Paul Simon wird 85: Ein Musikleben zwischen Welthits und Neubeginn

Symbolbild: Mikrofon auf einer Bühne
Lestat (Jan Mehlich), CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons

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Paul Simon gehört zu den einflussreichsten Songschreibern der amerikanischen Popgeschichte. Am Dienstag, 13. Oktober 2026, feiert der Musiker seinen 85. Geburtstag. Bekannt wurde er mit Art Garfunkel und Welthits wie The Sound of Silence und Bridge Over Troubled Water. Später schuf er mit Graceland eines seiner erfolgreichsten Soloalben. Seine Karriere ist auch 2026 nicht abgeschlossen. Nur vier Tage vor seinem Geburtstag erschien ein neues Livealbum, das seine Rückkehr auf die Bühne dokumentiert.

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Von New Jersey nach New York: Die Anfänge von Paul Simon

Paul Frederic Simon wurde am 13. Oktober 1941 in Newark im US-Bundesstaat New Jersey geboren. Aufgewachsen ist er im New Yorker Stadtteil Queens. Dort lernte er 1953 während seiner Schulzeit Art Garfunkel kennen. Beide interessierten sich früh für Musik und begannen gemeinsam zu singen.

Ihre ersten professionellen Aufnahmen veröffentlichten sie 1957 unter dem Namen Tom & Jerry. Mit dem Titel Hey, Schoolgirl gelang ihnen ein erster kleiner Erfolg. Die Zusammenarbeit verlief zunächst jedoch nicht dauerhaft. Beide gingen zwischenzeitlich eigene Wege.

Anfang der 1960er Jahre fanden die Musiker wieder zusammen. Nun traten sie unter ihren eigenen Nachnamen als Simon & Garfunkel auf. Ihr erstes gemeinsames Studioalbum Wednesday Morning, 3 A.M. erschien im Oktober 1964. Der kommerzielle Erfolg blieb zunächst aus. Für Paul Simon begann deshalb eine Phase, in der er unter anderem in britischen Folkclubs auftrat und seine Fähigkeiten als Songschreiber weiterentwickelte.

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Simon & Garfunkel: Fünf Alben und zahlreiche Welthits

Der entscheidende Durchbruch gelang mit The Sound of Silence. Das ursprünglich akustisch aufgenommene Lied erhielt nachträglich eine Begleitung mit elektrischen Instrumenten und Schlagzeug. Diese Fassung entwickelte sich 1965 zum Hit und erreichte Anfang 1966 Platz eins der amerikanischen Charts.

Es folgte eine außergewöhnlich erfolgreiche Phase. Zwischen 1964 und 1970 veröffentlichten Simon & Garfunkel insgesamt fünf reguläre Studioalben. Auf das Debüt folgten Sounds of Silence und Parsley, Sage, Rosemary and Thyme aus dem Jahr 1966 sowie Bookends von 1968.

Mit Songs wie Homeward Bound, I Am a Rock, Mrs. Robinson und The Boxer prägten sie den Folkrock der 1960er Jahre. Ihre Musik verband Simons Texte und Melodien mit den charakteristischen Gesangsharmonien beider Musiker. Zusätzliche Bekanntheit brachte ihnen die Verwendung ihrer Musik im Film Die Reifeprüfung mit Dustin Hoffman.

Den Höhepunkt ihrer gemeinsamen Studioarbeit markierte 1970 das Album Bridge Over Troubled Water. Neben dem Titelsong enthielt es unter anderem Cecilia und El Cóndor Pasa (If I Could). Das Album wurde international ein großer Erfolg.

Trotz dieses Erfolgs endete die regelmäßige Zusammenarbeit noch 1970. Simon und Garfunkel konzentrierten sich anschließend auf ihre jeweiligen Solokarrieren. Unterschiedliche künstlerische Vorstellungen und die parallele Tätigkeit Garfunkels als Schauspieler hatten ihre Zusammenarbeit belastet.

Die Wiedervereinigungen und das Konzert im Central Park

Die Trennung bedeutete allerdings keinen endgültigen Abschied voneinander. Immer wieder standen Simon und Garfunkel gemeinsam auf der Bühne.

Besonders bekannt wurde ihr kostenloses Konzert am 19. September 1981 im New Yorker Central Park. Nach Schätzungen besuchten rund 500.000 Menschen die Veranstaltung. Der Auftritt wurde aufgezeichnet und später als Konzertalbum und Film veröffentlicht.

Weitere gemeinsame Konzerte folgten, darunter die Old Friends Auftritte 2003 und 2004. Noch 2010 traten die beiden Musiker zusammen auf, bevor ihre musikalische Zusammenarbeit erneut zum Stillstand kam.

Der Erfolg des Duos blieb dennoch unabhängig von gemeinsamen Auftritten bestehen. Ihre Aufnahmen gehören bis heute zum festen Repertoire der internationalen Popmusik.

Die Solokarriere und der Erfolg von Graceland

Nach der Trennung von Simon & Garfunkel entwickelte Paul Simon seinen eigenen musikalischen Stil weiter. Sein Soloalbum Paul Simon erschien 1972 und enthielt unter anderem Mother and Child Reunion sowie Me and Julio Down by the Schoolyard.

Mit There Goes Rhymin‘ Simon folgte 1973 ein weiteres erfolgreiches Album. Zwei Jahre später veröffentlichte er Still Crazy After All These Years, zu dessen bekanntesten Liedern 50 Ways to Leave Your Lover gehört.

Eine besonders wichtige Phase begann Mitte der 1980er Jahre. Für das 1986 erschienene Album Graceland arbeitete Simon unter anderem mit südafrikanischen Musikern zusammen. Zu den Beteiligten gehörten der Bassist Bakithi Kumalo und die Gesangsgruppe Ladysmith Black Mambazo.

Das Album verband amerikanischen Pop und Folk mit südafrikanischen musikalischen Einflüssen. Titel wie You Can Call Me Al, Graceland und Diamonds on the Soles of Her Shoes erreichten ein internationales Publikum.

Die Aufnahmen entstanden teilweise während der Apartheid in Südafrika. Simons Zusammenarbeit mit Musikern vor Ort führte deshalb zu einer politischen Kontroverse. Organisationen der Antiapartheidbewegung kritisierten einen Verstoß gegen den damaligen Kulturboykott. Simon verteidigte die Zusammenarbeit und verwies auf die internationale Aufmerksamkeit für südafrikanische Künstler.

Musikalisch wurde Graceland zu einem der bedeutendsten Alben seiner Solokarriere. Mit The Rhythm of the Saints setzte Simon 1990 seine Beschäftigung mit internationalen Musiktraditionen fort.

16 Grammys und zweimal in der Rock & Roll Hall of Fame

Paul Simons Leistungen wurden über Jahrzehnte mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt. Die amerikanische Recording Academy führt für ihn 16 Grammy-Gewinne und 36 Nominierungen.

Dreimal gewann er den Grammy für das Album des Jahres. 1971 wurde Bridge Over Troubled Water ausgezeichnet, 1976 folgte Still Crazy After All These Years und 1987 Graceland. Der Titelsong von Graceland erhielt 1988 zusätzlich den Grammy für die Aufnahme des Jahres.

Eine weitere besondere Anerkennung folgte 1990 mit der Aufnahme von Simon & Garfunkel in die Rock & Roll Hall of Fame. Im Jahr 2001 wurde Simon dort auch als Solokünstler aufgenommen.

Ebenfalls 2001 ehrte ihn die Musikorganisation MusiCares als Person des Jahres. 2002 erhielt er die Kennedy Center Honors. Fünf Jahre später wurde er als erster Musiker mit dem Gershwin Prize for Popular Song der amerikanischen Kongressbibliothek ausgezeichnet.

Auch Simon & Garfunkel wurden gemeinsam geehrt. Im Jahr 2003 erhielten sie den Grammy Lifetime Achievement Award für ihr Lebenswerk.

Rückkehr auf die Bühne trotz Hörproblemen

2018 beendete Paul Simon mit einer Abschiedstournee zunächst seine regelmäßige Konzerttätigkeit. Ein endgültiger Rückzug aus der Musik war damit allerdings nicht verbunden.

2023 veröffentlichte er das Werk Seven Psalms. Die rund 33 Minuten lange Komposition besteht aus sieben miteinander verbundenen Teilen und wurde überwiegend mit akustischen Instrumenten aufgenommen.

Während der Entstehung erlebte Simon nach eigenen Angaben einen erheblichen Hörverlust auf dem linken Ohr. Die gesundheitliche Einschränkung beeinflusste zunächst auch seine Möglichkeiten, mit größeren Ensembles aufzutreten.

2025 kehrte der Sänger mit der Konzertreihe A Quiet Celebration auf die Bühne zurück. Die Auftritte fanden zunächst überwiegend in kleineren Sälen mit günstigen akustischen Bedingungen statt. Das Programm kombinierte Seven Psalms mit neu arrangierten Liedern aus seiner langen Karriere.

2026 setzte Simon die Tournee fort. Im Frühjahr trat er unter anderem in Europa, Großbritannien und Irland auf. Im Sommer folgten weitere Konzerte in Nordamerika.

Neues Livealbum erscheint kurz vor dem 85. Geburtstag

Seine jüngste Veröffentlichung zeigt, dass Paul Simon auch im hohen Alter musikalisch aktiv bleibt. Am 9. Oktober 2026 erschien Paul Simon: The Quiet Celebration Concert.

Das knapp zweistündige Livealbum dokumentiert seine aktuelle Konzertarbeit. Es beginnt mit einer vollständigen Aufführung von Seven Psalms. Anschließend folgen bekannte Stücke aus unterschiedlichen Karrierephasen, darunter Graceland, Homeward Bound, The Boxer und The Sound of Silence.

Die Aufnahmen entstanden während seiner Konzertreihe 2025. Auch Simons Ehefrau, die Musikerin Edie Brickell, ist an der Veröffentlichung beteiligt.

Bereits seit dem 26. Juni 2026 ist außerdem ein begleitender Konzertfilm verfügbar. Die Produktion zeigt Aufführungen aus der McCaw Hall in Seattle und dokumentiert die neu gestalteten Arrangements.

Das Verhältnis zu Art Garfunkel heute

Neben Simons Solokarriere bleibt seine frühere Zusammenarbeit mit Art Garfunkel ein wichtiger Teil seines musikalischen Lebenswerks.

Nach längerer persönlicher Distanz kam es zwischen beiden wieder zu Begegnungen. Garfunkel berichtete öffentlich von gemeinsamen Gesprächen und einer emotionalen Annäherung.

In einem Interview mit dem britischen Guardian im September 2026 erklärte Garfunkel allerdings, dass er Simon ungefähr ein Jahr lang nicht persönlich gesehen habe. Er zeigte sich grundsätzlich offen gegenüber der gemeinsamen Vergangenheit, machte aber keine konkrete Ankündigung für neue Auftritte als Duo.

Eine weitere gemeinsame Tournee ist damit nicht bestätigt. Beide Musiker konzentrieren sich gegenwärtig auf ihre eigenen Auftritte und Projekte.

Für Paul Simon fällt der 85. Geburtstag in eine Phase neuer musikalischer Aktivität. Mehr als sechs Jahrzehnte nach seinen ersten professionellen Aufnahmen steht sein Werk weiterhin für eine Verbindung aus eingängigen Melodien, anspruchsvollem Songwriting und der Offenheit gegenüber unterschiedlichen Musiktraditionen.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu