
In Bad Urach im Landkreis Reutlingen müssen sich Autofahrer und Ausflügler auf eine mehrtägige Straßensperrung einstellen. Von Freitag, 16. Oktober, bis voraussichtlich Dienstag, 20. Oktober 2026, wird der Bahnübergang Wasserfall für motorisierte Fahrzeuge vollständig gesperrt. Damit ist auch die Zufahrt zum Maisental und zum Uracher Wasserfall unterbrochen. Fußgänger und Radfahrer können den Bahnübergang weiterhin passieren. Der Zugverkehr auf der Ermstalbahn soll während der Arbeiten aufrechterhalten bleiben.
Die Sperrung in Bad Urach steht im Zusammenhang mit dem laufenden Ausbau der B 28 an den Knotenpunkten Wasserfall und Hochhaus. Die Schieneninfrastrukturgesellschaft RSBNA, die Stadt Bad Urach und das Regierungspräsidium Tübingen führen mehrere Arbeiten gleichzeitig durch. Eine Umleitung für Kraftfahrzeuge zum Maisental gibt es nicht.
Die Vollsperrung beginnt am Freitag, 16. Oktober 2026, um 7 Uhr. Betroffen ist die Straße Hochsträß im Bereich des Bahnübergangs Wasserfall. Über diese Verbindung erreichen Autofahrer normalerweise das Maisental und die dortigen Parkmöglichkeiten. Während der Arbeiten ist eine Durchfahrt mit motorisierten Fahrzeugen nicht möglich.
Die Verkehrsfreigabe ist für Dienstagvormittag, 20. Oktober 2026, vorgesehen. Die Bauarbeiten sollen bei geeigneter Witterung bereits am Montagabend abgeschlossen werden. Anschließend muss der neue Asphalt ausreichend aushärten. Deshalb kann die Straße nicht unmittelbar nach dem Ende der Asphaltarbeiten wieder geöffnet werden. Einen verbindlichen Zeitpunkt für die Freigabe nennt das Regierungspräsidium nicht.
Die RSBNA Erms-Neckar-Bahn Schieneninfrastruktur GmbH erneuert am Bahnübergang Wasserfall sowohl die Schienen als auch den Asphalt. Der Einbau des neuen Asphalts im Gleisbereich ist für Montag, 19. Oktober, geplant. Um die Dauer der Arbeiten zu begrenzen und den Bahnverkehr möglichst wenig zu beeinträchtigen, wird teilweise auch nachts gearbeitet.
Parallel dazu saniert die Stadt Bad Urach einen rund 45 Meter langen Straßenabschnitt im Hochsträß auf Höhe der Parkplätze an der Bahnhaltestelle. Die vorhandenen Asphaltschichten werden ab Freitagmorgen entfernt. Am Montag erfolgen weitere Asphaltarbeiten. Das Regierungspräsidium schließt außerdem eine noch bestehende Lücke in der Fahrbahndecke zwischen dem Hochsträß und dem Bahnübergang. Für Anwohner kann es während der Nachtarbeiten zu Lärmbelastungen kommen.
Besonders deutlich sind die Folgen für Besucher des Uracher Wasserfalls. Das Hochsträß ist die einzige Zufahrt für motorisierte Fahrzeuge zum Maisental. Deshalb können Autofahrer während der Sperrung weder den Parkplatz P23 Maisental noch den dortigen Wohnmobilstellplatz erreichen. Eine alternative Straßenverbindung steht nicht zur Verfügung.
Die Tourismusverwaltung Bad Urach weist ausdrücklich auf diese Einschränkungen hin. Auch die Ausfahrt aus dem Parkplatz ist während der Vollsperrung nicht möglich. Wer einen Besuch des Wasserfalls plant, muss die unterbrochene Zufahrt bei seiner Anreise berücksichtigen.
Der Zugang für Fußgänger und Radfahrer über den Bahnübergang bleibt bestehen. Die Sperrung betrifft damit die Anfahrt mit motorisierten Fahrzeugen, nicht grundsätzlich den Zugang zum Maisental zu Fuß oder mit dem Fahrrad.
Die Vollsperrung vom 16. bis 20. Oktober betrifft den Bahnübergang und die Zufahrt ins Maisental. Eine vollständige Sperrung der Bundesstraße B 28 selbst ist für diese Arbeiten nicht angekündigt. Allerdings bestehen im Bereich der beiden Knotenpunkte weiterhin Einschränkungen durch die umfangreiche Straßenbaumaßnahme.
Bereits seit September wird der Verkehr auf der B 28 im Baustellenbereich auf jeweils einem Fahrstreifen pro Richtung geführt. Gleichzeitig gelten Veränderungen an der Stuttgarter Straße. Dort wurde ab dem 21. September zwischen der Max-Eyth-Straße und der Zufahrt zu McDonald’s eine Einbahnstraßenregelung eingerichtet. Der Verkehr stadtauswärts wird über die Minimaxstraße, Uhlandstraße und Max-Eyth-Straße zur Immanuel-Kant-Straße umgeleitet. Diese Verkehrsführung soll nach bisheriger Planung bis Mitte November bestehen bleiben.
Auch der Busverkehr ist betroffen. Im Zuge der bereits im September angekündigten Verkehrsführung entfallen die Haltestellen Wasserfall in beiden Fahrtrichtungen sowie die Haltestelle Bad Urach Braike in Richtung stadtauswärts. Als Ersatz dienen die Haltestellen Bad Urach Adalbert-Stifter-Straße beziehungsweise Bad Urach Minimaxstraße. Konkrete zusätzliche Buslinienänderungen für die Sperrung vom 16. bis 20. Oktober wurden in der aktuellen Behördenmitteilung nicht genannt.
Trotz der Erneuerung der Gleise am Bahnübergang Wasserfall soll der Zugverkehr während der gesamten Bauarbeiten aufrechterhalten werden. Das Regierungspräsidium bestätigt ausdrücklich, dass die Sperrung für den motorisierten Straßenverkehr gilt und der Bahnverkehr weiterläuft.
Damit ist für die Arbeiten vom 16. bis 20. Oktober keine zusätzliche Einstellung des Zugverkehrs an diesem Bahnübergang angekündigt. Die teilweise nachts stattfindenden Arbeiten sollen dazu beitragen, die Einschränkungen für die Bahn gering zu halten.
Die Ermstalbahn verbindet Metzingen mit Bad Urach. Für Reisende ist insbesondere die Bahnhaltestelle Bad Urach Wasserfall von Bedeutung. Aktuelle Verbindungen können über die Fahrplanauskünfte der Deutschen Bahn und des Verkehrsverbunds naldo geprüft werden.
Die Arbeiten am Bahnübergang sind Teil eines wesentlich größeren Straßenbauprojekts. Auf einer Länge von rund 800 Metern werden die Knotenpunkte Wasserfall und Hochhaus an der B 28 umgestaltet. Ziel ist es, den Verkehrsfluss auf der wichtigen Verbindung durch das Ermstal zu verbessern.
Dazu gehören zusätzliche Fahrstreifen, die Verlegung der Einmündung Bäderstraße und eine neue Fußgänger- und Radwegbrücke über die Bundesstraße. Außerdem wird im Bereich der Hochhauskreuzung eine neue Brücke über die Erms errichtet. Stützwände sollen die neu angelegte Straßenführung entlang der Bahnlinie und der Erms sichern.
Die Gesamtkosten für Bau und Grunderwerb gibt das Regierungspräsidium mit rund 24,845 Millionen Euro an. Der Bund und die Stadt Bad Urach beteiligen sich entsprechend den jeweiligen Projektabschnitten an der Finanzierung.
Das Vorhaben befindet sich derzeit in der zweiten Verkehrsphase. Diese soll voraussichtlich bis Ende 2026 andauern. Das Regierungspräsidium strebt an, die umgebaute Bundesstraße rechtzeitig zur Gartenschau Bad Urach im Frühjahr 2027 für den Verkehr freizugeben.
Auch nach der Wiederöffnung des Bahnübergangs am 20. Oktober werden die Arbeiten an den Knotenpunkten fortgesetzt. An der Hochhauskreuzung stehen unter anderem Arbeiten an der neuen Ermsbrücke und am Gewässerbett an. Im Bereich Wasserfall werden die neue südliche Fahrbahn der B 28 und die Fußgänger- und Radwegbrücke weitergebaut.
Für Verkehrsteilnehmer bedeutet dies, dass die kurzfristige Vollsperrung der Wasserfallzufahrt nicht mit dem Abschluss des Gesamtprojekts gleichzusetzen ist. Weitere Einschränkungen im Umfeld der Bundesstraße bleiben während der laufenden Bauphasen möglich.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu