
An der Raddingsdorfer Kreuzung in Mecklenburg-Vorpommern steht eine umfassende Verkehrssperrung bevor. Von Donnerstag, 15. Oktober, bis einschließlich Sonntag, 25. Oktober 2026, wird der gesamte Knotenpunkt der Landesstraßen L 01 und L 02 im Landkreis Nordwestmecklenburg für den Verkehr gesperrt. Autofahrer müssen eine weiträumige Umleitung nutzen. Auch Busse und Rettungsfahrzeuge sind von den Einschränkungen betroffen. Das Straßenbauamt Schwerin hat die Maßnahme für die Herbstferien angekündigt.
Die Raddingsdorfer Kreuzung liegt bei Raddingsdorf, einem Ortsteil der Gemeinde Rieps im Landkreis Nordwestmecklenburg. An dem Verkehrsknoten treffen die Landesstraßen L 01 und L 02 aufeinander. Die L 01 verbindet den Bereich mit Schönberg und führt in Richtung Ratzeburg. Über die L 02 bestehen Verbindungen nach Lüdersdorf und zur Autobahn A 20 sowie in Richtung Carlow und Rehna.
Vom 15. bis einschließlich 25. Oktober ist die Raddingsdorfer Kreuzung gesperrt. Betroffen sind sämtliche Zufahrten unmittelbar am Knotenpunkt. Eine konkrete Uhrzeit für den Beginn und das Ende der Vollsperrung wurde vom Straßenbauamt Schwerin zunächst nicht veröffentlicht.
Grund für die elftägige Sperrung ist der laufende Ausbau des Straßenknotens. Das bereits bestehende Baufeld an der L 01 wird aus Richtung Schönberg über den Kreuzungsbereich hinaus in Richtung Ratzeburg erweitert. Dabei müssen unterschiedliche Fahrbahnhöhen zwischen dem erneuerten Abschnitt und der vorhandenen Straße angeglichen werden.
Anschließend wird die neue Fahrbahn zunächst provisorisch mit dem bestehenden Straßenbereich verbunden. Diese Arbeiten lassen sich nach Angaben des Straßenbauamtes Schwerin nicht ausführen, solange Fahrzeuge die Kreuzung passieren. Deshalb wird die bisher abschnittsweise Verkehrsführung vorübergehend durch eine vollständige Sperrung ersetzt. Die Bauarbeiten sind Teil einer umfangreicheren Umgestaltung, die bereits im August 2026 begonnen hat.
Für die Dauer der Vollsperrung hat das Straßenbauamt Schwerin eine großräumige Umleitung festgelegt. Aus Richtung Ratzeburg führt sie zunächst über die Bundesstraße B 208 nach Gadebusch. Dort wechseln Verkehrsteilnehmer auf die Bundesstraße B 104 und fahren über Rehna nach Schönberg. Anschließend geht es über die L 01 und die Kreisstraße K 2 in Richtung Wahrsow.
In der Gegenrichtung gilt dieselbe Umleitungsstrecke. Damit müssen insbesondere Autofahrer, die bislang direkt über die Raddingsdorfer Kreuzung gefahren sind, einen deutlich anderen Streckenverlauf nutzen. Konkrete Angaben zu zusätzlichen Fahrkilometern oder zu erwartenden Verzögerungen veröffentlichte die Behörde zunächst nicht. Auch besondere zeitliche Ausnahmen von der Vollsperrung wurden nicht genannt.
Die Einschränkungen gelten ausdrücklich auch für den Busverkehr und den Rettungsdienst. Die Kreuzung kann während der vollständigen Sperrung daher nicht wie gewohnt von Linienbussen durchfahren werden. Zu konkreten Ersatzstrecken, veränderten Abfahrtszeiten oder zusätzlichen Ersatzhaltestellen lagen in der Ankündigung des Straßenbauamtes zunächst keine Einzelheiten vor.
Das Verkehrsunternehmen NAHBUS hatte bereits am 21. August angekündigt, dass die Haltestelle Raddingsdorf Kreuzung wegen der bisherigen Bauarbeiten vom 24. August bis voraussichtlich 23. Oktober nicht bedient werden könne. Die damalige Mitteilung bezog sich allerdings auf die Sperrung des nördlichen Kreuzungsarms. Die neue Vollsperrung dauert bis einschließlich 25. Oktober. Fahrgäste sollen aktuelle Informationen der Verkehrsunternehmen beachten.
Mit Beginn des Montags, 26. Oktober 2026, soll die Raddingsdorfer Kreuzung wieder für Fahrzeuge passierbar sein. Damit endet nach aktueller Planung die vollständige Unterbrechung aller vier Kreuzungsarme. Eine uneingeschränkte Nutzung ist allerdings weiterhin nicht möglich.
Für die Fortsetzung der Straßenbauarbeiten bleibt die L 01 in Richtung Schönberg gesperrt. Der Verkehr wird in dieser Bauphase über die L 02 und die Kreisstraße K 2 durch Wahrsow nach Schönberg geführt. Auch die Gegenrichtung ist entsprechend betroffen. Das Straßenbauamt unterscheidet damit zwischen der zeitlich begrenzten Vollsperrung im Oktober und den anschließenden weiteren Bauphasen. Für den gesamten Umbau ist weiterhin eine deutlich längere Bauzeit vorgesehen.
Die Raddingsdorfer Kreuzung gilt nach Angaben des Straßenbauamtes als Unfallhäufungsstelle. Mit dem Ausbau sollen die Verkehrsführung verbessert und die Verkehrssicherheit erhöht werden. Dafür erhält die L 01 im Kreuzungsbereich eine breitere Fahrbahn sowie zusätzliche Fahrstreifen für Linksabbieger.
An beiden Zufahrten der L 02 sind Fahrbahnteiler vorgesehen. Südlich der Kreuzung wird außerdem eine Kuppe abgesenkt, um bessere Sichtverhältnisse zu schaffen. Hinzu kommen zwei neue barrierefreie Bushaltestellen an der L 01. Neben den Straßenbauarbeiten erneuert der Zweckverband Radegast das vorhandene Trinkwassersystem.
Die vollständige Sperrung im Oktober dient somit nicht allein dem Austausch einzelner Fahrbahnschichten, sondern einem grundlegenden Umbau des gesamten Verkehrsknotens.
Nach dem derzeitigen Baukonzept soll zunächst die östliche Zufahrt der L 02 in Richtung Carlow und Rehna bearbeitet werden. Diese Bauphase ist voraussichtlich bis Ende 2026 vorgesehen. Während der abschnittsweisen Arbeiten bleibt jeweils ein Kreuzungsarm gesperrt, während der Verkehr über die anderen Zufahrten durch eine Ampelanlage geregelt werden soll.
Ab voraussichtlich Mai 2027 ist der westliche Bereich der L 02 in Richtung Lüdersdorf und A 20 an der Reihe. In den Sommerferien 2027 folgt schließlich der südliche Kreuzungsarm der L 01 in Richtung Ratzeburg. Diese Arbeiten sollen nach aktueller Planung bis Ende August 2027 dauern. Zwischen den Bauphasen ist auch eine längere Unterbrechung vorgesehen, in der die Kreuzung vollständig befahrbar sein soll.
Die Fertigstellung der grundhaft erneuerten Raddingsdorfer Kreuzung ist für den Spätsommer 2027 geplant. Bis dahin müssen Verkehrsteilnehmer abhängig vom jeweiligen Bauabschnitt mit unterschiedlichen Einschränkungen rechnen. Das Straßenbauamt Schwerin bittet um Verständnis für die notwendigen Verkehrsbehinderungen.
Für die bevorstehende Vollsperrung vom 15. bis 25. Oktober steht die Umleitungsstrecke bereits fest. Autofahrer können sich daher vor Fahrtantritt auf die geänderte Verkehrsführung einstellen. Für Fahrgäste bleiben die aktuellen Informationen der Busunternehmen maßgeblich, insbesondere bei möglichen Änderungen an Haltestellen und Fahrzeiten. Die nächste wesentliche Änderung ist für Montag, 26. Oktober, angekündigt. Dann soll der Kreuzungsbereich wieder befahrbar sein, während die L 01 nach Schönberg zunächst gesperrt bleibt.
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