Werder vor Bundesliga-Restart: Hoffnung bei Hein, mehrere Profis fehlen

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Die Verletzungen bei Werder Bremen haben sich während der ungewöhnlich langen Länderspielpause weiter summiert. Am Dienstag gab der Bundesligist neue Diagnosen zu Stammtorwart Karl Hein und Mittelfeldspieler Skelly Alvero bekannt. Während bei Hein eine vergleichsweise schnelle Rückkehr ins Mannschaftstraining möglich erscheint, müssen die Bremer auf Alvero und Felix Agu zunächst verzichten. Hinzu kommen mehrere bereits länger bekannte Ausfälle.

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Karl Hein mit Oberschenkelprellung zurück in Bremen

Bei Karl Hein gibt es nach der vorzeitigen Abreise von der estnischen Nationalmannschaft vorsichtige Entwarnung. Der 24 Jahre alte Torhüter hat sich nach Angaben von Werder Bremen eine Prellung am Oberschenkel zugezogen. Eine strukturelle Verletzung wurde demnach nicht festgestellt. Hein soll zunächst individuell arbeiten und voraussichtlich am Donnerstag wieder in das Mannschaftstraining einsteigen. Ob er bereits für das nächste Bundesligaspiel zur Verfügung steht, war am Dienstag noch nicht entschieden.

Hein hatte die estnische Auswahl vorzeitig verlassen, nachdem zunächst von muskulären Beschwerden die Rede gewesen war. Bereits das Länderspiel gegen Luxemburg hatte der Keeper verpasst. Auch für die Begegnung Estlands mit Island stand er nicht zur Verfügung. Die anschließende Untersuchung in Bremen führte zur konkreteren Diagnose der Oberschenkelprellung.

Sportlich ist der Este in dieser Saison die Bremer Nummer eins. Der 24-Jährige kam an den ersten vier Bundesliga-Spieltagen jeweils zum Einsatz. Die Bundesliga führt für ihn vier Einsätze und zwölf abgewehrte Schüsse in der laufenden Spielzeit. Werder hatte Hein nach seiner vorherigen Leihe im Sommer fest verpflichtet und ihn nach dem Wechsel von Mio Backhaus zum SC Freiburg als neue Nummer eins eingeplant. Als weiterer erfahrener Torhüter gehört der 30 Jahre alte österreichische Nationalkeeper Alexander Schlager zum Kader.

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Skelly Alvero fällt mit Wadenverletzung aus

Deutlich offener ist der Zeitplan bei Skelly Alvero. Der 24-jährige Mittelfeldspieler musste das Training am Montag vorzeitig beenden. Eine MRT-Untersuchung ergab nach Vereinsangaben eine Verletzung der Wadenmuskulatur. Werder teilte mit, dass Alvero bis auf Weiteres nicht zur Verfügung steht. Eine genauere Prognose zur Dauer des Ausfalls wurde nicht genannt.

Alvero hat in der laufenden Bundesliga-Saison noch keinen Einsatz für die Profimannschaft absolviert. Zuletzt kam der 2,02 Meter große Franzose zweimal für Werders zweite Mannschaft in der Regionalliga Nord zum Einsatz. In der Bundesliga stehen für ihn insgesamt 20 Partien. Seine Situation war bereits vor der Verletzung für die Kaderplanung relevant, weil er nach seiner Rückkehr von einer Leihe zu Amiens SC bislang keinen dauerhaften Platz in der Bundesligamannschaft gefunden hatte.

Felix Agu muss erneut pausieren

Auch Felix Agu steht vorerst nicht zur Verfügung. Der 27 Jahre alte Verteidiger zog sich bei einem Testspiel gegen den FC Twente eine Verletzung der Wadenmuskulatur zu. Werder bestätigte die Diagnose bereits am Montag. Einen konkreten Zeitpunkt für eine Rückkehr nannte der Verein nicht.

Für Agu ist es ein weiterer Rückschlag nach einer bereits schwierigen Vorbereitung. Wegen muskulärer Probleme im Bereich der Wade hatte er die ersten vier Bundesligaspiele der neuen Saison verpasst. In der vergangenen Spielzeit kam der Außenverteidiger auf elf Bundesliga-Einsätze. Werder hatte ihn zwischenzeitlich wieder schrittweise ins Training integriert, ehe die erneute Wadenverletzung folgte.

Salim Musah fehlt bis ins neue Jahr

Besonders langfristig ist der Ausfall von Salim Musah. Der 20 Jahre alte Angreifer verletzte sich Ende September während seiner Abstellung zur deutschen U20-Nationalmannschaft schwer am linken Oberschenkel. Werder bestätigte daraufhin eine längere Pause. Cheftrainer Daniel Thioune erklärte in der Vereinsmitteilung, dass Musah erst im neuen Jahr wieder zur Verfügung stehen könne. Ein genauer Rückkehrtermin wurde nicht genannt.

Musah hatte in der laufenden Bundesliga-Saison bereits drei Einsätze gesammelt. Der Angreifer gehörte damit trotz seines jungen Alters zum erweiterten Profikader. Seine längerfristige Abwesenheit betrifft eine Mannschaft, die in der Offensive ohnehin nicht auf alle eingeplanten Spieler zurückgreifen kann.

Stage und Njinmah gehören weiter zu den Langzeitverletzten

Schon vor den jüngsten Diagnosen musste Werder mehrere längerfristige Ausfälle einplanen. Der 29-jährige Mittelfeldspieler Jens Stage zog sich Ende August eine schwere Muskelverletzung im Oberschenkel zu. Werder erklärte damals, Stage werde mehrere Monate fehlen. Thioune ging nach den Untersuchungen davon aus, dass der Däne im Kalenderjahr 2026 nicht mehr auf den Platz zurückkehren werde.

Auch der 25 Jahre alte Angreifer Justin Njinmah fehlt seit Anfang September. Bei ihm ergab eine MRT-Untersuchung eine Muskelverletzung im Oberschenkel. Der Verein kündigte eine Ausfallzeit von mehreren Monaten an. Njinmah hatte zuvor am ersten Bundesliga-Spieltag einmal in dieser Saison gespielt. Inzwischen arbeitet er bereits wieder individuell, für eine vollständige Rückkehr gibt es jedoch noch keinen offiziell genannten Termin.

Zum Kreis der länger verletzten Profis gehört außerdem der 22-jährige Angreifer Keke Topp. Er hatte sich bereits im März das vordere Kreuzband im linken Knie gerissen und befindet sich weiterhin im Aufbau. Werder bezeichnete den Ausfall seinerzeit als langfristig. Einen verbindlichen Termin für sein Pflichtspiel-Comeback hat der Verein nicht veröffentlicht.

Ausfälle betreffen mehrere Bereiche des Werder-Kaders

Für die Kaderplanung verteilt sich die aktuelle Personalsituation damit auf mehrere Mannschaftsteile. Im Tor besteht bei Hein die Möglichkeit einer schnellen Rückkehr, zugleich verfügt Werder mit Schlager über einen weiteren erfahrenen Nationaltorhüter. Im Mittelfeld fehlen mit Stage und vorerst Alvero zwei Spieler, während in der Offensive Musah, Njinmah und Topp länger nicht oder noch nicht wieder vollständig zur Verfügung stehen. Agu fällt zusätzlich für die defensive Außenbahn aus. Die genauen Rückkehrtermine von Alvero und Agu hat Werder bislang ausdrücklich offen gelassen.

Der nächste Bundesliga-Termin für Werder Bremen ist am Freitag, 9. Oktober 2026, bei Borussia Dortmund. Bis dahin richtet sich beim Personal vor allem der Blick auf Hein: Nach dem vorgesehenen individuellen Programm soll sich am Donnerstag zeigen, ob der Torhüter wieder vollständig mit der Mannschaft trainieren kann.

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