Schüler bemerken Rauchgeruch, wenig später brennt ihr Bus aus

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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Ein Schulbus ist am Freitagmorgen, 16. Oktober 2026, im oberfränkischen Hirschaid vollständig ausgebrannt. In dem Linienbus saßen 31 Kinder auf dem Weg zur Grund- und Mittelschule. Sie bemerkten während der Fahrt Rauchgeruch im hinteren Fahrzeugbereich und machten den Fahrer darauf aufmerksam. Der Mann hielt unmittelbar an und sorgte dafür, dass alle aussteigen konnten. Als die Feuerwehr am Einsatzort eintraf, brannte der Bus bereits vollständig. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden liegt nach einer ersten Schätzung bei rund 25.000 Euro.

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Kinder bemerken Rauchgeruch während der Fahrt

Der Schulbusbrand in Hirschaid ereignete sich am Morgen vor Unterrichtsbeginn im Landkreis Bamberg. Nach Angaben der Polizei fiel den Schulkindern gegen 7.20 Uhr ein Rauchgeruch aus dem Heckbereich des Linienbusses auf. Dort befindet sich auch der Motor. Die Schülerinnen und Schüler informierten den 64 Jahre alten Busfahrer, der das Fahrzeug im Bereich der Industriestraße in Hirschaid stoppte.

Die Insassen konnten den Bus verlassen, bevor sich das Feuer auf das gesamte Fahrzeug ausbreitete. Personen, die sich in der Nähe befanden, unterstützten nach Angaben der Feuerwehr dabei, die Kinder aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich zu bringen. Erste Meldungen nannten unterschiedliche Zahlen von Fahrgästen. Die Polizei stellte später klar, dass 31 Kinder an Bord waren.

Der Notruf ging nach Angaben der Polizei gegen 7.25 Uhr ein. Die alarmierten Einsatzkräfte trafen kurz darauf ein. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich die Schulkinder bereits außerhalb des Busses. Das Fahrzeug selbst stand mittlerweile vollständig in Flammen.

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Rund 50 Feuerwehrkräfte im Einsatz

Die Feuerwehren aus Hirschaid und Sassanfahrt rückten zur Brandbekämpfung aus. Insgesamt beteiligten sich rund 50 Feuerwehrkräfte am Einsatz. Nach Angaben von Kreisbrandmeister Tobias Dütsch war das Feuer nach etwa 45 Minuten gelöscht. Den völlig ausgebrannten Bus konnten die Einsatzkräfte jedoch nicht mehr retten.

Die Brandbekämpfung wurde zusätzlich erschwert, weil der Bus unter einer Hochspannungsleitung zum Stehen gekommen war. Die Feuerwehr musste deshalb bei ihrem Vorgehen auch die darüber verlaufende Leitung berücksichtigen. Für die Löscharbeiten kamen unter anderem zwei Strahlrohre zum Einsatz.

Noch am Vormittag wurde das zerstörte Fahrzeug abgeschleppt. Der Feuerwehreinsatz war nach Angaben der Feuerwehr Hirschaid gegen 10 Uhr beendet. Trotz des erheblichen Schadens am Fahrzeug blieb der Vorfall für sämtliche Insassen ohne körperliche Verletzungen.

Rettungsdienst untersucht alle Schulkinder

Die Evakuierung war mit dem Verlassen des Fahrzeugs nicht abgeschlossen. Weil es während des Ausstiegs bereits Rauch im Innenraum gegeben hatte, kontrollierte der Rettungsdienst den Gesundheitszustand der Kinder. Auch der Fahrer wurde untersucht. Nach den vorliegenden Angaben blieb jeder der Beteiligten unverletzt.

Für die Schülerinnen und Schüler wurde ein Ersatzbus organisiert. Er brachte sie zur Grund- und Mittelschule Hirschaid, wo gemeinsam mit dem Rettungsdienst eine Betreuungsstelle eingerichtet wurde. Auch ein Krisenteam der Schule kümmerte sich um die betroffenen Kinder. Damit war ihre Weiterfahrt gesichert, ohne dass sie den ursprünglichen Bus erneut betreten mussten.

Der Zwischenfall ereignete sich während des regulären morgendlichen Schulverkehrs. Der betroffene Linienbus war für die Beförderung der Schülerinnen und Schüler eingesetzt. Die Kinder konnten ihren Schulweg nach dem Feuerwehreinsatz mit einem anderen Fahrzeug fortsetzen.

Stromleitung und Wasserschutzgebiet werden überprüft

Neben dem ausgebrannten Bus beschäftigten die Einsatzkräfte auch mögliche Auswirkungen auf die Umgebung. Nach Angaben der Feuerwehr wirkte die Hitze auf eine Stromleitung der Deutschen Bahn ein, die oberhalb der Brandstelle verläuft und der Versorgung des nahegelegenen Streckennetzes dient.

Verantwortliche der Bahn untersuchten die Leitung. Ob dabei Schäden festgestellt wurden oder der Bahnverkehr beeinträchtigt war, war zunächst nicht bestätigt.

Weil sich in der Nähe des Brandortes ein Wasserschutzgebiet befindet, wurden außerdem das Umweltamt und das Wasserwirtschaftsamt hinzugezogen. Sie sollten prüfen, ob durch den Brand oder das Löschwasser Auswirkungen auf den Boden entstanden sind. Angaben zu einem konkreten Umweltschaden lagen zunächst nicht vor.

Die zusätzlichen Untersuchungen verdeutlichen, dass sich der Feuerwehreinsatz nicht allein auf das Löschen des Fahrzeugs beschränkte. Auch die angrenzende Infrastruktur und mögliche Auswirkungen auf die Umwelt mussten berücksichtigt werden.

Brandursache weiter ungeklärt

Warum sich das Feuer entwickelte, war am Freitagmittag noch offen. Dass die Kinder den Rauchgeruch im hinteren Bereich wahrnahmen, lässt noch keinen sicheren Rückschluss auf die Ursache zu. Insbesondere war zunächst nicht geklärt, ob ein technischer Defekt vorlag. Die Polizei untersucht die Umstände des Brandes. Der Sachschaden am Bus wird auf etwa 25.000 Euro geschätzt.

Während der Löscharbeiten kam es im Bereich der Ortsumgehung Hirschaid zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Der örtliche Radiosender Radio Bamberg hatte Autofahrer bereits am Morgen aufgefordert, die Einsatzstelle weiträumig zu umfahren. Welche Straßen konkret gesperrt wurden und wann sämtliche Verkehrseinschränkungen endeten, war zunächst nicht verlässlich angegeben.

Fest steht dagegen, dass die schnelle Reaktion auf den Rauchgeruch entscheidend für den Ablauf war. Die Kinder machten den Fahrer auf die ungewöhnliche Entwicklung aufmerksam, dieser stoppte das Fahrzeug und veranlasste den Ausstieg. Als die Feuerwehr wenig später mit den Löscharbeiten begann, befand sich niemand mehr im Bus. Alle 31 Schulkinder und der Fahrer blieben unverletzt.

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