
Der FC Schalke 04 will offenbar auch über das Jahr 2028 hinaus mit Trainer Miron Muslic zusammenarbeiten. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine am Mittwoch, 7. Oktober 2026, neu beschlossene Vertragsverlängerung. Fussballdaten.de griff das Thema aktuell erneut auf, der konkrete langfristige Plan der Schalker Führung ist aber bereits seit einem Bericht der SPORT BILD vom 11. August 2026 bekannt. Sportvorstand Frank Baumann hatte dort erklärt, der Verein wolle die Zusammenarbeit mit Muslic über dessen derzeitige Vertragslaufzeit hinaus fortsetzen.
Der Vertrag von Miron Muslic läuft aktuell bis zum Sommer 2028. Diese Laufzeit ist offiziell bestätigt. Ursprünglich hatte der Trainer bei seiner Verpflichtung einen Vertrag bis zum 30. Juni 2027 unterschrieben. Durch Schalkes Aufstieg in die Bundesliga verlängerte sich das Arbeitspapier automatisch um ein weiteres Jahr. Eine darüber hinausgehende Verlängerung hat der Verein bislang nicht bekanntgegeben.
Die entscheidende Aussage zur Zukunft des Trainers stammt von Sportvorstand Frank Baumann. Gegenüber SPORT BILD sagte er im August: „Unser Ziel ist es, mit Miron auch über die aktuelle Vertragslaufzeit bis 2028 zusammenzuarbeiten.“ Damit ist der langfristige Wunsch des Vereins deutlich konkreter als ein reines Transfergerücht. Ein neuer Vertrag bis 2029 oder darüber hinaus wurde damit jedoch nicht angekündigt.
Muslic selbst stellte in demselben Zusammenhang klar, dass er derzeit keinen Wechsel anstrebe. „Keiner braucht anzuklopfen!“, sagte der Trainer. Außerdem bezeichnete er Schalke als seinen Traumverein. Eine sofortige Trennung steht nach seinen eigenen Aussagen damit nicht zur Debatte. Zugleich bedeutet dieses Bekenntnis noch keine formelle Verlängerung seines bestehenden Vertrags.
Als Schalke Muslic Ende Mai 2025 verpflichtete, erhielt der damalige Trainer von Plymouth Argyle zunächst einen Vertrag bis zum 30. Juni 2027. Schon damals waren im Kontrakt Bedingungen vorgesehen, die bei sportlichem Erfolg eine längere Zusammenarbeit ermöglichten. Mit der Rückkehr in die Bundesliga im Mai 2026 griff eine solche Regelung und verlängerte den Vertrag automatisch bis 2028. Der Verein bestätigte diesen Vorgang später auch ausdrücklich.
Die Verlängerung war damit keine nachträglich ausgehandelte neue Vereinbarung, sondern Folge einer bereits bestehenden Vertragsklausel. SPORT BILD hatte schon im Februar 2026 berichtet, dass Muslics damaliger Vertrag bei einem Aufstieg in der Saison 2025/26 um ein Jahr verlängert werden sollte. Dieses Szenario trat schließlich ein.
Neben der verlängerten Laufzeit ist eine mögliche Ausstiegsklausel Bestandteil der Berichte über Muslics Vertrag. SPORT BILD berichtete am 10. Juni 2026, Muslic hätte Schalke im Sommer 2026 für eine festgeschriebene Summe zwischen fünf und acht Millionen Euro verlassen können. Die genaue Höhe sollte demnach vom interessierten Verein abhängen. Die entsprechende Frist war zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits abgelaufen.
Nach Angaben des Magazins soll eine solche Möglichkeit im Sommer 2027 erneut bestehen. Sie gelte dem Bericht zufolge nicht im Winter und müsse bis Mitte Mai genutzt werden. Sky Sport hatte ebenfalls von einer weiterhin gültigen Ausstiegsklausel gesprochen und deren Höhe im oberen einstelligen Millionenbereich eingeordnet. Schalke selbst hat weder die genaue Summe noch die weiteren Bedingungen einer solchen Klausel offiziell veröffentlicht.
Schalke stellte Miron Muslic am 31. Mai 2025 als neuen Cheftrainer vor. Der Verein führt ihn offiziell seit dem 1. Juli 2025 als Trainer der Profimannschaft. Zuvor hatte der Österreicher mit bosnischen Wurzeln den englischen Klub Plymouth Argyle trainiert. Für seinen Wechsel nach Gelsenkirchen wurde eine Ablöse fällig, über deren genaue Modalitäten Schalke und Plymouth nach Vereinsangaben Stillschweigen vereinbarten.
Bereits in seiner ersten Saison führte Muslic Schalke zurück in die Bundesliga. Der Klub hatte zuvor drei Spielzeiten nacheinander in der 2. Bundesliga verbracht. Durch den Aufstieg wurde nicht nur sein Vertrag verlängert. Auch die Position des Trainers innerhalb der mittelfristigen sportlichen Planung wurde deutlich gestärkt. Schalke bezeichnete Muslic nach dem Aufstieg als entscheidenden Faktor für die positive Entwicklung der Mannschaft.
Der Wunsch nach einer längerfristigen Zusammenarbeit mit Muslic passt zur Personalstrategie, die Schalke nach dem Bundesliga-Aufstieg verfolgt. Mehrere Spieler wurden langfristiger an den Klub gebunden. Eigengewächs Vitalie Becker unterschrieb beispielsweise bis 2030. Sky verwies im September zudem auf langfristige Verträge für Soufiane El-Faouzi, Mertcan Ayhan und Adil Aouchiche sowie auf die Verlängerung mit Torhüter Loris Karius bis 2028.
Damit versucht Schalke, nach Jahren mit häufigen personellen Veränderungen mehr Kontinuität in den sportlichen Kern zu bringen. Für Muslic steht nach dem Aufstieg zunächst die Etablierung in der Bundesliga im Mittelpunkt. Dass Baumann öffentlich bereits eine Zusammenarbeit über 2028 hinaus als Ziel bezeichnet hat, macht den Trainer zu einem zentralen Bestandteil dieser Planung. Eine konkrete neue Vertragslaufzeit gibt es bislang jedoch nicht.
Der Stand am 7. Oktober ist deshalb klarer, als es manche aktuelle Meldung vermuten lässt: Muslic besitzt einen bestätigten Vertrag bis 2028. SPORT BILD hat sowohl über eine Ausstiegsklausel als auch über Schalkes Wunsch berichtet, den Trainer anschließend weiterzubeschäftigen. Baumanns Aussage zum langfristigen Verbleib stammt direkt aus einem Interview und ist damit belegt.
Nicht bestätigt ist dagegen, dass bereits ein neuer Vertrag ausgehandelt wird oder eine Einigung über eine Laufzeit nach 2028 erzielt wurde. Ebenso sind die berichteten fünf bis acht Millionen Euro für die Ausstiegsklausel keine offiziell vom FC Schalke 04 veröffentlichte Vertragssumme. Fest steht derzeit lediglich: Verein und Trainer haben öffentlich deutlich gemacht, dass sie ihre Zusammenarbeit fortsetzen wollen.
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