Nach Großbrand an Michaelsschulen gibt es neue Erkenntnis zur Ursache

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Gut sechs Wochen nach dem Brand an den Michaelsschulen in Paderborn gibt es neue Erkenntnisse zur wahrscheinlichen Ursache. Eine Zigarettenkippe soll das Feuer mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgelöst haben. Radio Hochstift veröffentlichte diese Information am Mittwoch und gibt an, dass die Polizei Paderborn die Erkenntnis bestätigt habe. Bereits Ende August hatten die Ermittler einen technischen Defekt ausgeschlossen und wahrscheinliche fahrlässige Brandstiftung als Ursache genannt. Eine konkrete Zündquelle hatte die Polizei damals noch nicht benannt.

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Wer die Zigarette entsorgt haben könnte und unter welchen genauen Umständen sie zum Brand führte, ist öffentlich nicht geklärt. Gesicherte Angaben zu einer verantwortlichen Person liegen nicht vor. Der Sachschaden befindet sich weiterhin im Millionenbereich. Eine genaue Summe steht nach Angaben des Schulträgers noch nicht fest.

Feuer brach am 25. August kurz vor Schulbeginn aus

Der Großbrand ereignete sich am Dienstag, 25. August 2026, wenige Tage vor dem Ende der Sommerferien. Die Feuerwehr wurde nach eigenen Angaben um 9.38 Uhr durch die Brandmeldeanlage der Realschule St. Michael alarmiert. Die Polizei nannte in ihrer ersten Mitteilung rund 9.40 Uhr als Alarmzeit. Im Dachbereich des gemeinsamen Schulkomplexes entwickelte sich anschließend ein umfangreicher Brand. Drei Menschen im Gebäude konnten dieses selbstständig verlassen. Ein 57 Jahre alter Mann hatte Rauch eingeatmet und wurde als leicht verletzt eingestuft.

Im Verlauf des Einsatzes waren rund 130 Feuerwehrkräfte beteiligt. Auch Feuerwehrleute wurden verletzt. Nach Angaben des Erzbistums mussten Personen vorsorglich medizinisch untersucht und teilweise im Krankenhaus beobachtet werden, konnten dieses aber später wieder verlassen. Schwerwiegende Verletzungen wurden nicht bekannt. Das unmittelbar angrenzende Michaelskloster war wegen der Rauchentwicklung zunächst evakuiert worden.

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Polizei schloss technischen Defekt frühzeitig aus

Schon zwei Tage nach dem Feuer hatte die Polizei ihren Ermittlungsstand deutlich eingegrenzt. Am 27. August erklärte sie offiziell, dass der Dachstuhl vermutlich durch fahrlässige Brandstiftung in Brand geraten sei. Die Brandsachverständigen hätten einen technischen Defekt ausgeschlossen. Zugleich betonte die Behörde damals, die konkrete Brandursache stehe noch nicht fest. Den Gesamtschaden schätzte sie bereits zu diesem Zeitpunkt auf wahrscheinlich mehrere Millionen Euro.

Mit der nun bekannt gewordenen Zigarettenkippe gibt es erstmals eine konkrete mögliche Zündquelle. Weitergehende behördliche Angaben zum genauen Ablauf oder zu einer Person, die dafür verantwortlich sein könnte, lagen zunächst nicht vor.

Dach und mehrere technische Anlagen müssen erneuert werden

Die Folgen des Feuers beschränken sich nicht auf den zerstörten Dachbereich. Bereits unmittelbar nach dem Einsatz hatte das Erzbistum auf Schäden durch Rauch und große Mengen Löschwasser hingewiesen. Das Wasser drang in weitere Stockwerke ein. Der WDR berichtete zum Schulstart, dass der Dachstuhl im Bereich der Oberstufe vollständig zerstört war und die Folgen bis in tiefer gelegene Gebäudeteile reichten.

Aktuell finden am Schulgebäude weiterhin Rückbauarbeiten und technische Kontrollen statt. Danach sollen nach Angaben des Erzbistums unter anderem das Dach sowie Elektrik, Lüftung und IT erneuert werden. Hinzu kommen Arbeiten am Innenausbau. Wie hoch die Kosten am Ende tatsächlich ausfallen werden, ist weiterhin offen. Fest steht bislang lediglich, dass sich der Schaden im Millionenbereich bewegt.

Unterricht konnte trotz der Schäden wieder beginnen

Der Brand traf die Michaelsschulen zu einem besonders ungünstigen Zeitpunkt, nur rund eine Woche vor Beginn des neuen Schuljahres. Insgesamt besuchen nach Angaben des Erzbistums 1.659 Schülerinnen und Schüler die drei Schulen am Standort. Die Grundschule blieb von den unmittelbaren Folgen weitgehend verschont. Am stärksten betroffen war das Gymnasium mit mehr als 1.000 Schülerinnen und Schülern.

Stadt und Erzbistum fanden kurzfristig eine Ausweichlösung. Die ehemalige Von-Fürstenberg-Realschule wurde für den Schulbetrieb zur Verfügung gestellt. Damit konnte der Unterricht am 2. September wieder regulär in Präsenz beginnen. Schülerinnen und Schüler der Gymnasialjahrgänge 5 bis 7 blieben am Standort der Michaelsschulen, während die Jahrgänge 8 bis Q2 überwiegend in die ehemalige Von-Fürstenberg-Realschule umzogen.

Sanierung dürfte die Schulen noch länger beschäftigen

Schon Ende August mussten Sicherungsmaßnahmen gegen Regen und weitere Witterungseinflüsse eingeleitet werden. Gleichzeitig wurden Löschwasser entfernt, Gebäudeteile getrocknet und erhaltene Möbel gereinigt. Ein Teil der Ausstattung konnte in den Ausweichstandort gebracht werden. Der reguläre Unterricht ließ sich dadurch vergleichsweise schnell wieder organisieren, die baulichen Folgen sind dagegen weiterhin erheblich.

Wann sämtliche betroffenen Bereiche der Michaelsschulen wieder vollständig genutzt werden können, ist derzeit nicht verbindlich angegeben. Die laufenden Rückbauarbeiten und die angekündigte Erneuerung mehrerer zentraler Gebäudetechniken zeigen, dass die Beseitigung der Brandschäden über den eigentlichen Dachstuhl hinausgeht. Die Ermittlungen haben die wahrscheinliche Ursache inzwischen deutlich eingegrenzt. Eine Zuordnung zu einer bestimmten Person ist daraus nicht abzuleiten.

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