
Am Autobahnkreuz Leipzig müssen Autofahrer ab Montagabend, 5. Oktober 2026, für mehrere Wochen Umwege einplanen. Wegen einer Fahrbahnerneuerung werden vier Verbindungsrampen zwischen der A38 und der A72 gesperrt. Die Einschränkungen beginnen um 19 Uhr und dauern nach der derzeitigen Verkehrsplanung bis zum Ende des 6. November. Die Autobahnen selbst bleiben grundsätzlich befahrbar. Betroffen sind vor allem Fahrer, die im Kreuz zwischen A38 und A72 wechseln und in Richtung Dresden, Leipzig oder Chemnitz weiterfahren wollen.
Gesperrt werden die südlichen Verbindungen zwischen den beiden Autobahnen. Betroffen ist zunächst der Verkehr von der A38 bei Leipzig in Fahrtrichtung Leipzig beziehungsweise Dresden, der auf die A72 Richtung Chemnitz oder auf die A72 Richtung Leipzig wechseln möchte. In der Gegenrichtung können auch Fahrzeuge von der A72 in Fahrtrichtung Chemnitz sowie von der A72 in Fahrtrichtung Leipzig nicht direkt auf die A38 Richtung Leipzig und Dresden wechseln. Insgesamt sind damit vier Überfahrten betroffen. Das Autobahnkreuz wird jedoch nicht vollständig gesperrt. Andere Verkehrsbeziehungen im Knoten bleiben nutzbar.
Für Verkehrsteilnehmer von der A38, die auf die A72 wechseln wollen, führt die Umleitung zunächst weiter bis zur Anschlussstelle Leipzig-Südost. Dort wird gewendet und auf der A38 zurück in Richtung Göttingen gefahren. Am Kreuz kann anschließend eine weiterhin verfügbare Verbindung zur A72 genutzt werden. Wer von der A72 auf die A38 in Richtung Leipzig beziehungsweise Dresden wechseln möchte, fährt dagegen zunächst auf die A38 Richtung Göttingen. Die Wendefahrt erfolgt an der Anschlussstelle Leipzig-Neue Harth. Danach geht es auf der A38 zurück in Richtung Leipzig und Dresden. Eine Umleitung über die Anschlussstelle Zwenkau ist nicht vorgesehen.
Die neue Verkehrsführung soll am Montag, 5. Oktober 2026, um 19 Uhr in Kraft treten. Die aktuellen Verkehrsmeldungen führen die Sperren bis Freitag, 6. November, 23:59 Uhr. Damit müssen Autofahrer gut einen Monat mit den gesperrten Rampen rechnen. Der MDR nennt ebenfalls den 6. November als geplantes Ende. Für die Verbindungsfahrbahnen der A72 am Kreuz Leipzig-Süd werden die Sperren in beiden betroffenen Fahrtrichtungen mit demselben Zeitraum geführt. Konkrete Zeitverluste für die Umleitungsfahrten sind nicht beziffert.
Die Arbeiten stehen im Zusammenhang mit der laufenden Fahrbahnerneuerung auf der A38 südlich von Leipzig. Die Autobahn GmbH erneuert 2026 auf der Richtungsfahrbahn Dresden zwischen den Anschlussstellen Leipzig-Neue Harth und Leipzig-Südost auf rund 7,2 Kilometern die Fahrbahn. Außerdem werden neue Schutzeinrichtungen eingebaut und neun Brückenbauwerke in diesem Abschnitt instandgesetzt. Als Grund nennt die Autobahn GmbH Schäden an der Strecke und im Bereich des Autobahnkreuzes sowie notwendige Arbeiten an Ingenieurbauwerken. Das Gesamtprojekt läuft nach dem veröffentlichten Zeitplan von Frühjahr bis Dezember 2026.
In den Verkehrsdaten wird die zugehörige Maßnahme unter der Bezeichnung Fahrbahnerneuerung A38, Kilometer 193,58 bis 208,32, Richtungsfahrbahn Dresden geführt. Für die aktuelle Bauphase sind Verkehrsführungen zwischen den Anschlussstellen Leipzig-Neue Harth und Leipzig-Südost hinterlegt. Die dort ausgewiesenen Streckenlängen der Verkehrsführung sind nicht mit der rund 7,2 Kilometer langen eigentlichen Erneuerungsstrecke gleichzusetzen.
Die wochenlange Einschränkung bedeutet keine Vollsperrung der A38 oder A72. Auch das Kreuz Leipzig-Süd wird nicht komplett geschlossen. Gesperrt werden ausschließlich die genannten Verbindungsrampen im südlichen Bereich. Für den durchgehenden Verkehr auf der A38 sieht das Sanierungsprojekt grundsätzlich eine Verkehrsführung durch den Baustellenbereich vor. Im gesamten Projektbereich gilt nach Angaben der Autobahn GmbH aus Sicherheitsgründen eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 Kilometern pro Stunde. Die Behörde bittet Verkehrsteilnehmer um eine angepasste Fahrweise, insbesondere zum Schutz der Beschäftigten im Baustellenbereich.
Die ab 5. Oktober geltenden Sperrungen betreffen den Straßenverkehr innerhalb des Autobahnkreuzes. Änderungen für Bus- oder Bahnverbindungen sind für diese Bauphase nicht angekündigt. Im Gesamtprojekt an der A38 gab es zwar auch Arbeiten an der Gaschwitzer Brücke über Bahngleisen. Die dafür vorgesehenen nächtlichen Gleissperrungen waren jedoch für September angekündigt und gehören nicht zu den nun beginnenden Rampensperrungen im Oktober.
Autofahrer zwischen Leipzig, Dresden und Chemnitz sollten damit bis Anfang November vor allem bei einem Autobahnwechsel am Kreuz Leipzig-Süd zusätzliche Strecke einplanen. Die ausgeschilderten Wendefahrten führen vollständig über die A38 und die Anschlussstellen Leipzig-Südost beziehungsweise Leipzig-Neue Harth. Eine Sperrung weiterer Straßen außerhalb des Autobahnkreuzes ist für diese Verkehrsführung nicht angegeben.
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