
Ein Feuer in der Sauna des Hotels Leipziger Hof hat am Dienstagabend in Leipzig neun Menschen verletzt. Drei von ihnen mussten in ein Krankenhaus gebracht werden, sechs weitere wurden ambulant versorgt. Das Feuer brach während eines Saunaaufgusses aus und verursachte starke Rauchentwicklung. Die Feuerwehr löschte den Brand. Das Hotel konnte nach den Löscharbeiten und dem Lüften wieder genutzt werden. Die Ursache für den Saunabrand im Leipziger Hof war am Mittwoch, 21. Oktober 2026, noch ungeklärt.
Nach Angaben der Polizeidirektion Leipzig ereignete sich der Brand am 20. Oktober gegen 21.15 Uhr in der Hedwigstraße im Stadtteil Neustadt-Neuschönefeld. Betroffen war der Saunabereich des Hotels Leipziger Hof, das östlich der Leipziger Innenstadt liegt. Zwei Männer im Alter von 26 und 27 Jahren wollten dort einen Aufguss durchführen. Dabei entstand ein Feuer, das die Sauna beschädigte und starken Rauch freisetzte.
Der genaue Ablauf des Aufgusses ist bislang nicht geklärt. Die Polizei hat weder die verwendeten Flüssigkeiten noch eine technische Ursache benannt. Auch darüber, welcher Gegenstand oder welcher Bereich zuerst Feuer fing, lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor. Bestätigt ist der zeitliche Zusammenhang zwischen dem Aufguss und dem Brand. Warum sich dabei Flammen bildeten, ist Gegenstand der Ermittlungen.
Die beiden Männer, die den Aufguss vornehmen wollten, wurden verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Nach Informationen des MDR erlitten sie Brandverletzungen. Wie schwer diese ausfielen und ob die Männer stationär aufgenommen werden mussten, wurde zunächst nicht bekannt. Die Polizeidirektion machte dazu in ihrer Mitteilung keine weitergehenden Angaben.
Hinzu kamen sieben Menschen, die wegen der Rauchentwicklung medizinische Hilfe benötigten. Bei ihnen bestand laut Polizei der Verdacht einer Rauchgasvergiftung. Sechs konnten nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden. Ein 28 Jahre alter Mann wurde zur weiteren medizinischen Versorgung ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Damit mussten insgesamt drei der neun Verletzten in Kliniken versorgt werden.
Der Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung bedeutet nicht automatisch, dass bei allen Betroffenen eine entsprechende Vergiftung abschließend festgestellt wurde. Brandrauch kann die Atemwege reizen und gesundheitliche Beschwerden hervorrufen. Welche konkreten Symptome die Betroffenen in Leipzig hatten, teilten die Behörden zunächst nicht mit.
Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten das Feuer vollständig löschen. Anschließend wurde das Hotel durchgelüftet. Danach konnte das Gebäude nach Polizeiangaben wieder genutzt werden. Eine längerfristige Schließung des gesamten Hotels war damit zunächst nicht erforderlich. Die beschädigte Sauna ist davon getrennt zu betrachten: Eine Freigabe des Saunabereichs wurde nicht mitgeteilt.
Wie viele Gäste und Beschäftigte das Gebäude zwischenzeitlich verlassen mussten, blieb offen. Ebenso lagen zunächst keine gesicherten Zahlen zu eingesetzten Feuerwehrleuten, Rettungswagen oder der Dauer des gesamten Einsatzes vor. Der Polizeibericht bestätigt die Löscharbeiten und die Versorgung der neun Verletzten, nennt aber keinen Umfang einer möglichen Räumung.
Die Polizei hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung aufgenommen. Außerdem prüfte sie am Mittwoch den Einsatz eines Brandursachenermittlers. Damit steht noch nicht fest, ob ein strafrechtlich relevantes Fehlverhalten vorlag oder wodurch das Feuer tatsächlich entstand. Die zeitliche Nähe zwischen dem Aufguss und dem Brand allein beantwortet diese Fragen nicht.
Auch zum materiellen Schaden gab es noch keinen Betrag. Die Polizei bestätigte lediglich Schäden an der Sauna. Ob zusätzlich technische Anlagen oder weitere Räume betroffen sind, war zunächst offen. Angaben über mögliche Reparaturen oder die Dauer einer Sperrung des Wellnessbereichs lagen ebenfalls nicht vor.
Das Galerie Hotel Leipziger Hof befindet sich in der Hedwigstraße 1 bis 3. Laut eigenen Angaben verfügt es über 73 Zimmer und Suiten und beherbergt eine Sammlung von Kunstwerken aus Leipzig. Zum Hotelangebot gehört ein Wellnessbereich mit Sauna, den der Betrieb auf seiner Internetseite in den Kellergewölben des Hauses beschreibt. Ob der Brand Auswirkungen auf andere Angebote des Hotels hatte, war zunächst nicht bekannt.
Bei einem Saunaaufguss wird Wasser auf heiße Steine eines Saunaofens gegeben. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung weist in ihren Fachinformationen darauf hin, dass dabei die Dosierung und der Umgang mit möglichen Aufgussmitteln wichtig sind. Welche Mittel in Leipzig überhaupt verwendet wurden, ist nicht geklärt. Aus den allgemeinen Empfehlungen lässt sich deshalb keine Aussage über die konkrete Brandursache ableiten.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu