E-Scooter fährt in falscher Richtung: 60-Jährige schwer verletzt

E-Scooter-Unfall in Münster: Eine 60-jährige Pedelec-Fahrerin wird schwer verletzt. Die Polizei prüft, ob drei Personen auf dem Roller fuhren.
Foto: Kristof Topolewski

Teilen:

Mit MS-Aktuell immer ohne Paywall lesen
Bei Google bevorzugen

Münster. Ein Zusammenstoß zwischen einem E-Scooter und einem Pedelec hat in Münster schwere Folgen gehabt. Eine 60-jährige Frau stürzte am Mittwochmorgen und verletzte sich dabei schwer. Am Steuer des E-Scooters saß ein 17-Jähriger, der nach bisherigen Erkenntnissen in der falschen Richtung unterwegs war. Besonders brisant: Möglicherweise befanden sich zum Unfallzeitpunkt gleich drei Personen auf dem Roller. Die Polizei ermittelt.

Anzeige

E-Scooter-Unfall in Münster: Frau stürzt und verletzt sich schwer

Der E-Scooter-Unfall ereignete sich gegen 9:45 Uhr auf der Manfred-von-Richthofen-Straße. Nach Angaben der Polizei fuhr der 17-Jährige mit einem E-Scooter in Richtung Andreas-Hofer-Straße und nutzte dabei den Gehweg entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung. Zur selben Zeit war eine 60-jährige Frau mit ihrem Pedelec auf dem angrenzenden Radweg in der richtigen Richtung unterwegs.

Als der Jugendliche an der Frau vorbeifuhr, soll er sie mit dem E-Scooter gestreift haben. Die 60-Jährige verlor daraufhin die Kontrolle über ihr Pedelec und stürzte. Dabei zog sie sich schwere Verletzungen zu und musste von Rettungskräften in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Jugendliche und seine Begleitung blieben unverletzt.

Waren drei Personen auf dem E-Scooter unterwegs?

Bei der Unfallaufnahme ergaben sich Hinweise auf einen weiteren möglichen Regelverstoß. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte der 17-Jährige gemeinsam mit zwei weiteren Personen im Alter von 17 und 18 Jahren auf dem E-Scooter gefahren sein. Ob tatsächlich alle drei auf dem Roller standen, ist allerdings noch nicht geklärt.

Anzeige

Auch den genauen Ablauf des Zusammenstoßes untersucht die Polizei weiterhin. Insbesondere muss festgestellt werden, wie es zur Berührung zwischen dem E-Scooter und der Pedelec-Fahrerin kam und welche Rolle die Fahrweise des Jugendlichen dabei spielte.

Polizei warnt vor gefährlichen Fahrten mit mehreren Personen

Der Unfall zeigt erneut, welche Risiken mit der falschen Nutzung von E-Scootern verbunden sein können. Nach der Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung darf auf einem solchen Roller grundsätzlich nur eine Person fahren. Wer andere Personen mitnimmt, begeht eine Ordnungswidrigkeit.

Die Polizei Münster weist darauf hin, dass zusätzliches Gewicht die Lenkung und das Gleichgewicht beeinträchtigt. Dadurch kann es schwieriger werden, den E-Scooter sicher zu kontrollieren. Auch das Befahren von Gehwegen ist grundsätzlich nicht erlaubt, sofern keine entsprechende Freigabe besteht. Für den konkreten Unfall muss nun geklärt werden, welche Verkehrsverstöße tatsächlich vorlagen.

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu