Lübeck und Flensburg vor Sturmflut: Was am Sonntag erwartet wird

Ein Schild zeigt Warnung
Symbolbild mit KI erstellt

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An der Ostsee wird für Sonntag, 18. Oktober 2026, mit erhöhten Wasserständen, kräftigem Wind und regional anhaltendem Regen gerechnet. Besonders in der Lübecker Bucht sowie in Flensburg richtet sich der Blick auf die Nacht zum Sonntag und die frühen Morgenstunden. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat eine Sturmflutwarnung herausgegeben. Gleichzeitig gelten Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für mehrere Städte und Landkreise in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

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DWD warnt in Lübeck vor Sturmböen und Dauerregen

Für Lübeck und den Kreis Ostholstein gilt am Sonntag von 0 bis 10 Uhr eine amtliche Warnung vor Sturmböen, entsprechend einer Warnung vor markantem Wetter der Stufe 2. Der DWD erwartet Böen zwischen 55 und 65 Kilometern pro Stunde aus nordöstlichen bis östlichen Richtungen. In exponierten Lagen sowie in Schauernähe sind bis zu 80 Kilometer pro Stunde möglich. Herabfallende Äste und umherfliegende Gegenstände gehören zu den vom Wetterdienst genannten Gefahren.

In Flensburg, Kiel sowie in den Kreisen Plön, Rendsburg-Eckernförde und Schleswig-Flensburg gilt eine amtliche Wetterwarnung vor Windböen der Stufe 1. Sie reicht von Samstag, 17. Oktober, 16 Uhr, bis Montag, 19. Oktober, 2 Uhr. Erwartet werden Windböen bis 55 Kilometer pro Stunde, örtlich sind stärkere Böen bis 65 Kilometer pro Stunde möglich. Für die Küstenabschnitte und die Insel Rügen im Kreis Vorpommern-Rügen gilt dagegen von Samstag, 16 Uhr, bis Sonntag, 12 Uhr, eine Warnung vor markantem Wetter wegen Sturmböen von 60 bis 75 Kilometern pro Stunde, exponiert bis etwa 85 Kilometer pro Stunde.

Hinzu kommt eine amtliche Warnung vor Dauerregen der Stufe 2. Von Samstag, 18 Uhr, bis Sonntag, 6 Uhr, werden in Lübeck, Stormarn, Segeberg, Herzogtum Lauenburg und Teilen Ostholsteins rund 25 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet. Auch Nordwestmecklenburg und der westliche Teil von Ludwigslust-Parchim sind betroffen. Der DWD weist auf mögliche örtliche Überflutungen von Straßen und Unterführungen hin. In seiner Wochenvorhersage nennt er für die Lübecker Bucht regional bis zu 30 Liter pro Quadratmeter innerhalb von zwölf Stunden.

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BSH erwartet bis zu 1,45 Meter in der Lübecker Bucht

Die Sturmflutwarnung für Lübeck und Flensburg stammt vom BSH und ist ausdrücklich keine DWD-Unwetterwarnung. Nach der Wasserstandsvorhersage vom Samstag, 17. Oktober, 13:09 Uhr, können die Pegel in der Lübecker Bucht in der Nacht zum Sonntag bis auf 1,45 Meter über Normalhöhennull steigen. Für die Kieler Bucht nennt die Behörde bis zu 1,30 Meter. Diese Werte beschreiben mögliche Höchststände in den jeweiligen Küstenabschnitten und sind keine einheitliche Vorhersage für jeden einzelnen Hafen.

Westlich von Rügen erwartet das BSH in der Nacht Wasserstände von 60 bis 110 Zentimetern über Normalhöhennull, östlich der Insel zwischen 65 und 120 Zentimetern. In der Lübecker Bucht wird für den Sonntag tagsüber eine Spanne von 40 bis 120 Zentimetern angegeben. Für die Kieler Bucht reicht die tagsüber erwartete Spanne von 30 bis 130 Zentimetern. Das BSH weist auf Unsicherheiten durch die Wetterlage über der zentralen und südlichen Ostsee hin. Die Prognosen können sich daher ändern.

Für Flensburg nannte der NDR am späten Samstagnachmittag unter Berufung auf das BSH einen erwarteten Höchststand von etwa 1,10 Metern am frühen Sonntag. Für Travemünde wurden gegen 3 Uhr rund 1,21 Meter aus der BSH-Vorhersage genannt. Die örtlichen Werte können von den regionalen Höchstgrenzen abweichen. Der DWD rechnet für Kiel am Sonntag mit 10 Grad Tiefsttemperatur und 12 Grad Höchsttemperatur, in Rostock mit 10 bis 14 Grad. Anfangs ist leichter Regen angekündigt, später vielfach Bewölkung.

Flensburg verteilt Sandsäcke, Fährverkehr eingeschränkt

In Flensburg gibt die Stadt vorsorglich Sandsäcke an möglicherweise betroffene Anwohner aus. Die Ausgabe war für Samstag von 12 bis 17 Uhr auf der Exe vorgesehen. Am Hafen kann nach Angaben der Stadt bereits bei Wasserständen oberhalb von etwa 1,10 Metern über Normal die Kaikante an der Schiffbrücke überspült werden. Flensburg und Wismar rufen dazu auf, gefährdete Uferbereiche zu meiden und dort keine Autos abzustellen. In Lübeck-Travemünde brachten Bootsbesitzer laut NDR vorsorglich Boote in Sicherheit. Im Hafenbereich Flensburg sind je nach Entwicklung auch Straßensperrungen möglich.

Die andere Seite der Windlage zeigt sich an der Nordsee. Dort drückt kräftiger Ostwind das Wasser von der Küste weg, wodurch Fähren teilweise nicht wie geplant verkehren. Zwischen Harlesiel und Wangerooge fallen nach Angaben der Betreiber am Sonntagnachmittag einzelne Verbindungen aus. Für Spiekeroog sind von Sonntag bis Dienstag Fahrplanänderungen angekündigt. Auf der Strecke zwischen Norddeich und Juist werden Abfahrten am Sonntagnachmittag verschoben, während die Verbindungen nach Norderney nach den bisherigen Angaben planmäßig stattfinden sollen.

Am Sonntagvormittag soll der Wind an der Ostsee nach DWD-Angaben allmählich nachlassen. Für Montag und Dienstag erwartet der Wetterdienst voraussichtlich keine markanten Wettergefahren. Die Wasserstandsvorhersagen bleiben allerdings kurzfristig veränderlich.

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