Leben im All? Uni Münster startet Vortragsreihe über Außerirdische

Ringvorlesung über Außerirdische in Münster: Sieben kostenlose Vorträge ab 20. Oktober. Alle Termine und Infos.
dreese, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

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Münster. Gibt es Leben außerhalb der Erde und wie könnte die Menschheit auf einen ersten Kontakt mit einer außerirdischen Zivilisation reagieren? Diesen Fragen widmet sich eine Ringvorlesung über Außerirdische in Münster, die am 20. Oktober 2026 beginnt. Die Universität Münster lädt gemeinsam mit dem Planetarium des LWL-Museums für Naturkunde zu sieben öffentlichen Vorträgen ein. Der Eintritt ist kostenlos, auch eine Online-Teilnahme ist möglich.

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Universität Münster untersucht die Suche nach außerirdischem Leben

Unter dem Titel „Außerirdische: Wissenschaftstheoretische und Interdisziplinäre Perspektiven“ beschäftigen sich Fachleute verschiedener Wissenschaftsbereiche mit der Frage, ob Leben jenseits unseres Planeten existieren könnte. Dabei geht es nicht nur um astronomische Erkenntnisse, sondern auch um philosophische, gesellschaftliche, rechtliche und religiöse Fragen.

Den Auftakt macht am 20. Oktober der Wissenschaftsphilosoph Claus Beisbart von der Universität Bern. Er untersucht, was Wissenschaftler überhaupt unter Leben verstehen und ob sich völlig fremde Lebensformen mit unseren bisherigen Vorstellungen erkennen ließen. Am 3. November erklärt die Geowissenschaftlerin Lena Noack von der Freien Universität Berlin, welche Bedingungen auf Planeten außerhalb unseres Sonnensystems herrschen müssen, damit dort Leben entstehen könnte. Am 17. November beschäftigt sich die Astrophysikerin Iva Vilović vom Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam mit aktuellen Erkenntnissen der Astrobiologie.

Von Science-Fiction bis zur Frage nach einem Erstkontakt

Die Ringvorlesung beschränkt sich nicht auf naturwissenschaftliche Erkenntnisse. Am 1. Dezember untersucht der Film- und Literaturwissenschaftler Matthias Hurst, wie Außerirdische in Filmen und Fernsehserien dargestellt werden. Am 15. Dezember beschäftigt sich der Rechtswissenschaftler Michael Bohlander mit den juristischen Herausforderungen eines Kontakts mit außerirdischer Intelligenz. Dabei geht es unter anderem um die Frage, wer entscheiden dürfte, ob die Menschheit auf ein Signal aus dem All antwortet.

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Am 19. Januar 2027 spricht der Soziologe Andreas Anton über mögliche gesellschaftliche Folgen eines ersten Kontakts mit einer außerirdischen Zivilisation. Den Abschluss bildet am 2. Februar der Theologe Christian Weidemann mit dem Vortrag „Starb Jesus auch für Aliens?“. Er untersucht, welche theologischen Fragen sich durch die mögliche Existenz außerirdischen Lebens ergeben würden.

Wie realistisch ist die Suche nach außerirdischem Leben?

Die Suche nach außerirdischem Leben ist längst ein etabliertes Forschungsgebiet. Astronomen haben inzwischen mehr als 6.400 Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Mithilfe moderner Teleskope untersuchen Wissenschaftler unter anderem deren Atmosphären und mögliche Hinweise auf lebensfreundliche Bedingungen. Ein wissenschaftlich bestätigter Nachweis für außerirdisches Leben existiert bislang allerdings nicht.

Eine zentrale Herausforderung besteht darin, mögliche Lebensspuren von natürlichen chemischen Prozessen zu unterscheiden. Hinzu kommt die Frage, ob außerirdisches Leben möglicherweise ganz anders aufgebaut sein könnte als die bekannten Lebensformen auf der Erde. Die Vortragsreihe in Münster soll deshalb auch zeigen, welche Möglichkeiten die Wissenschaft bei der Erforschung unbekannter Lebensformen besitzt und wo ihre Grenzen liegen.

Ringvorlesung zum 20-jährigen Bestehen des Forschungszentrums

Mit der Veranstaltungsreihe feiert das Zentrum für Wissenschaftstheorie der Universität Münster zugleich sein 20-jähriges Bestehen. Die Einrichtung wurde 2006 gegründet und bringt Forschende verschiedener Fachrichtungen zusammen. Seit 2020 besitzt sie den Status einer zentralen wissenschaftlichen Einrichtung der Universität. Nach Angaben der Hochschule wurde die Idee einer Ringvorlesung über Außerirdische bereits seit mehreren Jahren diskutiert und wird nun gemeinsam mit dem LWL-Planetarium umgesetzt.

Termine, Eintritt und Anmeldung in Münster

Die sieben Vorträge finden zwischen dem 20. Oktober 2026 und dem 2. Februar 2027 an ausgewählten Dienstagen jeweils von 18.15 bis 19.45 Uhr statt. Der erste und der letzte Vortrag werden im Hörsaal F5 des Fürstenberghauses am Domplatz 20–22 angeboten. Für diese beiden Veranstaltungen ist keine Anmeldung erforderlich.

Die fünf weiteren Termine finden im Planetarium des LWL-Museums für Naturkunde an der Sentruper Straße 285 statt. Auch dort ist der Eintritt kostenlos, allerdings benötigen Besucher eine kostenlose Eintrittskarte. Sämtliche Veranstaltungen werden zudem live im Internet übertragen.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu