Militärlaster brennt in Gütersloh: Feuer greift auf Lagerhalle über

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

Teilen:

Auf dem Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes in Gütersloh ist in der Nacht zu Samstag, 17. Oktober 2026, ein Feuer ausgebrochen. Ein britischer Militärlaster geriet in Brand. Die Flammen erfassten anschließend eine benachbarte Lagerhalle. Rund 55 Feuerwehrkräfte waren mehrere Stunden mit den Löscharbeiten beschäftigt. Verletzt wurde nach bisherigen Angaben niemand.

Anzeige

Der Brand auf dem ehemaligen Flugplatz in Gütersloh beschäftigte die Einsatzkräfte seit etwa 2.45 Uhr. Besonders die Bauweise des betroffenen Gebäudes erschwerte die Löscharbeiten. Erst am frühen Samstagvormittag konnte die Feuerwehr ihren Einsatz beenden. Die Ursache des Feuers war zunächst unbekannt.

Rund 55 Feuerwehrkräfte kämpfen gegen die Flammen

Das Feuer brach auf dem früheren Kasernengelände der britischen Streitkräfte an der Marienfelder Straße aus. Dort stand ein kleinerer britischer Militärlastwagen unmittelbar neben einer Lagerhalle. Nachdem das Fahrzeug in Flammen geraten war, breitete sich der Brand auf das angrenzende Gebäude aus. Die Feuerwehr rückte mit einem größeren Aufgebot an, um die Flammen zu bekämpfen und den Einsatzort zu sichern.

Die Löscharbeiten erwiesen sich als zeitaufwendig. Eine besondere Schwierigkeit stellte die Dachkonstruktion der Lagerhalle dar. Das Dach verfügt über eine dickere Betonschicht, die den Einsatzkräften die Brandbekämpfung erschwerte. Die Feuerwehr musste deshalb auch nach der ersten Brandbekämpfung weiterarbeiten. Noch gegen 8.25 Uhr liefen Nachlöscharbeiten. Insgesamt dauerte der Einsatz nach Angaben der Neuen Westfälischen rund sechs Stunden.

Anzeige

Am frühen Vormittag waren die Arbeiten schließlich abgeschlossen. Nach Angaben von Radio Gütersloh gab es keine Verletzten. Wie stark der Militärlaster und die angrenzende Lagerhalle beschädigt wurden, war zunächst nicht bekannt. Auch zur Höhe des entstandenen Sachschadens lagen keine gesicherten Angaben vor. Fest stand, dass sich das Feuer nicht auf das ursprünglich brennende Fahrzeug beschränkte, sondern auch das benachbarte Gebäude erreichte.

Ehemaliger britischer Militärflugplatz mit langer Geschichte

Der Brand ereignete sich auf einem Gelände, das über Jahrzehnte von ausländischen Streitkräften genutzt wurde. Der ehemalige Flugplatz Gütersloh liegt im Westen der Stadt an der Bundesstraße 513 und umfasst rund 344 Hektar. Die Anlage wurde 1937 für militärische Zwecke errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzten zunächst amerikanische und anschließend britische Streitkräfte den Standort. Bis 1993 war die britische Royal Air Force dort stationiert. Anschließend übernahm die British Army das Gelände unter der Bezeichnung Princess Royal Barracks.

Nach dem Abzug der britischen Streitkräfte ging die Verwaltung des Areals an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben über. Die Liegenschaft befindet sich im Eigentum der Bundesrepublik Deutschland. In den vergangenen Jahren wurden unterschiedliche Möglichkeiten einer weiteren Nutzung diskutiert. Dazu gehörten sowohl zivile Entwicklungsprojekte als auch eine mögliche Rückkehr militärischer Einheiten. Zeitweise wurden Gebäude auf dem Gelände außerdem für die Unterbringung geflüchteter Menschen vorgesehen.

Im Frühjahr 2026 nutzte die britische Armee die ehemalige Kaserne erneut für eine größere Militärübung. Unter dem Namen Rhino Storm waren zwischen dem 11. Mai und dem 8. Juni mehrere Tausend britische Soldaten in Ostwestfalen-Lippe eingesetzt. Insgesamt umfasste die Übung rund 3.500 Soldaten und etwa 1.000 Fahrzeuge. Ein Teil der Kräfte war auf dem früheren Flugplatzgelände in Gütersloh untergebracht. Ein Zusammenhang zwischen dieser Übung und dem Brand im Oktober ist nicht bekannt.

Bundeswehr prüft mögliche Rückkehr auf das Gelände

Nur zwei Tage vor dem Feuer hatte die Stadt Gütersloh neue Informationen zur Zukunft ihrer ehemaligen Kasernenstandorte veröffentlicht. Demnach prüft die Bundeswehr derzeit sowohl die frühere Princess Royal Barracks als auch die ehemalige Mansergh-Kaserne auf ihre Eignung für eine erneute militärische Nutzung. Besonders der frühere Flughafen an der Marienfelder Straße steht im Mittelpunkt dieser Überlegungen.

Nach Angaben der Stadt vom 15. Oktober zeigen die bisherigen Erkundungen eine hohe Eignung der beiden Standorte. Deshalb sollen vorgezogene Gespräche zwischen Bundeswehr, Land und Kommune stattfinden. Eine endgültige Entscheidung über die künftige Nutzung ist damit jedoch nicht verbunden. Hintergrund ist die bundesweite Neubewertung ehemaliger Militärliegenschaften. Bereits im Oktober 2025 hatte der Bund die zivile Umwandlung zahlreicher Flächen vorläufig gestoppt.

Ursache des Fahrzeugbrandes zunächst unbekannt

Was das Feuer an dem britischen Militärlastwagen ausgelöst hat, blieb zunächst offen. Gesicherte Angaben zur Entstehung des Brandes lagen am Samstag nicht vor. Ebenso war nicht bekannt, welchem konkreten Zweck das Fahrzeug zum Zeitpunkt des Feuers auf dem Gelände diente. Aus der militärischen Herkunft des Lastwagens lassen sich keine Rückschlüsse auf die Brandursache ziehen.

Offen blieb zudem, welche Gebäudeteile der Lagerhalle durch Feuer und Rauch beschädigt wurden und ob das Bauwerk weiterhin genutzt werden kann. Eine abschließende Schadensbilanz lag zunächst nicht vor. Der Feuerwehreinsatz selbst war am frühen Samstagvormittag beendet. Trotz der Ausbreitung der Flammen vom Militärlaster auf die Lagerhalle wurde niemand verletzt.

Mit MS-Aktuell immer ohne Paywall lesen
Bei Google bevorzugen

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu