Hoffenheims Abwehr verliert Albian Hajdari für mehrere Wochen

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Die TSG Hoffenheim muss mehrere Wochen auf Innenverteidiger Albian Hajdari verzichten. Der 23 Jahre alte kosovarische Nationalspieler hat sich am Dienstag, 13. Oktober, im Training an der Plantarfaszie verletzt. Der Bundesligist machte den Ausfall am Mittwoch über seinen offiziellen Auftritt auf der Plattform X bekannt. Auch Trainer Christian Ilzer bestätigte die Verletzung bei einer Pressekonferenz. Einen genauen Termin für die Rückkehr nannte der Verein nicht. Damit fehlt der Mannschaft ein Abwehrspieler, der sich seit seinem Wechsel aus der Schweiz zu einer festen Größe entwickelt hat.

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Neue Verletzung nach vorherigen Knieproblemen

Betroffen ist die Plantarfaszie, eine kräftige Bindegewebsstruktur an der Unterseite des Fußes. Über die genaue Schwere der Verletzung und weitere medizinische Einzelheiten machte die TSG keine Angaben. Offiziell steht lediglich fest, dass Hajdari in den kommenden Wochen nicht zur Verfügung stehen wird. Wann er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann, ist damit nicht geklärt.

Für den Innenverteidiger bedeutet die Diagnose einen erneuten Rückschlag innerhalb kurzer Zeit. Während der jüngsten Länderspielphase hatte er bereits gesundheitliche Probleme. Nach einem Einsatz für die Nationalmannschaft des Kosovo war er angeschlagen und reiste vorzeitig zur Behandlung nach Hoffenheim zurück. Zuletzt berichtete Ilzer von einer Schwellung am Knie, die nach einem Schlag oder Sturz aufgetreten sei. Hajdari hatte daraufhin wieder mit leichtem Training begonnen. Die Verletzung an der Fußsohle kam erst anschließend hinzu. Es handelt sich somit um zwei unterschiedliche Verletzungen.

Ilzer spricht von einem empfindlichen Verlust

Trainer Christian Ilzer hatte zunächst Fortschritte bei Hajdaris Genesung gesehen. Auf der Pressekonferenz am 14. Oktober bestätigte er dann, dass sein Verteidiger nach dem neuerlichen Vorfall mehrere Wochen ausfallen werde. Der Österreicher bezeichnete die Entwicklung als spürbaren Rückschlag für seine Mannschaft.

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Zugleich erklärte der Trainer, andere Spieler hätten kleinere Verletzungen oder Erkältungen inzwischen überwunden. Eine konkrete Prognose für Hajdari gab er jedoch nicht ab. Auch von einer Operation oder einer bestimmten Behandlung war in der Mitteilung keine Rede. Die Frage, wann der Innenverteidiger wieder voll belastbar sein wird, bleibt somit offen.

Hajdari gehörte seit seinem Wechsel zum Stammpersonal

Albian Hajdari wurde am 18. Mai 2003 im schweizerischen Binningen geboren. Er besitzt die schweizerische und die kosovarische Staatsbürgerschaft und tritt international für den Kosovo an. Seine bevorzugte Position ist die Innenverteidigung, zudem kann der Linksfuß auf der linken Abwehrseite eingesetzt werden.

Im August 2025 verpflichtete Hoffenheim den damals 22 Jahre alten Defensivspieler vom Schweizer Erstligisten FC Lugano. Zuvor hatte er auch Stationen im Nachwuchs des FC Basel und bei Juventus Turin durchlaufen. In der Saison 2025/26 kam er in 30 Bundesligapartien zum Einsatz, davon 28 Mal von Beginn an. Dabei erzielte er ein Tor und bereitete zwei weitere Treffer vor.

In der laufenden Saison 2026/27 absolvierte Hajdari bislang vier Bundesligaspiele mit drei Startelfeinsätzen. Hinzu kamen ein Auftritt im DFB-Pokal und ein Einsatz in der Europa League. Insgesamt stand er damit in sechs Pflichtspielen auf dem Platz. Die Zahlen verdeutlichen, dass es nicht um einen gelegentlich eingesetzten Ergänzungsspieler geht. Vielmehr fehlt Hoffenheim ein Verteidiger, der bereits in seinem ersten Jahr regelmäßig Verantwortung übernahm.

Diese Alternativen hat Hoffenheim in der Defensive

Für Ilzer rücken nun die übrigen Innenverteidiger in den Mittelpunkt. Ozan Kabak und Koki Machida standen zuletzt gegen den Hamburger SV gemeinsam in der Anfangsformation. Zum Abwehrkader gehören außerdem Robin Hranáč und Bernardo. Ob Ilzer die bisherige personelle Aufteilung beibehält oder innerhalb der Defensive umstellt, ist nicht festgelegt.

Vor allem Hajdaris linker Fuß und seine Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Abwehrrollen machten ihn für den Kader wertvoll. Eine direkte personelle Ersatzlösung hat der Trainer öffentlich nicht benannt. Hinzu kommt, dass Hoffenheim nicht ausschließlich in der Bundesliga gefordert ist, sondern in dieser Saison auch an der Europa League und am DFB-Pokal teilnimmt. Ein mehrwöchiger Ausfall betrifft deshalb die Auswahlmöglichkeiten über mehrere Wettbewerbe hinweg.

Auch Patrick Wimmer fehlt mehrere Wochen

Hajdari ist nicht der einzige Hoffenheimer Profi mit einer längerfristigen Verletzung. Bereits am 11. Oktober hatte der Verein bekannt gegeben, dass Offensivspieler Patrick Wimmer wegen einer Muskelverletzung am hinteren Oberschenkel ausfällt. Der österreichische Nationalspieler werde voraussichtlich bis zur nächsten Länderspielphase im November fehlen. Er ist zwar keine direkte Alternative für die Innenverteidigung, sein Fehlen schränkt die personellen Möglichkeiten des Trainerteams aber zusätzlich ein.

Hoffenheim hatte Hajdaris Vertrag langfristig verlängert

Wie wichtig Hajdari für die mittelfristige Planung der TSG ist, zeigte sich bereits im April. Damals verlängerte Hoffenheim seinen Vertrag vorzeitig und bezeichnete ihn als Leistungsträger. Geschäftsführer Sport Andreas Schicker hob unter anderem seine Flexibilität in der Defensive, seinen linken Fuß und sein Entwicklungspotenzial hervor.

Laut Transfermarkt ist der Vertrag inzwischen bis zum 30. Juni 2031 datiert. Mit der Verlängerung hatte Hoffenheim frühzeitig für Planungssicherheit auf einer wichtigen Abwehrposition gesorgt.

An dieser langfristigen Bindung ändert die aktuelle Verletzung nichts. Kurzfristig muss Hoffenheim seine Defensive allerdings ohne den kosovarischen Nationalspieler organisieren. Wie viele Pflichtspiele Hajdari tatsächlich verpassen wird, hängt von seiner weiteren Genesung ab. Ein verbindlicher Zeitpunkt für seine Rückkehr steht bislang nicht fest.

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