum und Duisburg vorgesehen.

Auch im Fernverkehr kommt es in dieser Phase zu Umleitungen und Teilabschnittsausfällen. Die Deutsche Bahn kündigt für Duisburg und Oberhausen bis auf einzelne Randzeiten weitgehend entfallende Fernverkehrshalte an. Fahrgäste sollen vor Reisebeginn die aktuellen Fahrplandaten prüfen.

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