MBB hebt Jahresprognose nach starkem dritten Quartal erneut an

Aktienhandel: Kurstafel mit Kursverläufen an der Börse
Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der Berliner Beteiligungskonzern MBB hat im dritten Quartal 2026 deutlich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum. Während der Umsatz nahezu unverändert blieb, legte das bereinigte operative Ergebnis um knapp 25 Prozent zu. Das Unternehmen hebt deshalb seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr bereits zum zweiten Mal an. Ausschlaggebend war insbesondere die Entwicklung der auf Energieinfrastruktur spezialisierten Tochter Friedrich Vorwerk.

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Bereinigtes EBITDA steigt um fast 25 Prozent

Nach vorläufigen Geschäftszahlen erreichte die MBB SE im dritten Quartal 2026 ein bereinigtes EBITDA von 84,0 Millionen Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es 67,3 Millionen Euro. Damit verbesserte sich das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 24,7 Prozent. Der Konzernumsatz entwickelte sich dagegen kaum und stieg lediglich von 316,8 auf 318,1 Millionen Euro.

Die bereinigte EBITDA-Marge erhöhte sich dadurch um 5,1 Prozentpunkte auf 26,3 Prozent. Das bedeutet, dass MBB aus nahezu unveränderten Umsätzen einen erheblich höheren operativen Ertrag erwirtschaftete. Auch die Entwicklung der ersten neun Monate bestätigt diesen Trend: Das bereinigte EBITDA stieg um 40,0 Prozent auf 201,1 Millionen Euro. Der Umsatz ging dagegen leicht von 862,3 auf 854,1 Millionen Euro zurück. Die bereinigte EBITDA-Marge erreichte in diesem Zeitraum 23,5 Prozent.

Friedrich Vorwerk ist wichtigster Ergebnistreiber

Einen wesentlichen Anteil an der Verbesserung hatte die Beteiligung Friedrich Vorwerk. Das Unternehmen ist auf den Bau und die Modernisierung von Energieinfrastruktur spezialisiert, darunter Leitungen und Anlagen für Strom, Erdgas und Wasserstoff. Nach Angaben von MBB erreichte Friedrich Vorwerk im dritten Quartal ein bereinigtes EBITDA von 80,9 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte der entsprechende Wert bei 51,3 Millionen Euro gelegen. Das entspricht einem Anstieg um rund 58 Prozent.

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Die Entwicklung unterstreicht die Bedeutung des Infrastrukturgeschäfts innerhalb der MBB-Gruppe. Der Berliner Konzern ist allerdings breiter aufgestellt und hält weitere Beteiligungen in unterschiedlichen Industriezweigen. Dazu zählen der Maschinenbauer Aumann, der IT-Sicherheitsanbieter DTS, der Holzwerkstoffspezialist Delignit und der Hygieneproduktehersteller Hanke Tissue. MBB verbindet damit Geschäftsfelder, die von Energieinfrastruktur und industrieller Automatisierung bis zur Informationstechnologie reichen.

MBB erhöht Ergebnisprognose zum zweiten Mal

Angesichts der höheren operativen Erträge passt der Konzern seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr erneut an. MBB erhöht die Ergebnisprognose für 2026 damit bereits zum zweiten Mal. Die bereinigte EBITDA-Marge soll nun zwischen 22 und 24 Prozent liegen. Bislang hatte das Unternehmen eine Spanne von 18 bis 20 Prozent erwartet. Gegenüber der bisherigen Planung verschieben sich damit beide Grenzen um jeweils vier Prozentpunkte nach oben.

Bereits im Juli hatte MBB die Prognose nach einem starken zweiten Quartal erhöht. Ursprünglich war der Konzern Ende März für 2026 von einer EBITDA-Marge zwischen 15 und 18 Prozent ausgegangen. Die Umsatzerwartung bleibt trotz der erneuten Ergebnisanhebung unverändert. MBB rechnet weiterhin mit Erlösen zwischen 1,1 und 1,2 Milliarden Euro. Die Prognoseverbesserung beruht somit nicht auf einer höheren Umsatzerwartung, sondern auf einer deutlich gestiegenen erwarteten Profitabilität.

Hohe Liquidität stärkt finanzielle Ausgangslage

Neben den Ergebniszahlen meldete MBB eine weiterhin hohe Nettoliquidität. Zum 30. September 2026 lag diese konzernweit bei 793,4 Millionen Euro. Ende Dezember 2025 waren es 763,8 Millionen Euro gewesen. Auf die Holding MBB SE selbst entfielen zuletzt 454,7 Millionen Euro, verglichen mit 373,6 Millionen Euro zum Jahresende 2025.

Die hohe Nettoliquidität verschafft dem Beteiligungskonzern finanziellen Handlungsspielraum. Welche konkreten Schritte MBB mit den verfügbaren Mitteln plant, geht aus der aktuellen Ad-hoc-Mitteilung nicht hervor. Die vorgelegten Zahlen sind zudem vorläufig. Die vollständige Quartalsmitteilung für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres soll am 12. November 2026 veröffentlicht werden.

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