Wohnungsbrand in Hasloh fordert rund 100 Einsatzkräfte

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Ein Wohnungsbrand in Hasloh im Kreis Pinneberg hat am Samstagabend einen mehrstündigen Großeinsatz ausgelöst. Rund 100 Einsatzkräfte waren an den Lösch- und Aufräumarbeiten beteiligt. Eine Person wurde leicht verletzt und zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Die Bewohner der insgesamt vier Wohnungen hatten das Gebäude bereits verlassen, als die Feuerwehr eintraf. Die Brandursache war am Sonntag zunächst noch ungeklärt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen.

Starker Rauch aus Gebäudekomplex in Hasloh

Der erste Alarm bei der Freiwilligen Feuerwehr Hasloh ging am Samstag, 3. Oktober 2026, um 17.40 Uhr ein. Einsatzort war die Straße Am Barkenkamp. Nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbandes Pinneberg drang bei der Ankunft der ersten Kräfte bereits starker Rauch aus dem Gebäude. Der betroffene Komplex besteht demnach aus zwei miteinander verbundenen Häusern mit insgesamt vier Wohnungen.

Zusätzliche Kräfte aus Quickborn wurden zur Einsatzstelle geschickt. Die Bewohner hatten ihre Wohnungen zu diesem Zeitpunkt bereits eigenständig verlassen. Eine Person wurde leicht verletzt. Sie kam vorsorglich mit einem Rettungswagen zur weiteren medizinischen Untersuchung in eine Klinik. Weitere Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet.

Hohlräume erschweren Suche nach dem Brandherd

Die Löscharbeiten gestalteten sich vor allem wegen der Bauweise des Gebäudes schwierig. Mehrere Atemschutztrupps gingen über drei Zugänge in den Komplex vor. Der Rauch hatte sich nach Angaben der Feuerwehr über Öffnungen und Hohlräume weit im Gebäude ausgebreitet. Dadurch war zunächst nicht eindeutig festzustellen, wo sich der eigentliche Brandherd befand.

Auch aus dem Dachbereich trat Rauch aus. Einsatzkräfte entfernten deshalb von einer Drehleiter aus Dachpfannen. Zudem mussten Zwischendecken und Teile von Wänden geöffnet werden, um das Feuer zu lokalisieren. Wegen des hohen Bedarfs an Atemschutzkräften erhöhte die Einsatzleitung das Alarmstichwort auf FEU 2. Damit wurden weitere Kräfte einschließlich einer Atemschutznotfallstaffel alarmiert.

Nachdem der Brandherd gefunden worden war, konnte das Feuer nach Angaben der Feuerwehr zügig gelöscht werden. Um 20.20 Uhr meldete die Einsatzleitung Feuer aus. Anschließend dauerten die Aufräumarbeiten noch etwa eine weitere Stunde.

Bevölkerung wegen Rauchentwicklung gewarnt

Wegen der zunehmenden Rauchentwicklung wurde während des Einsatzes auch die Bevölkerung in Hasloh gewarnt. Über das Modulare Warnsystem und die Warn-App NINA wurden Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Hintergrund waren die Brandgase, die sich im Umfeld der Einsatzstelle ausbreiteten.

Der umfangreiche Einsatz erforderte Unterstützung mehrerer Organisationen. Die Freiwillige Feuerwehr Hasloh war nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbandes mit 35 Kräften und fünf Fahrzeugen beteiligt, aus Quickborn kamen 40 Einsatzkräfte mit zehn Fahrzeugen hinzu. Außerdem waren Kräfte aus Bilsen, der Kreisfeuerwehrverband Pinneberg, der Rettungsdienst, das Technische Hilfswerk, der Energieversorger sowie Polizei und Kriminalpolizei beteiligt. Die Feuerwehr Tangstedt übernahm zeitweise die Gebietsabdeckung für Quickborn.

Insgesamt waren damit rund 100 Kräfte über mehrere Stunden mit dem Brand in Hasloh und den anschließenden Arbeiten beschäftigt. Das THW Barmstedt unterstützte unter anderem bei der Versorgung der Einsatzkräfte. Zusätzliche Atemluftflaschen und Schlauchmaterial wurden ebenfalls an die Einsatzstelle gebracht.

Polizei beziffert Schaden auf rund 150.000 Euro

Der Sachschaden liegt nach Angaben der Polizei, die von der Deutschen Presse-Agentur verbreitet wurden, bei rund 150.000 Euro. Damit bewegt sich die vorläufige Schadenssumme im sechsstelligen Bereich. Angaben der Feuerwehr zur Schadenshöhe lagen nicht vor. Der Kreisfeuerwehrverband hatte ausdrücklich darauf verwiesen, dass die Bewertung des Schadens nicht Aufgabe der Einsatzkräfte sei.

Wie stark einzelne Wohnungen beschädigt wurden und ob beziehungsweise wann Bewohner in den Gebäudekomplex zurückkehren können, war zunächst nicht näher bekannt. Gesicherte Angaben zu einer möglichen längerfristigen Unbewohnbarkeit des Hauses lagen zunächst ebenfalls nicht vor.

Kriminalpolizei untersucht Brandursache

Die Ursache des Feuers war am Sonntagvormittag noch nicht geklärt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. Zu einem möglichen Ausgangspunkt des Feuers oder zu den Umständen seiner Entstehung gab es zunächst keine gesicherten Angaben. Auch Hinweise auf eine bestimmte Ursache waren offiziell nicht bekannt.

Damit konzentriert sich die weitere Untersuchung nun auf die Entstehung des Wohnungsbrandes und die genaue Schadensbilanz. Fest steht bislang, dass alle Bewohner den Gebäudekomplex rechtzeitig verlassen konnten und lediglich eine Person mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht wurde. Trotz der komplizierten Gebäudestruktur gelang es den Einsatzkräften, den Brand noch am Abend vollständig zu löschen.

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