Drei Unfälle auf der B10: Transporter fährt ins Stauende, acht Menschen verletzt

Symbolbild: Blaulicht auf dem Dach eines Einsatzfahrzeugs
Symbolbild Feuerwehreinsatz

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Bei einer Serie von drei Verkehrsunfällen auf der B10 bei Ebersbach an der Fils im Landkreis Göppingen sind am Sonntagabend, 18. Oktober 2026, acht Menschen verletzt worden. Einer von ihnen erlitt schwere Verletzungen. Zunächst stießen zwei Autos auf regennasser Fahrbahn zusammen. Während der anschließenden Unfallaufnahme fuhr ein mit Kühlschränken beladener Transporter samt Anhänger in das Stauende. Ein weiterer Zusammenstoß ereignete sich später in der Rettungsgasse. Insgesamt wurden nach Angaben des Polizeipräsidiums Ulm neun Fahrzeuge beschädigt. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf rund 120.000 Euro.

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Erster Unfall gegen 21:45 Uhr in Richtung Ulm

Die Unfallserie begann nach den bisherigen Ermittlungen gegen 21:45 Uhr auf der B10 in Fahrtrichtung Ulm. Eine 21 Jahre alte Autofahrerin verlor mit ihrem BMW die Kontrolle über das Fahrzeug und geriet ins Schleudern. Nach Einschätzung der Polizei könnte die regennasse Fahrbahn dabei eine Rolle gespielt haben. Ob noch weitere Umstände zu dem Kontrollverlust beitrugen, war zunächst nicht geklärt.

Der Wagen kollidierte mit einem zweiten BMW. Dieser wurde von einer 20-Jährigen gesteuert, die auf dem linken Fahrstreifen neben dem ersten Auto unterwegs war. Die 20-Jährige erlitt bei dem Zusammenstoß leichte Verletzungen. Die 21-Jährige blieb nach Polizeiangaben unverletzt.

Schon bei diesem ersten Unfall entstand erheblicher Sachschaden. Die Polizei schätzte die Schäden an den beiden BMW auf mindestens 50.000 Euro. Für die Aufnahme der Kollision und die Bergung der beschädigten Fahrzeuge wurde die Bundesstraße teilweise gesperrt. In der Folge staute sich der Verkehr in Richtung Ulm.

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Sprinter mit Kühlschränken fährt auf das Stauende

Noch während die Einsatzkräfte mit dem ersten Unfall beschäftigt waren, kam es zu einer deutlich folgenschwereren Kollision. Ein 45 Jahre alter Mann näherte sich mit einem Daimler Sprinter und einem Anhänger dem Stauende. Das Gespann war mit Kühlschränken beladen. Aus zunächst ungeklärter Ursache fuhr der Transporter auf den wartenden Verkehr auf.

Durch die Kollision wurden vier weitere Fahrzeuge zusammengeschoben. Der 45-jährige Fahrer des Sprinters erlitt schwere Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. In den vier anderen beteiligten Fahrzeugen erlitten sechs Menschen leichte Verletzungen. Zusammen mit der bereits beim ersten Unfall verletzten Autofahrerin ergibt sich damit eine Bilanz von acht Verletzten, darunter ein Schwerverletzter.

Mehrere Rettungswagen und Notärzte rückten an, um die Verletzten zu versorgen. Die bei dem zweiten Zusammenstoß beschädigten Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Allein für diesen Folgeunfall bezifferte die Polizei den Schaden auf mindestens 70.000 Euro. Die Ursache des Auffahrens stand am Montagmorgen noch nicht fest. Insbesondere gab es zunächst keine gesicherten Angaben dazu, warum der Transporter nicht rechtzeitig vor den stehenden Fahrzeugen zum Stillstand kam.

Dritter Zusammenstoß in der Rettungsgasse

Die Einsatzlage wurde durch einen weiteren Unfall komplizierter. Während der Aufnahme des Zusammenstoßes am Stauende ereignete sich auch in der Rettungsgasse eine Kollision. Dabei wurde nach Polizeiangaben niemand verletzt. Es entstand lediglich geringer Sachschaden.

Der dritte Vorfall gehört zur selben Unfallserie, hatte aber nach den bislang bekannten Angaben keine zusätzlichen Verletzten zur Folge. Wie es genau zu diesem Zusammenstoß kam und welche Fahrzeuge dabei beteiligt waren, war zunächst nicht näher beschrieben. Eine genaue Uhrzeit für den zweiten und dritten Unfall wurde ebenfalls nicht mitgeteilt.

Insgesamt registrierte die Polizei neun beschädigte Fahrzeuge. Bei der Schadenssumme von rund 120.000 Euro handelt es sich um eine polizeiliche Schätzung. Der weitaus größte Teil entfiel auf die beiden ersten Zusammenstöße.

Teilweise Sperrung der B10 und Ermittlungen

Durch die Unfallaufnahme, die Versorgung der Verletzten und die Bergung der Fahrzeuge war die B10 bei Ebersbach am Sonntagabend zeitweise nur eingeschränkt nutzbar. Die teilweise Sperrung und der daraus entstehende Rückstau betrafen die Fahrtrichtung Ulm. Wie lange einzelne Fahrstreifen gesperrt blieben und wann alle Unfallstellen vollständig geräumt waren, ging aus der ersten Polizeimitteilung nicht hervor.

Die weiteren Ermittlungen führt der Verkehrsdienst Mühlhausen. Dabei geht es insbesondere um den genauen Ablauf der Kollisionen und die noch offene Ursache des schweren Auffahrunfalls. Während die Polizei beim ersten Zusammenstoß die nasse Fahrbahn als mögliche Ursache nennt, machte sie zum Auslöser des zweiten Unfalls zunächst keine Angaben. Eine abschließende Bewertung der Unfallursachen lag nicht vor.

Wer die Unfälle beobachtet hat oder Hinweise zum Geschehen geben kann, wird gebeten, sich beim Verkehrsdienst Mühlhausen unter der Telefonnummer 07355/9626-0 zu melden. Die Polizei hatte ihren ersten Bericht zur Unfallserie am frühen Montagmorgen, 19. Oktober, veröffentlicht.

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