General Motors steigert Gewinn und kündigt Milliardenrückkauf an

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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General Motors hat im dritten Quartal 2026 deutlich mehr verdient als ein Jahr zuvor und die Erwartungen der Analysten übertroffen. Gleichzeitig kündigte der US-Autobauer am Dienstag, 20. Oktober, ein neues Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 20 Milliarden US-Dollar an. An der Börse sorgten die Zahlen dennoch zunächst nicht für steigende Kurse. Die GM-Aktie gab im vorbörslichen US-Handel deutlich nach. Im Mittelpunkt stand dabei vor allem die aktualisierte Gewinnprognose für das Gesamtjahr.

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General Motors steigert Quartalsgewinn deutlich

Der Umsatz von General Motors erreichte zwischen Juli und September rund 50 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Anstieg um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn erhöhte sich von 1,33 Milliarden auf 3,34 Milliarden Dollar. Auch das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern entwickelte sich positiv. Es stieg um 21,6 Prozent auf 4,11 Milliarden Dollar. Die entsprechende Gewinnmarge verbesserte sich von 6,9 auf 8,2 Prozent.

Beim bereinigten Gewinn je Aktie erreichte GM 3,70 Dollar nach 2,80 Dollar im Vorjahresquartal. Damit übertraf der Konzern die von LSEG erfassten Analystenerwartungen von 3,63 Dollar. Besonders das nordamerikanische Geschäft entwickelte sich profitabel. Dort erhöhte sich das bereinigte operative Ergebnis auf knapp 3,6 Milliarden Dollar. Die operative Marge stieg von 6,2 auf 8,7 Prozent. Zum besseren Ergebnis trugen unter anderem höhere Verkäufe großer Pickup-Modelle und ein geringerer Anteil weniger profitabler Elektrofahrzeuge bei.

GM-Aktie fällt trotz guter Zahlen und neuer Gewinnprognose

Die positiven Quartalszahlen verhinderten zunächst keine Kursverluste. Laut dem Finanznachrichtendienst RTTNews notierte die Aktie von General Motors am 20. Oktober um 7.23 Uhr New Yorker Zeit, entsprechend 13.23 Uhr MESZ, im vorbörslichen Handel bei 77,99 Dollar. Das entsprach einem Rückgang von 5,72 Prozent gegenüber dem vorherigen Schlusskurs. Die GM-Aktie fällt damit zunächst trotz höherer Gewinne und des umfangreichen Rückkaufprogramms.

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Ein wesentlicher Unterschied zwischen den Quartalsergebnissen und den Erwartungen für das Gesamtjahr zeigt sich in der aktualisierten Prognose. GM rechnet für 2026 nun mit einem bereinigten operativen Ergebnis zwischen 14,5 und 15,5 Milliarden Dollar. Zuvor hatte die Spanne zwischen 14 und 16 Milliarden Dollar gelegen. Der Mittelwert blieb somit unverändert bei 15 Milliarden Dollar. Die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie wurde von bisher 12 bis 14 Dollar auf 12,75 bis 13,75 Dollar eingeengt. Der neue Mittelwert von 13,25 Dollar blieb unter der von LSEG erfassten Analystenerwartung von 13,41 Dollar.

Bei der Liquiditätsentwicklung zeigte sich General Motors hingegen zuversichtlicher. Die Prognose für den bereinigten freien Cashflow im Automobilgeschäft wurde auf 11,5 bis 12,5 Milliarden Dollar angehoben. Bisher hatte der Konzern mit 9,5 bis 11,5 Milliarden Dollar gerechnet. Die unterschiedlichen Entwicklungen verdeutlichen, dass die neuen Gewinnziele und die erwarteten Mittelzuflüsse nicht gleichermaßen verändert wurden.

Aktienrückkäufe für 20 Milliarden Dollar angekündigt

Parallel zu den Geschäftszahlen genehmigte der Verwaltungsrat von General Motors ein neues mehrjähriges Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 20 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen hatte zuvor bereits das im Januar 2026 angekündigte Rückkaufprogramm über sechs Milliarden Dollar abgeschlossen. Das neue Programm besitzt kein festgelegtes Ablaufdatum. GM kann die Rückkäufe nach eigenem Ermessen aussetzen oder beenden. Eine vollständige Umsetzung innerhalb eines bestimmten Zeitraums ist damit nicht zugesichert.

Aktienrückkäufe sind seit mehreren Jahren ein Bestandteil der Kapitalpolitik des Unternehmens. Ende September 2026 waren nach Konzernangaben noch 849 Millionen GM-Aktien im Umlauf. Ende 2025 waren es 904 Millionen gewesen, Ende 2023 noch rund 1,2 Milliarden. Durch Rückkäufe kann sich der rechnerische Gewinn je verbleibender Aktie erhöhen, weil sich das Ergebnis auf weniger Anteile verteilt. Zusätzlich beschloss GM eine Quartalsdividende von 18 US-Cent je Aktie. Die Auszahlung ist für den 17. Dezember vorgesehen.

Gleichzeitig steht der Automobilhersteller weiterhin unter Kostendruck. Zu den Belastungen gehören höhere Ausgaben für Rohstoffe, Energie und Logistik sowie Zölle. Konzernchefin Mary Barra setzt deshalb neben Effizienzsteigerungen auf neue Fahrzeugmodelle und zusätzliche Einnahmen aus digitalen Dienstleistungen. Für 2027 sind unter anderem neue Generationen der Chevrolet-Silverado- und GMC-Sierra-Pickups vorgesehen. Auch das Fahrerassistenzsystem Super Cruise soll künftig in weiteren Modellvarianten angeboten werden. Damit setzt General Motors weiterhin auf profitable große Fahrzeuge und zusätzliche Softwareerlöse.

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